Hülser stolz auf die Torjägerkanone / Wiederholung? / „FC-Interesse ehrt, aber SVV ein Super-Club“

Lambrich – er will’s noch einmal tun

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Da ist das Ding: Hülsens Torjäger Tolga Lambrich wird von unserem Mitarbeiter Dietmar Seesko mit der Trophäe ausgezeichnet.

Von Dietmar SeeskoHÜLSEN · „Das gibt es doch gar nicht – die hat ja Maik Alpert schon geholt. Ich bin richtig stolz, dass ich damit ausgezeichnet werde“, betrachtet Tolga Lambrich vom SV Vorwärts Hülsen die heiß begehrte Torjägerkanone dieser Zeitung von allen Seiten. 34 Treffer erzielte der 24-Jährige in der Meisterschaft der Fußball-Kreisliga und verwies damit Ibo Lailo (27 Tore) sowie Damir Begic (25) auf die Plätze.

In Verden geboren begann Lambrich in der G-Jugend beim Borsteler FC mit dem Fußball. Wechselte dann aber schnell zum damaligen TSV Verden, der jetzt FC Verden 04 heißt. Auf seinem sportlichen Weg hätte er ein ganz Großer werden können. In der C-Jugend spielte er beim FC 04 mit Dennis Diekmeier (aktuell Hamburger SV), Alexander Neumann (Ex-Jugend-Nationalspieler/jetzt beim Regionalligisten BSV Rehden) und Rafael Czichos (beim Drittligisten Rot-Weiß Erfurt, davor VfL Wolfsburg II) zusammen.

„Das war eine ganz tolle Truppe. Die drei gingen zum SV Werder Bremen. Klar wäre ich auch gern dort hin gewechselt. Aber ich hatte Wachstumsprobleme. Mich plagten ständig Schmerzen im Knie. Es ging einfach nicht. Wenn ich Dennis im Fernsehen sehe, kommt die Erinnerung,“, denkt der Goalgetter sehr gern an die erfolgreiche Zeit zurück.

Nicht ganz optimal verlief für seinen SVV die gerade beendete Kreisliga-Saison. „Wir hatten nach der Winterpause einen Durchhänger. Ich selbst war auch nicht ganz fit. Ging ins Sportstudio und meine Rückenbeschwerden waren weg. Schade, dass es zu Titel oder Relegation nicht gelangt hat. Mein Ziel ist mit dem verstärkten Team nächste Runde Meister zu werden,“ zählt Lambrich seine Mannschaft zu den ganz heißen Favoriten auf den Titel und direkten Aufstieg in die Bezirksliga.

Fast wäre der Stürmer dem Fußball verloren gegangen. Hatte zwei Jahre lang wenig Bock. Dann rief ihn Uwe Röhrs an – sein Ex-Trainer aus Verdener Zeiten. Der war inzwischen beim TSV Eystrup und überzeugte Tolga Lambrich wieder Fußball zu spielen. Beide stiegen in die Kreisliga Nienburg auf. „Dann wurde Uwe trotz Platz fünf entlassen und ging nach Hülsen. Nicht zu fassen. Mit Tarek Dar und Sascha Gohde ging ich aus Solidarität mit. Uwe war ein prima Coach. Seinen Nachfolger Cord Clausen kenne ich aus der Kreisauswahl. Ein ehrgeiziger und wie Uwe ein Super-Trainer,“ ist sich Lambrich sicher, das der SVV die richtige Wahl getroffen hat.

Sind seine Torjäger-Qualitäten anderen Vereinen verborgen geblieben? Der 24-Jährige schmunzelt: „Na ja. Da war zum Beispiel ein Anruf von Jens Dreyer, dem neuen Trainer des FC Verden 04. Das hat mich geehrt. Klar, der FC 04 wäre eine Hausnummer. Aber in Hülsen haben wir eine tolle Mannschaft. Es macht einfach Spaß. Der SV Vorwärts ist ein Super-Club“, bleibt Tolga Lambrich beim etwas anderen Verein. Selbstbewusst gibt sich der Angreifer beim Abschied. „Für mich ist klar, dass wir uns im nächsten Jahr wieder sehen. Ich hole mir die Kanone zum zweiten Mal.“ Hoppla – Tolga Lambrich wäre der erste Torjäger, dem das gelingen würde.

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