KSB-Boss verweist auf den demografischen Wandel / „Noch mehr als Partner und Berater unserer Vereine fungieren“

Behling: Es gilt eine große Aufgabe zu lösen

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Gerhard Behling, Vorsitzender des Kreissportbundes, wünscht allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Langwedel - Von Dietmar Seesko. Die besinnlichen Weihnachtstage sind vorbei, viele sportliche Events des Jahres Geschichte, 2015 liegt vor uns – viel Zeit, sich mit zurückliegenden und kommenden Ereignissen zu befassen. Prädestiniert dafür ist Gerhard Behling, Vorsitzender des Kreissportbundes und Chef von rund 56000 Sportlern im Kreis Verden, der im folgenden Interview Stellung zu vergangenen und künftigen Highlights nimmt.

Was war für Sie das bedeutendste Sportereignis im Jahr 2014 ?

Behling: Das war wie für bestimmt sehr viele Sportfans die Fußball-WM mit dem Erfolg unserer Mannschaft.

In welcher Sportart hat Deutschland Ihrer Meinung nach 2014 international an Bedeutung verloren?

Behling: Leider im Handball. Als ehemaliger Handballer bedaure ich das sehr.

Nach dem Gewinn der Fußball-WM war Deutschland im Dauerjubel. Auch bei der Winterolympiade Olympia in Sotschi gab es etliche Erfolge, wenn sie auch geringer ausfielen als in Vancouver. Wie haben Sie die Olympiade erlebt?

Behling: Mit Bestürzung habe ich während der Bauphase der einzelnen Sportstätten die großen Eingriffe in die dortige Natur verfolgen müssen. Positiv waren für mich die Erfolge unserer deutschen Sportler.

Und was sagen Sie zu den Leistungen „Ihrer“ Sportler aus dem Landkreis Verden?

Behling: Da gab es wieder viele herausragenden Leistungen, die sich über alle Sportarten verteilen. Bis zu Titeln bei Deutschen Meisterschaften war alles dabei. Die erfolgreichsten Aktiven aus den fast 200 Vereinen werden bei der Ehrung der Meister am 18. Januar in der Aula des Gymnasiums Am Wall in Verden gesondert ausgezeichnet.

Sie sind als Sportfunktionär in erster Linie verantwortlich für eine angemessene Sportförderung durch den Landkreis Verden. Was waren da im vergangenen Jahr Ihre größten Sorgen?

Behling: Verantwortlich dafür ist nicht nur der Kreissportbund. Das ist meiner Meinung nach eine Aufgabe unserer Gesellschaft. Daher bin ich sehr froh, dass der Landkreis, die Städte und unsere Gemeinden im Landkreis Verden die Aufgaben auf einem weiterhin sehr hohen Niveau wahrnehmen und die Sportfördermittel unverändert bereitstellen. Auch der Landessportbund Hannover kann nun dank der Rechtskraft des Niedersächsischen Sportfördergesetzes über festgesetzte Fördermittel verfügen. Davon profitieren auch unsere Vereine. Ganz besonders bei der Förderung der lizensierten Übungsleiter und beim Sportstättenbau. Von daher war 2014 kein sorgenvolles, sondern ein weiterhin sehr erfreuliches Sportjahr.

Welche Auswirkungen hat der demografische Wandel auf den Sport und die Vereine?

Behling: Der demografische Wandel wirkt sich natürlich auch auf die Mitgliederentwicklung in den Vereinen aus. In den letzten Jahren haben wir die ersten rückläufigen Mitgliederzahlen bereits hautnah erlebt. Bei einer Analyse unserer Mitgliederstruktur stellen wir fest, dass die Mitglieder in der Altersgruppe ab 60 Jahre gerade in den Breitensportvereinen deutlich zugenommen haben. Da gilt es noch eine große Aufgabe zu lösen, da wir für diese Altersgruppe zunehmend mehr qualifizierte Übungsleiter benötigen. Auch die Sportstätten werden sich verändern. Es sind zukünftig nicht nur große Sporthallen notwendig. Dafür werden bedarfsgerecht ausgestattete kleinere Sporträume mehr denn je notwendig. Als Kreissportbund müssen wir daher auch mehr als bisher als Partner und Berater unserer Vereine fungieren, damit möglichst in allen Bereichen unseres Landkreises der Sport seine Position in der Gesellschaft behaupten kann.

Kommen wir zur Sport & Schau. Gibt es einen Programmpunkt, auf den Sie sich ganz besonders freuen, oder hat die Veranstaltung womöglich an Reiz verloren?

Behling: Ich freue mich natürlich auf die Ehrung der von der Bevölkerung im Landkreis Verden gewählten Sportlerinnen und Sportler sowie Mannschaft des Jahres. Die weiteren Programmpunkte werde ich mir mit Spannung und Interesse anschauen. Ob die Veranstaltung ihren Reiz verloren hat, kann ich heute noch nicht beurteilen. Feststellen kann ich jedoch, dass die Anzahl der Mitwirkenden bei der Sportlerwahl erneut gestiegen ist. Auch der Kartenvorverkauf ist sehr gut gelaufen. Von daher sind das, so glaube ich, ganz gute Vorzeichen.

Mal ganz weg vom Sport. Was hat Sie 2014 am meisten berührt? Was hat Sie besonders beeindruckt? Was ist Ihnen besonders nahe gegangen?

Behling: Die Entwicklung in der Ukraine mit den möglichen Auswirkungen auf das westliche Europa machen mich sehr besorgt. Besonders nahe gegangen sind mir plötzliche Todesfälle in meinem persönlichen Umfeld.

Noch ein Wort zum Abschluss.

Behling: Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und für 2015 natürlich ganz viel Gesundheit, Glück und Erfolg.

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