Langwedeler in Rotenburg verletzt / Sztorc: „Vorsätzliche Fouls verurteile ich“

Throls Aus überschattet 4:2

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Rotenburgs Jewgenij Teichreb (r.) versucht, den flinken Daniel Throl zu stoppen. Der Langwedeler war aber meistens zu schnell auf den Beinen und sorgte immer wieder für Gefahr.

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Die Kabinenansprache dauerte keine zwei Minuten, dann kam Dariusz Sztorc schon zurück auf den Platz und setzte sich wieder regungslos auf die Auswechselbank. Zu gefrustet war er vom Auftritt seiner Bezirksliga-Fußballer des Rotenburger SV II im ersten Durchgang.

Die Laune verbesserte sich auch in der zweiten Halbzeit nicht. Im Gegenteil: Nach dem Abpfiff gab er offen zu: „Die Enttäuschung ist schon groß. Wir haben verdient, aber völlig unnötig, verloren“, kommentierte der 45-Jährige die 2:4 (2:3)-Heimniederlage gegen die FSV Langwedel-Völkersen.

Sein Pendant Sascha Lindhorst lief indes während der 90 Minuten aufgeregt an der Seitenlinie auf und ab und feuerte seine Jungs immer wieder lautstark an. „Ich bin sehr zufrieden. Wir haben kämpferisch sehr gut gespielt und in der Abwehr sicher gestanden“, freute sich der Coach.

Ein Haar in der Suppe fand er dann aber doch noch – die Verletzung des flinken Daniel Throl kurz vor dem Ende. Während der offensive Mittelfeldmann schon während des Spiels immer wieder Fouls einstecken musste, war er nach der rüden Attacke von Dominik Reuter endgültig außer Gefecht gesetzt. Throl musste gestützt in die Kabine gebracht werden. „Der Fuß sieht nicht gut aus. Die Rotenburger haben ihn regelrecht kaputt getreten. Das ist natürlich ein unschöner Nebeneffekt“, so Lindhorst. Und Sztorc schimpfte: „So etwas kann ich nicht gut heißen. Das ist nicht meine Art, Fußball zu spielen. Vorsätzliche Fouls verurteile ich.“

Dabei hatte der RSV II zunächst keinen Grund gehabt, Frust zu schieben, schließlich brachte Andrej Edel die Gastgeber bereits nach drei Minuten in Führung. Die Freude währte jedoch nicht lange, da Keeper Jonas Keusen den Schuss von Frederik Bormann nicht festhalten konnte – den Abstauber verwandelte Tino Heimbruch zum 1:1 (17.). Der Wümme-Club steckte aber nicht auf und kam durch einen Kopfball von Tim Potratz zum 2:1 (22.). Doch auch Langwedel wusste erneut die richtige Antwort. Wieder half Keusen kräftig mit. Den Freistoß von Daniel Throl ließ er aus den Händen flutschen, Tino Heimbruch bedankte sich – 2:2 (29.). „Wir haben dem Gegner die Tore geschenkt. Die Mannschaft hat überhaupt keine Reaktion gezeigt“, ärgerte sich Sztorc. Aufregung gab es in der 34. Minute, als Tobias Delventhals Treffer aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung vom Unparteiischen Thilo Bade (FSV Tostedt) aberkannt wurde. „Das war die entscheidende Szene. Wenn wir das 3:2 machen, verläuft das Spiel anders“, meinte der Kapitän. So aber waren es die Gäste, die mit einem 3:2-Vorsprung in die Kabine gingen, da ein Freistoß von Bormann direkt im Winkel landete (42.).

Nach dem Wechsel war vom RSV II kein Aufbäumen zu spüren. Einzig Edel hatte bei seinem Kopfball Pech, dass er nur die Latte traf (54.). Langwedel stellte sich indes clever hinten rein und lauerte auf Konter. Die Entscheidung fiel schließlich in der 70. Minute, als Reuter wieder zu spät gegen Daniel Throl zur Stelle war. Dieses Mal allerdings im Strafraum. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Tino Heimbruch mit seinem dritten Treffer sicher zum 4:2.

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