KSB-Boss hofft auf schnelle Lösung hinsichtlich der Belegung der Sporthallen durch Flüchtlinge / „Das Ehrenamt stärken“

Behling: Wir haben großes Verständnis erlebt

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Wünscht allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr: Gerhard Behling, Vorsitzender des Kreissportbundes Verden.

Verden - Von Jürgen Honebein. Das Jahr 2015 neigt sich in wenigen Stunden dem Ende zu. Unser Mitarbeiter Jürgen Honebein sprach mit Gerhard Behling nicht nur über regionale und überregionale Sportereignisse im vergangenen Jahr. Nein, der Vorsitzende des Kreissportbundes Verden aus Langwedel äußerte sich auch zu den möglichen Auswirkungen der Flüchtlingskrise den Sport betreffend und wagte zudem einen Ausblick auf das kommende Jahr.

Herr Behling, zunächst eine allgemeine Frage. Wie sehen die aktuellen Mitgliedszahlen des KSB 2015 aus? Sind sie steigend, konstant oder rückläufig und wie viele Vereine sind zur Zeit dem Kreissportbund Verden angeschlossen?

Behling: Nun, die Vereine melden uns ihre Mitgliedszahlen gerade erst in diesen Tagen. Wir haben daher noch keinen endgültigen Überblick. Wir nehmen deswegen an, dass in den uns angeschlossenen 193 Vereinen im Landkreis etwa 54000 Sportlerinnen und Sportler organisiert sind. Mit diesem Organisationsgrad im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung liegen wir gut über dem Landesdurchschnitt.

Bedingt durch die Flüchtlingskrise wurden auch etliche Sporthallen im Kreis Verden belegt. Wann können die Vereine damit rechnen, dass ihnen die Hallen wieder zur Verfügung stehen, denn der Spiel- und Trainingsbetrieb ist doch im Moment nicht gerade als optimal zu bezeichnen?

Behling: Sicherlich hat der Sportbetrieb der betroffenen Vereine bisher gelitten. Wir haben aber zur Lösung der Situation viel Verständnis und großes Entgegenkommen in den Vereinen erlebt. Wir können im Moment noch nicht absehen, wie lange die aktuelle Lage noch andauern wird. Wir wissen aber, dass der Landkreis und die Städte und Gemeinden intensiv an Lösungen arbeiten und zwar mit dem Ziel, die Unterbringung in Sporthallen möglichst bald zu beenden.

Wie klappt in diesem Punkt Ihre Zusammenarbeit mit der Politik?

Behling: Wir haben bisher reibungslos und konfliktfrei mit dem Landrat und den Bürgermeistern kooperiert.

Was waren in diesem Jahr für Sie die regionalen sportlichen Höhepunkte und waren Sie mit den Leistungen der heimischen Sportler zufrieden?

Behling: Unsere Sportlerinnen und Sportler liefern insgesamt ein breites erfolgreiches Bild ab, welches über zahlreiche Sportarten und Disziplinen verteilt ist. Woche um Woche können wir dieses in dieser Zeitung auf vielen Seiten nachverfolgen.

In der Fußball-Bundesliga sieht es für Werder Bremen nicht sehr gut aus. Schafft das Team noch den Klassenerhalt in diesem Millionenspiel und wer wird ganz oben stehen?

Behling: Persönlich habe ich große Bedenken, dass Werder die 1. Bundesliga halten kann, obwohl ich es dem Verein und vor allen Dingen den treuen Fans sehr wünsche. Denn schließlich sind die Bundesligaspiele im schmucken Weserstadion immer ein Erlebnis. Wer in dieser Saison wieder oben sein wird, ist glaube ich unschwer vorherzusagen.

Im internationalen Sport gab es dieses Jahr große Krisen. Im Fußball bei der FIFA, UEFA und dem DFB, aber auch die vielen Dopingfälle nicht nur in der Leichtathletik in Russland warfen ein schlechtes Bild auf den Sport. Was kann man Ihrer Meinung nach dagegen tun?

Behling: Mit der Aufnahme von Dopingmissbrauch im Strafgesetzbuch ist ein erster kleiner Anfang gemacht worden. Wichtig ist aber auch, dass die Öffentlichkeit reagiert und sich deutlich gegen Doping im Sport artikuliert. Ein bewusst angelegter Dopingmissbrauch ist verwerflich und gehört angeprangert.

Wie es zur Zeit aussieht, könnte der neue Präsident des Deutschen Fußballbundes mit Reinhard Grindel aus Rotenburg kommen. Ist das für den Kreissportbund Verden positiv und würden Sie das begrüßen?

Behling: Reinhard Grindel ist natürlich auch im Kreissportbund Verden und besonders bei unseren Fußballern im NFV Kreis Verden eine bekannte Persönlichkeit. Wir hoffen, das es ihm im Falle seiner Wahl gelingt, den DFB wieder auf Kurs zu bringen.

Wie wird Deutschland 2016 bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich abschneiden?

Behling: Als amtierender Weltmeister sind wir natürlich in der Favoritenrolle. Wäre toll, wenn die Mannschaft ins Endspiel käme.

Welche sportlichen Highlights warten auf uns im Kreis Verden im kommenden Jahr?

Behling: Die Sport & Schau am 9. Januar wird bestimmt wieder ein tolles Ereignis. Wir nehmen diese Veranstaltung immer gern zum Anlass, die gerade gewählten Sportlerinnen, Sportler und Mannschaften des Jahres 2015 dort auszuzeichnen und vor großer Kulisse zu ehren. Auch die Reitsportveranstaltungen in Verden sind hier als Höhepunkte zu erwähnen.

Was wünschen Sie sich für sich und Ihr Team für 2016 ?

Behling: Ich wünsche mir für unser Team im Kreissportbund, dass die Bereitschaft zur Übernahme von Aufgaben – zum Beispiel im Vorstand – zunimmt. Wir können jedenfalls bestätigen, dass die ehrenamtliche Arbeit im Vorstand immer noch viel Freude bereitet. Wir wollen uns daher besonders der Frage stellen: Wie können wir das Ehrenamt stärken? Dies gilt sicher auch im besonderen Maße für unsere Vereine. Persönlich wünsche ich mir ein sicheres und ruhiges Leben in unserem Land und natürlich Gesundheit für meine Familie und mich.

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