Landesliga: Zum Abschluss Harsefeld besiegt / Coach Leilo zeigt Dankbarkeit

Steen Burford heizt Verdens Festtags-Stimmung an – 2:1

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Mit diesem Schuss erfolglos – später aber Schütze des 1:0 für Verden: Der oft offensive Verteidiger Steen Burford.

Verden - Von Ulf von der Eltz. Trainer Ziad Leilo verabschiedete sich von seiner Elf – bis zur Weihnachtsfeier in zwei Wochen. Bei der dürfte so richtig die Post abgehen, denn Landesligist FC Verden 04 beschloss das Fußball-Jahr am Sonntag mit einem verdienten 2:1 (1:1)-Erfolg über den TuS Harsefeld, kletterte nach dem zweiten Heimsieg in Folge wieder auf den siebten Rang und legte satte zehn Punkte Abstand zum ersten Abstiegsplatz.

Leilo nahm die Glückwünsche von Boss Andreas Höttler freudestrahlend entgegen, schon weit vor dem Fest wurde dem Coach besinnlich ums Herz – er zeigte Dankbarkeit: „Schön, dass mich die Verantwortlichen als Trainer in Ruhe weiter arbeiten ließen, als es zwischendurch mal nicht so lief.“ Das zeichne den Verein aus und sei die Grundlage für das gute halbe Jahr des Aufsteigers.

Dabei war es gegen Harsefeld ein langer und harter Weg zum Erfolg. Wie beim 0:3 aus dem Hinspiel attackierte die Mandel-Elf den FC früh, brachte ihn in der Anfangsphase von einer Verlegenheit in die andere. „Wir haben keinerlei Zugriff gefunden“, erklärte Leilo die fehlende Ordnung. Lediglich eine Menge Glück und Keeper Stefan Wöhlke bewahrten die Allerstädter vor einem Rückstand.

Schlagartig besser wurde es jedoch mit der Führung: Nach einer Ecke sowie drei vergeblichen FC-Versuchen, die Kugel aufs Tor zu bringen, schloss der aufgerückte Steen Burford von der Strafraumgrenze flach zum 1:0 ab (14.). Damit heizte der Außenspieler die Festtags-Stimmung praktisch erst an. Die Abwehr mit dem Innenverteidiger-Duo Marco Wahlers/Waldemar Wart bekam die nötige Sicherheit, der Ball lief gefällig auf dem Kunstrasen durch die Verdener Reihen. Fast wäre auch rasch der zweite Treffer gelungen: Jonathan Schmude passte geschickt auf die linke Seite, Patrick Zimmermanns Flanke hämmerte Sebastian Koltonowski an die Latte (19.). „Mit dem 2:0 wären wir noch stärker geworden“, mutmaßte Leilo.

So kam Harsefeld, das immer nach vorne orientiert war, ins Match zurück: Nach schnellem Angriff über außen entwischte Dennis Osuch für einen Moment Rafael Franco, Verteidiger Wart kam zu spät – es hieß 1:1 (36.). Den Fehler nahm Leilo dem 18-Jährigen nicht krumm: „Das passiert so einem Jungen nun mal. Wäre Rafa 27, hätte ich sauer reagiert.“

Den Ausgleich steckte die Heimelf prima weg, zumal der eingewechselte Alexander Arnhold frischen Wind brachte. Der Mittelfeld-Wirbler war auch an der feinen Kombination beteiligt, an dessen Ende Schmude das Leder scharf reinbrachte und so Marcel Jacobi zum Eigentor zwang – 2:1 (55.). Franco nach Flanke des starken Stefan Younis (70.) und Schmude völlig freistehend nach holprigem Doppelpass mit Franco (88.) hätten mit dem dritten Tor vorzeitig alles klarmachen können.

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