Lebloser und blutleerer TSV Ottersberg II leichte Beute für TSV Bassen / Gerken und Hennig sorgen für 2:0-Sieg

Hennings weiß: „Haben für keine Derby-Stimmung gesorgt“

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Yasar Gerken war einmal mehr auffälligster Akteur im Angriff des TSV Bassen. Hier setzt er sich gegen Ottersbergs Eyüp Ercan (r.) durch.

Kreis-Verden - Von FRank von Staden. Bassen/Ottersberg Kreis-Verden - Von FRank von Staden. Zwar zelebrierten Bassens Bezirksliga-Fußballer nach dem 2:0 (2:0)-Erfolg über Aufsteiger TSV Ottersberg II den obligatorischen Spielerkreis und skandierten „Derby-Sieger, Derby-Sieger . . ", doch ein echtes Derby mit Kampf, Rasse und Härte bis an die Grenze war es weiß Gott nicht. Zu blutleer und leblos präsentierte sich dafür der Gast von der Wümme, der im Grunde noch deutlicher hätte verlieren müssen.

Während der TSV Bassen damit weiter Richtung oberer Tabellenhälfte schielen darf, rutschten die Grün-Weißen nach Gegentoren von Yasar Gerken (12.) und David Hennig (44.) auf einen direkten Tabellenplatz ab. Und auf den gehören die Ottersberger zumindest nach der gezeigten Vorstellung im Nachbarschaftsduell auch zurecht. Das musste auch Ottersbergs Interimscoach Stefan Hennings später unumwunden eingestehen, zeigte sich bitter enttäuscht von der Leistung seines Teams: „Wir haben uns so auf dieses Spiel gefreut, haben uns viel vorgenommen – und dann aber auch nichts davon umsetzen können. Nur wir haben dafür gesorgt, dass keine Derby-Stimmung aufgekommen ist. Da hat jeder für sich gespielt, es wurde kein bisschen miteinander gesprochen!“ Und einmal in Rage, stellte er seiner Elf ein vernichtendes Zeugnis aus: „Wir sind kein Team mehr, sind innerlich zerstritten. Ich weiß nicht, wo und wann wir das Wir-Gefühl verloren haben!“

Ganz anders natürlich die Gemütslage bei Bassens Trainer Marco Holsten, dessen Team so langsam die zwischenzeitliche Talsohle durchschritten zu haben scheint: „Aufgrund der ersten Hälfte ein absolut verdienter Sieg. Meine Mannschaft hat fast alles abgerufen, was benötigt wird, um solch ein Spiel zu gewinnen. Und mit Yasar Gerken haben wir scheinbar jetzt auch einen, der weiß, wo das Tor steht.“

Der bullige Verteidiger, der dieses Mal wieder im Angriff auflief, war es auch, der die frühe Führung nach schneller Kombination und folgender Vorarbeit von Florian Thiel erzielen konnte. In der Folge hätten die Hausherren früh die Zeichen klar auf Sieg stellen können, mussten aber warten, ehe David Hennig nach Katastrophenfehlpass von Ögütucen alles klar machte (44.), zumal die Gäste nicht eine einzige Torchance besaßen, die Bassener indes noch einige Hochprozenter liegen ließen.

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