Oytens Drittliga-Handballerinnen entzaubern Primus HSV Solingen – 36:26

Kurz vor dem Feste nur das Beste

Lisa Bormann-Rajes (Bild, links) als auch Denise Engelke (r.) ließen es gegen den Drittliga-Spitzenreiter HSV Solingen-Gräfrath 76 in einem packenden Spiel aber mal so richtig krachen und erzielten gemeinsam 22 von insgesamt 36 Oytener Toren. J Fotos (2): Woelki

Oyten - Von Frank von Staden. Was für ein Jahresabschluss für die Drittliga-Handballerinnen des TV Oyten, die in heimischer Halle den Tabellenführer HSV Solingen-Gräfrath 76 beim hohen 36:26 (15:13)-Erfolg regelrecht entzauberten und dem Primus die zweite Saisonniederlage überbügelten. In der zweiten Hälfte einer über 60 Minuten packenden Partie spielten sich die Schützlinge von Coach Jörg Leyens in einen regelrechten Rausch und lieferten so kurz vor dem Weihnachtsfest ihre beste Saisonleistung ab.

„Ich hatte gehofft, dass es knapp werden würde. Aber dass wir denen solch eine Reise verpassen könnten, hätte ich nicht für möglich gehalten! Klar, die Spielweise von Solingen liegt uns. Das hat schon die knappe Hinspielniederlage gezeigt. Aber dass wir denen jetzt die Weihnachtsfeier dermaßen verhageln würden . . . ich bin überzeugt, unsere Feier wird um Längen schöner sein“, jubelte nach Spielschluss ein überglücklicher TVO-Übungsleiter, dessen taktischen Maßnahmen in dieser Partie zu 100 Prozent fruchteten. Und das, obwohl er verletzungsbedingt nur ein Rumpfteam an den Start bringen konnte, Stützpfeiler wie Jana Kokot, Denise Engelke oder auch die pfeilschnelle Lisa Bormann-Rajes durchspielen mussten und so kaum eine Verschnaufpause einlegen konnten, dafür aber eine unglaublich bärenstarke Leistung aufs heimische Parkett donnerten.

Viel Zeit zum Luftschnappen war aber gegen zeitweise auf Zweitliga-Niveau – zumindest in Durchgang eins – agierende Gäste auch gar nicht möglich. Denn nach schläfrigem Beginn schalteten die Solingerinnen bei jedem Fehler der Oytener Vampires blitzschnell um, egalisierten in wenigen Minuten einen 4:0-Lauf der Hausherrinnen und hielten die Partie durch viele Kontertore bis zur Pause absolut offen. „Ja, im ersten Durchgang haben wir es bei den schnellen Vorstößen des HSV nicht gut gemacht. Doch in Abschnitt zwei standen wir hinten ungemein sicher. Und wir hatten natürlich im Romina Kahler als auch Bryana Newbern zwei Torhüterinnen, auf die wir uns absolut verlassen konnten. In dieser Hinsicht waren wir Solingen im Vorteil“, urteilte Leyens.

Während Kahler dem Klassenprimus über rund 58 Minuten in vielen Aktionen den Nerv zog und die beste Torschützin der Liga, Vanessa Brandt (1 Treffer!), schier zur Verzweiflung trieb, war Newbern bei zwei ganz entscheidenden Gäste-Siebenmetern (45. und 53. Minute) zur Stelle. „Als diese Strafwürfe nicht reingingen, wusste ich, dass wir das Spiel heute für uns entscheiden würden“, verriet der TVO-Übungsleiter später. Zu diesen Zeitpunkten führten die Vampires mit 26:22 und 29:24. Von da an klappte bei den Oytenerinnen wirklich alles, beim Tagbellenführer gingen indes die Köpfe gänzlich nach unten. So wurde es dann noch eine richtige Abreibung für das Team aus der Nähe von Düsseldorf, dessen lange Rückfahrt sicherlich alles andere als stimmungsvoll verlaufen sein dürfte.

TV Oyten: Kahler, Newbern - Wiebke Meyer (3), Goldschmitt (2), Engelke (12/4), Bormann-Rajes (10), Otten (1), Kokot (6), Schulz, Anna-Lena Meyer (1), Lange (1).

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