Landesliga: HSG Phoenix stutzt TSV Morsum die Flügel / „Am Ende fehlten uns die Ideen“

30:33 – Dopmann & Co. nicht aggressiv genug

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Selten von Phoenix’ Abwehr zu stoppen: Tanja Dopmann erzielte zehn Tore für Morsum.

Kreis-Verden - Von Björn Lakemann. MorsumKreis-Verden - Von Björn Lakemann. Handball-Landesligist TSV Morsum schlich nach dem Topspiel gegen Spitzenreiter HSG Phoenix mit hängenden Köpfen vom Spielfeld. Ganz anders sah die Gefühlslage bei den Gästen aus, die mit 33:30 (20:17) in der Morsumer Schulturnhalle das bessere Ende für sich hatten. Für TSV-Coach Martin Eschkötter ging die Niederlage in Ordnung und er fand: „Die haben ihren Torkreis aggressiv verteidigt. Das war bei uns nicht der Fall und am Ende fehlten uns die Ideen.“ Trainerpendant Thomas Reinberg fand die übergroße Nervosität auffällig. „Wir haben die zuerst abgelegt und so ein torreiches Spiel macht den Zuschauern mehr Spaß“, bekannte der ehemalige Coach des TV Oyten II.

In der Tat waren über 150 Zuschauer am verregneten Sonntag gekommen und sahen ein Auf und Ab. Schnell führten die Gäste mit 4:1. Dann legte der TSV seine Manschetten ab und sorgte mit sechs Buden am Stück für den totalen Umbruch. Mit 7:4 führten die Morsumerinnen, bei denen Tanja Dopmann zehnmal traf. Durch konzentriertes Spiel mit wenigen technischen Fehlern setzten die Hausherrinnen Nadelstiche und piesackten den Primus. Doch die Gäste, angeführt von der achtfachen Torschützin Nadine Berger, schlugen zurück. Zwei Minuten vor der Halbzeit glich Morsums Maike Röpke beim 16:16 letztmals aus. Leichte Ballverluste führten zum Pausenrückstand. „20 Gegentore sind zu viel, hinten müssen wir zulegen. Uns fehlt einfach der Biss in der Deckung“, so Eschkötters Pausenanalyse. Zwar konnte Alina Wollering auf 18:20 verkürzen. Eschkötters Tipp „ihr solltet den Kopf oben behalten“ wurde nicht beherzigt. In der Folge waren die Gäste am Drücker und stellten auf 26:20 (39.). „Ihr sollt Druck aufbauen und anstoßen“, schickte Eschkötter hinterher. Zwar schaffte Tanja Dopmann das 27:30 (52.), doch im nächsten Schnellangriff erlaubte sich Saskia Küster einen leichten Ballverlust, den der Tabellenführer konsequent bestrafte – 27:32 (54.). Die Messe war gelesen und die Gäste waren „einen Tick besser,“ wie Tanja Dopmann einräumte.

Tore TSV Morsum: Dopmann (10), Röpke (9), Wollering (4), Gohl (2), Leuters (2), Stadtlander-Wilkens (2/1), Wiese (1).

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