Zweiteilung beschlossen / Kein Pokal

Landesliga und Bezirksliga gesplittet

Claudia von Kiedrowski.
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Claudia von Kiedrowski.

Verden/Rotenburg – Die Vereine der Fußball-Bezirksliga werden in der kommenden Serie in zwei Staffeln aufgeteilt. Auch die Landesliga wird gesplittet, um weniger Spieltage zu haben. Anschließend wird die Saison in einer Meister- und einer Abstiegsrunde fortgesetzt. Das ist das Ergebnis der jüngsten Sitzung des Bezirksspielausschusses, der am Montagabend in Melbeck tagte. Die Saison soll eigentlich am ersten September-Wochenende starten, die Zahl der Absteiger erhöht sich.

„Ja, auch die Landesliga wird geteilt. Uns fehlen vorne vier Termine. Ab einer 17er-Staffel kannst du das vergessen. Sonst würden wir ein unnötiges Risiko eingehen“, verweist der Spielausschussvorsitzende Jürgen Stebani, gleichzeitig Spielleiter der Landesliga, am Dienstag auf Nachfrage dieser Zeitung auf die Auswirkungen und die Gefahr der Corona-Pandemie. Er hatte noch vor zwei Wochen erklärt, eine normale Saison in einer Staffel sei organisatorisch hinzubekommen und wünschenswert. Aufgeteilt wird nun im Reißverschlussverfahren nach Tabellenstand und nicht nach regionalen Gesichtspunkten. Klar ist laut Stebani, dass es fünf Absteiger gibt.

Auch in allen vier Bezirksligen findet dieses Verfahren Anwendung. Claudia von Kiedrowski, zuständige Staffelleiterin der Bezirksliga 3 (Kreise Verden, Osterholz, Rotenburg) hatte eigentlich jedoch ein anderes Modell präferiert. Sie wollte eine einfache Hinrunde spielen lassen, in der jedes der 21 Teams einmal gegen die anderen Mannschaften ran muss. Damit hatte sie sich gegenüber den Kollegen im Ausschuss aber nicht durchsetzen können.

„Ich musste mich schweren Herzens vom meinem Modell verabschieden“

„Ich musste schweren Herzens von meinem Modell, das ich für äußerst fair halte, Abschied nehmen. Letztlich hatte ich dabei wohl nicht alle Eventualitäten bedacht“, meinte die Etelserin. In erster Linie der zeitliche Druck sowie mögliche weitere Vorgaben der Politik seien entscheidend gewesen: „Wir wissen immer noch nicht, wann wir loslegen können, wie die aktuell bis 31. August geltende 30-Personen-Regel für ein Fußballspiel verändert werden kann und ob es vielleicht doch noch einen Lockdown geben wird. Also müssen wir irgendwie sehen, dass wir mit der Saison durchkommen.“ Da Erstellung der Spielpläne, Einberufung des Staffeltages und weitere organisatorische Dinge eine gewisse Vorlaufzeit benötigten, kann sich Claudia von Kiedrowski einen Start am ersten September-Wochende ohnehin nicht mehr vorstellen.

Wie in ihrem Ursprungsmodell sind in der Bezirksliga 3 nur die anschließende Auf- und Abstiegsrunde der ersten fünf und letzten fünf beziehungswiese sechs beider Gruppen geblieben. Dort wird dann nur noch gegen die Teams gespielt, gegen die in der „Vorrunde“ nicht gespielt worden ist. Am Ende müssen hier mindestens sechs Mannschaften aus der Abstiegsrunde die Klasse verlassen. Wie Stebani erklärt, solle nach zwei Jahren die gewohnte Ligastärke wieder hergestellt sein. Die Klassen waren dadurch angewachsen, dass es aufgrund des Saisonabbruchs keine Absteiger, aber Aufsteiger gab. „Wir können über zwei Jahre abbauen, das geht“, ist Stebani überzeugt.

Nur eine Randnotiz – weil ohnehin schon angekündigt – ist die Absetzung des Bezirkspokals in dieser Saison. „Das ist final beschlossen. Das lässt sich zeitlich nicht darstellen“, erklärt Stebani.

Die Staffeleinteilungen

Landesliga: Gruppe 1: Treubund Lüneburg, SV Ahlerstedt/Ottendorf, VfL Lüneburg, FC Verden 04, TSV Gellersen, VfL Westercelle, Teutonia Uelzen, VfL Breese-Langendorf, TSV Etelsen. Gruppe 2: TuS Harsefeld, SV Drochtersen/Assel II, VfL Güldenstern Stade, SV BW Bornreihe, TSV Ottersberg, VSV Hedendorf/Neukloster, ASC Cranz-Estebrügge, TSV Elstorf. Bezirksliga 3: Gruppe 1: TSV Bassen, Heeslinger SC, SV Ippensen, FSV Langwedel/Völk., TV Sottrum, TSV Achim, RW Achim, MTV Riede, MTSV Selsingen, TSV Thedinghausen, FC Worpswede. Gruppe 2: TuSG Ritterhude, FC Hambergen, SVV Hülsen, SV Pennigbüttel, TV Oyten, FC Schwanewede, VSK Osterholz-S., TSV Fischerhude/Q., SV Löhnhorst, VfL Visselhövede.

Der Modus

Sowohl für die beiden Landesliga- als auch für die beiden Bezirksliga 3-Gruppen gilt laut Mitteilung des Bezirksverbandes jeweils folgender Modus: Gespielt wird zunächst Jeder gegen Jeden mit Hin- und Rückspiel. Nach Abschluss dieser Qualifikationsrunde erfolgt eine Aufteilung in eine Meister- und eine Abstiegsrunde. Dabei verfallen die bislang erzielten Punkte allerdings nicht – sie werden vielmehr mitgenommen in die abschließende Serie. Dafür entfallen in Meister- und Abstiegsrunde all jene Duelle, die bereits in der Qualifikation ausgetragen wurden. „Auf diese Weise ist die Qualifikation werthaltig“, erklärt Spielausschussvorsitzender Jürgen Stebani.

Von Matthias Freese Und Ulf Von Der Eltz

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