Landesliga-Aufsteiger unterliegt in einem harmlosen Derby gegen TSV Etelsen nach 0:3 mit 2:3

TSV Bassen wacht viel zu spät auf

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Bassens Dennis Wiedekamp (am Ball) gehörte zu den auffälligsten Akteuren in einem eher blutleeren Derby.

Bassen - Von Frank von Staden. 70 Minuten lang dümpelte das bis dahin sehr einseitige Landesliga-Derby zwischen dem TSV Bassen und dem TSV Etelsen dem erlösenden Schlusspfiff entgegen, führten die Gäste bis zu diesem Zeitpunkt hochverdient mit 3:0. Doch mit ihren beiden einzigen Torchancen in diesem Spiel machten es die Hausherren noch einmal spannend, konnten aber letztlich dann nicht mehr den hohen Rückstand wettmachen und unterlagen am Ende mit 2:3 (0:1).

„Das wäre auch des Guten weiß Gott zuviel gewesen. Denn wir hatten ja bis zum ersten Gegentor aber auch alles im Griff und unter Kontrolle. Dann aber mussten wir auf einmal noch um den sicher geglaubten Sieg zittern, nachdem wir nicht mehr konzentriert genug gearbeitet haben“, konstatierte da später Etelsens Coach Bernd Oberbörsch erleichtert. Ähnlich sah es sein Pendant Marco Holsten, der durch diese vermeidbare Niederlage mit seinem Team im Abstiegskampf weiter auf der Stelle tritt: „Schon komisch, gegen Etelsen liefern wir immer wieder eine ganz schwache, erschreckende Leistung ab. Bis zum 0:1 haben wir es zumindest defensiv ganz gut gemacht, nach vorn aber war das herzlich wenig von uns. Beim 0:2 hat man dann gemerkt, dass ein Heiko Budelmann nicht oft Innenverteidiger spielt. Und nach dem 0:3 habe ich gedacht, es wird ein gebrauchter Tag. Ärgerlich, dass wir nicht früher aufgewacht sind!“

Das Übel für die Grün-Roten, die im ersten Abschnitt nicht einmal Keeper Dario Jahn prüfen konnten, nahm kurz vor der Pause seinen Lauf, als die Platzherren das Leder nicht aus der Gefahrenzone bringen konnten und sich im 16er unsortiert zeigten. So konnte dann Nils Deke einen Altevoigt-Pass ungehindert im Tor von Tim Kettenburg unterbringen, der den verletzten Christian Rathjen ganz ordentlich vertrat.

Kurz nach der Pause dann der nächste Nackenschlag für die Platzherren, als Maximilian Altevoigt ein feines Zuspiel von Simon Gloger eiskalt zu nutzen wusste. Und es kam noch schlimmer für die Bassener, nachdem der kurz zuvor eingewechselte Nicolai Gräpler eine Flanke von Maximilian Jäger nach Konter verwerten durfte (68.).

Doch nur 60 Sekunden später wurde der Aufsteiger dann endlich durch Björn Kaib aus seiner Lethargie gerissen, nachdem dieser mit sattem Schuss aus gut 20 Metern erfolgreich war – die erste nennenswerte Chance der Grün-Roten überhaupt. Und nur drei Minuten später kam es noch besser für den Aufsteiger, der jetzt endlich versuchte, in diese Partie zu finden. So zirkelte Denis Schymiczek einen Freistoß in den Winkel zum 2:3 (72.). Von da an wurde die zuvor breite Brust der ebenfalls ersatzgeschwächten Etelser immer schmaler, versuchten diese nun ihrerseits die Partie zu verschleppen, was ihnen dann auch gelang.

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