Kuper-Rücktritt versetzt TSV Ottersberg in Schockstarre

Was nun, Herr Haltermann?

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Ein Bild mit Zukunft? Wolf-Hinrich Haltermann (r.) und Benedetto Muzzicato.

Ottersberg - Von Frank von Staden. Auch am Montag herrschte beim TSV Ottersberg immer noch Schockstarre: Der spontane Rücktritt von Fußball-Boss Torsten Kuper wirkte noch wie ein Volltreffer in die Magengrube nach. Passende Antworten hatte natürlich keiner parat. Auch die heimlichen Macher beim Oberligisten nicht, Wolf-Hinrich sowie Henning Haltermann.

„Ich habe die ganze Nacht kein Auge zugetan und kann mich auch heute Morgen noch gar nicht richtig konzentrieren. Derzeit weiß ich einfach nicht, wie es jetzt weitergehen soll“, zeigte sich Henning Haltermann von der Aktion seines im März 2014 inthronisierten Nachfolgers schwer angeknockt. Zumal er diesen Rücktritt einfach nicht nachvollziehen kann: „Ich habe mich Torsten Kuper gegenüber immer völlig loyal verhalten, ihn unterstützt, wo ich es konnte. Die ganze Situation bei uns ist gerade sehr brisant und alles andere als einfach. Jetzt müssen wir ganz schnell zu einer Lösung mit dem handelnden Vorstand kommen. Es ist ja bereits fünf Sekunden vor zwölf.“

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Wobei Haltermann nicht unerwähnt ließ, dass in den vergangenen Wochen im gesamten Verein nicht genug kommuniziert worden sei. Und in Richtung Kuper nachschiebt: „Ich zolle Torsten Respekt dafür, dass er die volle Verantwortung für alles übernimmt, was im Club vor sich gegangen ist.“

Die Ottersberger Ikone und auch sein Bruder Wolf-Hinrich versprachen am Montag aber schon einmal, „dass wir den Verein mit Sicherheit nicht im Regen stehen lassen werden.“ Vor allem der einstige Großsponsor dürfte dabei in den nächsten Tagen gefragt sein. Eigentlich wollte sich der Kaufmann voll aus der Verantwortung ziehen, nachdem sein Versuch im Winter gescheitert war, Benedetto Muzzicato als neuen Trainer zu installieren (wir berichteten).

Seit Montag aber geistert der Name Muzzicato wieder mit voller Wucht über den Wümme-Sportplatz. Denn der einstige Ottersberg-Spieler, der vor sechs Monaten ausstieg, Jugend-Trainer von Werder Bremen war und derzeit Mittelfeldakteur beim FC Oberneuland ist, könnte aufgrund seiner Beziehungen auf dem Bremer Spielermarkt und seines guten Verhältnisses zu den Youngstern im Ottersberger Team sofort helfen. Stellt sich nur die Frage, was dann aus dem noch von Kuper vor wenigen Wochen als Nachfolger von Trainer Axel Sammrey vorgestellten Hamberger Torsten Just werden würde. Auch Wolf-Hinrich Haltermann zuckt da nur mit den Schultern: „Das ist alles der Wahnsinn! So viele Streitereien wie in den abgelaufenen Wochen habe ich hier noch nie erlebt. Wir müssen jetzt aufpassen, dass nicht alles aus den Fugen gerät!“

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