4:0 – Mittelfeld-Mann legt gegen Bremervörde mit Doppelpack vor 

Langwedel: Nach Tiedemanns Torhunger früh satt

Ein beweglicher Stürmer: Langwedels Jona Oesterling (l.), der sich hier gegen BSC-Kapitän Karallus behauptete. J Foto: Hägermann

Langwedel - Von Ulf von der Eltz. Dass es so einfach werden würde, verschlug sogar dem verletzten Daniel Throl die Sprache: „Ich hätte nicht gedacht, dass die Jungs Bremervörde in der ersten Halbzeit so vom Platz fegen. Aber es gab auch überhaupt keine Gegenwehr.“ Mit einem 4:0 (4:0) kletterte der FSV Langwedel-Völkersen am Sonntag auf den vierten Platz der Bezirksliga-Tabelle. Da konnte Trainer Benjamin Nelle auch verschmerzen, dass seine Elf das Resultat im zweiten Durchgang eher verwaltete: „Das ist völlig okay. Wichtig war, davor die Schwächen der Gäste auszunutzen. Wir sind konsequent über die Außen gekommen und haben viele Bälle gut in den Fuß gespielt. Da haben wir Super-Fußball gezeigt.“

Von Beginn nahmen die Rot-Schwarzen das Heft in die Hand, leiteten durch frühe Ballgewinne immer wieder gefährliche Angriffe ein. Ob über links, über rechts oder durch die Mitte – Bremervördes Abwehr stand viel zu offen und bekam überhaupt keinen Zugriff auf die Gastgeber. Die Abwehr wirkte überaus unsortiert und verlor oft die Übersicht. Die Langwedeler nutzten die völlige Breite des Platzes aus und erarbeiteten sich eine Vielzahl an Chancen. Dabei entwickelte Niklas Tiedemann gehörigen Torhunger: Zunächst schlenzte der Mittelfeld-Mann einen Freistoß über die Mauer zum 1:0 ins untere Eck (15.). 

Der bewegliche Stürmer Jona Oesterling sorgte ebenfalls für Gefahr vor dem BSC-Strafraum, seinen Heber nach klugem Pass des geschickten Ballverteilers Frederik Bormann wehrte Keeper Tomas Pipiska gerade noch ab (23.). Dann der schönste Treffer des Tages: Eine gelungene Kombination über vier Stationen schloss Tiedemann mit einem trockenen Flachschuss zum 2:0 ab (26.). Nur fünf Minuten später war der Dreier praktisch schon in der Tasche: Nach Hereingabe von Louis Gehrke, der fast nur den Vorwärtsgang kannte, traf Jan-Ole Ernst zum 3:0 ins leere Tor. Symbolisch das 4:0 für die Nelle-Elf: Nach Balleroberung schlug Ernst das Leder auf die rechte Seite zu Piet Niemann, dessen Pass nutzte Oesterling mit einem satten Schuss in den Winkel (40.). Auf der anderen Seite geriet das Tor von Moritz Nientkewitz überhaupt nie in Gefahr.

Dafür musste der FSV-Keeper kurz bangen, als ein 35-Meter-Schuss von Steingröver nur knapp über den Kasten flog und er selbst im Netz zappelte (66.). Im zweiten Abschnitt hatten die Platzherren einen Gang zurückgeschaltet, sie schienen schon satt zu sein. Bremervörde stand hingegen nun wesentlich enger und verteidigte so auch besser. Die Folge: Langwedel besaß nur noch wenige Chancen – die beste erst in der Nachspielzeit: Gehrke tauchte nach Groß-Freistoß kurz vor dem Kasten auf, setzte die Kugel aber an den Innenpfosten (90.+1).

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