Etelser fehlt gesperrt / „Verden die schönste Jugendzeit“

Micha Langreder blutet das Herz schon vorm Derby

Etelsens Fußballer Micha Langreder im Vorwärtsgang.
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Dynamisch nach vorne: So werden die Fans Etelsens gesperrten Micha Langreder im Derby nicht sehen.

Er trug in seiner Jugendzeit das Trikot des FC Verden 04: Für Micha Langreder vom TSV Etelsen sollte das Landesliga-Derby wieder mal die sportliche Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte werden. Doch er fehlt gesperrt. Der 27-Jährige spricht über seine Gemütslage - und auch über die Zukunft.

Verden/Etelsen – Es ist wieder soweit – das Landesliga-Derby zwischen dem FC Verden 04 und dem TSV Etelsen wird auch am Sonntag elektrisieren und zahlreiche Fans locken. Für die Fußballer steht im Evergreen immer ein Highlight an – ein besonders dazu, wenn sie schon einmal für den anderen Verein aktiv waren. Einer von ihnen: Micha Langreder. Doch der Mittelfeld-Mann der Schlossparkkicker betritt den Hubertushain diesmal in Zivil.

Mit seiner fünften Gelben Karte beim 4:3 über Westercelle handelte sich der 27-Jährige eine Sperre ausgerechnet für den Lokalfight ein. Was dem Nienburger das Herz bluten lässt, zumal ihn die Sperre unverhofft traf: „Natürlich ärgert mich das. Ich hatte gar nicht gewusst, dass schon vier Verwarnungen auf dem Konto standen. Sonst hätte sich mich sicherlich im Zweikampf zurückgehalten und das Aus nicht riskiert.“

Micha Langreder: „Ich werde die Jungs von Außen puschen“

Trotz seines persönlichen Pechs will Langreder mithelfen, dass die Kollegen nicht mit leeren Händen auf die Heimreise gehen: „Ich werde die Jungs von Außen puschen, vielleicht bringt das die letzten Prozente.“ Wobei der Etelser selbst bei einer Pleite noch gute Chancen auf die Meisterrunde sieht: „Es kommt ja Sonntag zum Match Westercelle gegen Gellersen. Da wird Westercelle motiviert sein und hoffentlich punkten. Am letzten Spieltag tüten wir Platz vier dann gegen Breese ein!“

Das Duell mit dem Schlusslicht hält auch Nils Goerdel für bedeutender. „Sicher würde uns ein Remis in Verden guttun. Aber das ist für mich ein Bonusspiel, viel wichtiger dürfte der Abschluss gegen Breese sein.“ Und genau aus diesem Grund findet Etelsens Coach das Fehlen seines Mittelfeld-Strategen nicht richtig schlimm: „So ist mit Michas Sperre lieber.“

Neubarth bangt um Austermann - Goerdel muss auf Schöning verzichten

Im Derby der Fußball-Landesliga am Sonntag (14 Uhr, Hubertushain) plagen sowohl den gastgebenden FC Verden 04 als auch den TSV Etelsen einige Personalsorgen – in erster Linie betrifft das den Offensiv-Bereich. Frank Neubarth, Coach des Staffel-Spitzenreiters muss definitiv auf Kevin Brandes verzichten, dessen Gelb-Rote Karte er weiterhin von den Ahlerstedtern als provoziert betrachtet. Darüber hinaus bangt der Allerstädter noch um Jonas Austermann, der mit einer Muskelverletzung zuletzt nach 60 Minuten vom Platz musste. „Unsere besten Torschützen sind nicht eins zu eins zu ersetzen. Mal sehen, wie ich aufstellen werde“, meinte Neubarth am Freitag. Fehlen wird Sechser Jan-Ole Müller mit einer Oberschenkelzerrung, dafür kehrt Jonathan Schmude nach Sperre zurück und könnte mit Luis Saul den „Doppel-Staubsauger“ geben.

Auf Gäste-Seite muss Stürmer Timo Schöning passen, der mit Muskelfaserriss erst wieder nach der Winterpause eingreifen kann. Ob Pascal Döpke, nach Krankheit wieder im Kader, schon für die Startelf infrage kommt, ließ Trainer Nils Goerdel offen. Während Außenverteidiger Kevin Bähr mit Knieverletzung ausfällt und durch Nico Meyer oder Christopher Petzold ersetzt wird, stehen Jan-Luca Lange und Christian Heusmann zur Verfügung. „Wir dürfen den Verdener keine Räume geben, mit ihrer Raute im 4:4:2 sind sie schwer zu spielen“, so Etelsens Coach Goerdel.

Da die FC-Verantwortlichen mit starkem Andrang rechnen, bitten sie die Fans, wegen eingeschränkter Parkmöglichkeiten auf Plätze am Verwell oder bei Lidl auszuweichen.

Langreder selbst hat vor dem Job als Einpeitscher nur positive Erinnerungen an Verden. Obwohl sein Engagement an der Aller schon rund zehn Jahre her ist, von Januar 2010 bis Juni 2012 trug er in der U19 das FC-Trikot. „Ich hatte ja schon einige Vereine, aber die Zeit in Verden war die schönste während meiner Jugend“, erinnert sich der Nienburger. Dort ist er nach dem Studium des Bau-Ingenieurswesen in Bremen wieder hingezogen und übernahm den Betrieb des Vaters.

Micha Langreders nahe Zukunft könnte im Kreis Nienburg liegen

Da der Aufwand dadurch größer geworden ist, kann sich Langreder vorstellen, in naher Zukunft wieder bei einem Club im Kreis Nienburg anzuheuern, wo der SV Erichshagen sein Heimatverein ist: „Das hatte ich schon öfter überlegt, aber immer wieder verworfen. Denn in Etelsen fühle ich mich sauwohl, wir haben eine geile Mannschaft, einen geilen Trainer und ein geiles Umfeld.“ Seit Sommer 2015 genießt er dieses Ambiente.

Auch wenn er nicht immer seine Lieblingsrolle auf der Sechs einnehmen darf. Langreder agierte schon auf der Acht oder bei personeller Not auch als Innenverteidiger: „Auf der Sechs fühle ich mich halt am besten, weil ich sehr viel am Spielaufbau beteiligt bin.“ Außer am Sonntag.

Von Ulf Von Der Eltz

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