Kurztrip nach Genf

Ole Sagajewski: Achim statt Schweiz

Weilt bereits wieder in Achim: Ole Sagajewski. Foto: von Staden
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Weilt bereits wieder in Achim: Ole Sagajewski.

Baden - Ende Februar absolvierte Zweitliga-Volleyballer Ole Sagajewski sein letztes Spiel für den TV Baden. Nachdem er seine Wohnung in Bremen aufgelöst hatte, ging es nach Genf in die Schweiz. Ein halbes Jahr Jura-Auslandsstudium sollte anstehen. Sollte. Denn bereits zweieinhalb Wochen später weilt der 21-Jährige wieder in Deutschland – in seinem Elternhaus in Achim. Das Coronavirus lässt grüßen. „Ja, der ganze Aufwand hat sich wahrlich nicht gelohnt“, schüttelt da Sagajewski schon leicht enttäuscht den Kopf.

Bereits kurz nach seiner Ankunft in seinem neuen Domizil im Alpenland begannen sich die ersten ausländischen Studenten auf die Rückkehr in ihre Heimat vorzubereiten. „Die Amerikaner verließen als erste im Verbund den Campus, danach haben alle anderen zugesehen, dass sie ihre Sachen packen“, hatte auch Sagajewski schnell wieder seine sieben Sachen in den Koffern verstaut. Allerdings auch eine Aufgabenpaket. „Denn das Studium bleibt ja nicht liegen. Jetzt gehen die Kurse online über die Bühne. Vom Flair eines Auslandsstudiums hat das natürlich gar nichts mehr. Aber was muss, das muss“, sagt der Außenspieler des TVB, für den das jetzt eine echte Herausforderung wird. Denn alles läuft auf Englisch. Und Jura hat schon enorm viele fachspezifische Begriffe. Statt nachfragen heißt es nun nachschlagen.

So fehlte er dem TV Baden gerade einmal für ein Spiel, ehe er schon wieder „Hallo“ sagen konnte. Ob das allerdings nun positiv oder eher negativ ist – abwarten. Denn im Volleyball wurde bereits aufgrund des Virus die Saison für beendet erklärt, „und auch die Beach-Serie ist schon bis auf die Deutschen Meisterschaften am Timmendorfer Strand abgeblasen. Volleyball wird es so wohl eine längere Zeit nicht geben“, orakelt Ole Sagajewski. Und so könnte es sein, dass der sprunggewaltige Spieler vielleicht dann dem TVB fehlt (O-Ton Sagajewski: „Gut möglich, dass ich später einen erneuten Versuch im Ausland starten werde. Eine finale Entscheidung gibt es aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht!“), wenn die neue Saison wieder startet – wann auch immer. So verließ er vor wenigen Wochen sein Zweitliga-Team in der Tabelle auf einem sensationellen Platz sechs stehend, der Klassenerhalt war da schon eingetütet. Da es aufgrund des frühen Abbruchs in diesem Jahr keine Absteiger, aber durchaus Aufsteiger geben soll, dürfte die kommende Serie sehr hart werden. Da wäre ein guter Start enorm wichtig.

Ob der dann mit oder ohne Ole Sagajewski stattfinden wird – abwarten.

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