Etelsens Goerdel will „volle Saison“

Landesliga: Aufteilung unerwünscht

Nils Goerdel
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Nils Goerdel

Etelsen/Verden – Zwar sind seit Montag wieder Testspiele in Niedersachsens Fußball erlaubt – wenn auch die Maximal-Zahl der beteiligten Personen von 30 nicht überschritten werden darf – so weit wie in der Oberliga sind die Planungen für die Landesliga aber längst noch nicht vorangeschritten. Während für das Oberhaus mit dem TB Uphusen bereits die Zweiteilung verkündet worden und das erste September-Wochenende für den Saisonstart vorgesehen ist (wir berichteten), konnte Staffelleiter Jürgen Stebani für die Landesliga am Dienstag auf Nachfrage dieser Zeitung noch keine Details auf den Tisch legen.

„Wir halten zunächst am Vorhaben mit einem Beginn Anfang September fest, werden aber sicher frühestens in unserer Sitzung in der letzten Juli-Woche Beschlüsse fassen können“, meinte der erfahrene Sportfunktionär aus der Samtgemeinde Ilmenau. So lange müssten sich die Vereine noch gedulden. Wobei Stebani unterstreicht, „dass ich mir vor ein paar Wochen den September-Termin überhaupt noch nicht vorstellen konnte, jetzt aber bin verhalten optimistisch. Es sind ja wieder Testspiele möglich, wenn auch mit etlichen Einschränkungen.“

Was die Landesliga-Teams brennend interessieren dürfte, ist die Frage nach einer eventuellen Aufsplittung. Die hält Stebani „eher für unglücklich, denn in erster Linie spricht die ungerade Zahl von 17 Teams dagegen. Es würde eine ungleiche Anzahl an Spielen ergeben. Das ist also etwas schwieriger als in Regional- und Oberliga.“ Der Funktionär würde in die Entscheidungsfindung gerne einfließen lassen, „dass wir mit der 17er-Staffel klarkommen müssten, wenn Anfang September tatsächlich der Punktspielbetrieb aufgenommen werden könnte.“

„Start Anfang September unabdingbar“

Da durch den verspäteten Saisonstart angesichts drohender Ausfälle wegen der Witterung in den späten Herbstmonaten ohnehin schon Terminnot entstehen dürfte, wird Ende Juli auch über die Austragung des Bezirkspokals final entschieden. Stebani ließ durchblicken, dass dieser Wettbewerb in der anstehenden Serie wohl weichen müsse.

Über eine Aufteilung der Landesliga hat Nils Goerdel, Trainer des Aufsteigers TSV Etelsen, indes „noch gar nicht nachgedacht. Ich würde sowieso am liebsten eine volle Saison absolvieren.“ Verständlich angesichts der früh unter- und dann abgebrochenen Serie 2019/20. Wobei dem Erfolgscoach der Schlossparkkicker bewusst ist, „dass für eine komplette Runde der Start Anfang September unabdingbar ist. Denn wir können dann ja nicht mehr so viele Abendspiele einflechten.“

Fitschen: „Wir können es nicht beeinflussen“

Ob nun eine Splittung oder eine nur einfache Runde das  Allheilmittel sind, bezweifelt Goerdel, der seine Aufsteiger am kommenden Sonntag (11.30 Uhr) zum Trainingsstart bittet, nachdem sie in der langen Pause lediglich einmal zusammen gekommen waren: „Gerade in den Derbys würden bei einer einfachen Runde die Klubs in die Röhre schauen, die dann in diesen Duellen kein Heimrecht hätten. Und gegen eine Aufteilung, die eigentlich gar nicht so schlecht wäre, spricht die ungerade Zahl der Mannschaften.“ Eine ganz normale Punktrunde und kein Pokalwettbewerb lautet somit die klare Vorstellung.

Kollege Jan Fitschen vom TSV Ottersberg gibt sich in dieser Hinsicht völlig gelassen: „Erstens hängt alles davon ab, wann wir starten. Und zweitens können wir es ja nicht beeinflussen, so gesehen ist es mir egal. Wahrscheinlich ist aber, dass uns auch eine Aufteilung wie in den anderen Klassen treffen wird.“ Der Coach hat seine Schützlinge schon laufend auf dem Platz, richtet die Planungen auf einen Beginn am 6. September aus und will dafür am Dienstag, 28. Juli, in die intensive Vorbereitung einsteigen.

Brunken plädiert notfalls für Verlängerung

Die beginnt beim FC Verden 04 am Dienstag, 21. Juli (19.30 Uhr), gefolgt von Einheiten am Donnerstag und Freitag. Das erste Testspiel ist auch schon terminiert, die Neubarth-Elf gastiert am Sonntag drauf (12 Uhr) beim Bezirksligisten FSV Langwedel-Völkersen. Am Hubertushain gehen alle vom Kick-Off am 6. September aus. Nicolas Brunken: „Über etwas anderes haben wir gar nicht gesprochen und wünschen uns auch diesen Termin.“

Ebenfalls richten sich die Allerstädter auf eine normale Saison ein. „Bei 17 Vereinen sollte das möglich sein. Und bei zu vielen Ausfällen müsste man halt am Ende um zwei Wochen verlängern“, ergänzt der Sportdirektor. Bei den Heimspielen sollte die Chance bestehen, Beschränkungen von 50 Zuschauern nicht einhalten zu müssen: „Wir haben ja reichlich Sitzplätze zur Verfügung, können also auch mehr Fans unterbringen.“

Von Ulf Von Der Eltz

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