Leilo: „Gegen 14 Leute ist es hart“

Hülsener Coach fühlt sich bei 0:3-Pleite gegen Lilienthal krass benachteiligt

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Eine der wenigen Chancen: Hülsens David Röhnert scheiterte mit diesem Schuss. Am Ende gab es ein 0:3 gegen Lilienthal. 

Hülsen - Von Ulf von der Eltz. Marcel Meyer verstand die Welt nicht mehr: „Ich habe nur Mann gesagt, den Schiri überhaupt nicht beleidigt. Und selbst der Lilienthaler meinte, dass es eine Ecke für uns war.“ Der Kapitän des SVV Hülsen, gerade mit einer Ampelkarte durch Philip Roedig aus Hannover vorzeitig vom Platz geschickt (81.), fühlte sich bei der 0:3 (0:1)-Heimpleite am Sonntag im Bezirksliga-Duell gegen den SV Lilienthal-Falkenberg völlig ungerecht behandelt. Zwar keine spielentscheidende Szene mehr, aber die Proteste gegen die Pfiffe des Unparteiischen zogen sich wie ein roter Faden durch die gesamte Partie.

„Klar haben wir nicht gut gespielt. Aber gegen 14 Leute ist es hart“, haderte auch Ziad Leilo. Der Trainer („ich bin nicht der Typ, der über die Schiris meckert“) schrieb dem Referee einen großen Teil Mitschuld an der Niederlage zu. Zwei Treffer wurden den Gastgebern wegen Abseits aberkannt, ein Strafstoß gegen sie verhängt – „unbegreiflich, wie man so gegen eine Lilienthaler Mannschaft, die nun wirklich nicht allzu viel gemacht hat, als Verlieren vom Platz gehen kann.“

Die erste umstrittene Szene: Nach einer Flanke von Koray Vurus bugsierte Hermann Babe die Kugel ins Netz – kein Tor (22.). Es wäre das 1:0 gewesen. „Da kann man noch drüber sprechen“, meinte Leilo. Die zweite umstrittene Szene: Jan Twietmeyer spitzelte die Kugel zu Bebel Romaric Sih, der aus 20 Metern traf – kein Tor (51.). Es wäre das 1:1 gewesen. „Das muss man mir schon komplett erklären, wie man das Ding zurückpfeifen kann“, ereiferte sich Leilo: „Wenn zumindest dieses Tor zählt, holen wir etwas Zählbares. Und irgendwann glaubst du dann nicht mehr dran.“ Auch die heimischen Fans gingen auf die Barrikaden.

Bei allem Ärger mussten die Hülsener sich die Pleite aber auch selbst ankreiden. Vorm 0:1 (33.) durch den freistehenden Christian Holldorf hatte sich Benjamin Bauer am Fünfer von Peer Wehking tunneln lassen. Vorm 0:2-Genickschlag (71.) durch Nils Koehle hatte Jan Twietmeyer den Ball am Mittelkreis leichtfertig verloren. Insgesamt mangelte es im Spiel nach vorne an der nötigen Bewegung, sodass es die Vorwärts-Kicker dem Gast relativ leicht machten. Lilienthal spielte viel hinten rum und nutzte dann dankend die entscheidenden Patzer.

Und kamen die Hülsener dann doch mal gefährlich vors Tor, gab es am starken Keeper Stephen Asare Osei kein Vorbeikommen. In seiner besten Szene spitzelte die Nummer eins Tugay Dogru die Kugel mit der Hand vom Fuß (73.). Kurz vor der Pause hatte auf der anderen Seite Bastian Rosilius seinen SVV im Spiel gehalten, als er einen Strafstoß des von Ibo Lailo gefoulten Bingana stark parierte (42.). Das 0:3 durch Bingana drei Minuten vor Abpfiff diente dann nur noch der Statistik. So war es nach dem 3:1 in Riede ein Rückschlag.

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