Handball-Verbandsligist SG Achim/Baden II trennt sich nach Talfahrt vom Coach / Schacht Interimslösung

Krone: „So geht man nicht mit mir um“

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Hält ab sofort keine Ansprachen mehr bei der SG Achim/Baden II: Karsten Krone.

Achim/Baden - Nach 1:19 Punkten trennen sich die Wege vom Handball-Verbandsligisten SG Achim/Baden II und Trainer Karsten Krone. Am Mittwochabend traf sich der verdiente Coach, der immerhin über 17 Jahre dem Verein die Treue hielt, mit SG-Manager Cord Katz und Vorstandsmitglied Dirk Krampe. Nach einer Stunde war klar, dass der 57-jährige Übungsleiter ab sofort nicht mehr für den Aufsteiger und Tabellenletzten verantwortlich sein wird.

„So geht man nicht mit mir um. Das ist ehrlich gesagt eine Schweinerei! Ich identifiziere mich total mit dem Verein und dem Team. Wir waren doch auf einem guten Weg“, zeigte sich Krone am Donnerstag völlig geschockt. Nachdem die SG-Reserve vor dem Weihnachtsfest lediglich noch das Spiel gegen den Wilhelmshavener HV II vor der Brust hat, kommt die Demission doch etwas überraschend. Die letzte Partie vor dem Fest gegen den ATSV Habenhausen fällt aus. 

„Wie üblich wirft der Verein den populistischen Anker mit einem Trainerrauswurf. Damit sollte wohl ein Akzent gesetzt werden“, motzt Krone sauer, nachdem er fast zwei Jahrzehnte im Club als Trainer verantwortlich war. Selbst als Verantwortlicher für das Flaggschiff 1. Herren sei er vor einiger Zeit angefragt worden.

Am Mittwoch hatten sich Katz und Krampe in Krones Wohnung angemeldet. In etwa einer Stunde erklärten die SG-Verantwortlichen dem Aufstiegstrainer ihre Gründe für den Rauswurf. In einer Pressemitteilung äußerte sich der Verein wie folgt: „Aufgrund der sportlichen Situation haben sich der SG-Vorstand und Karsten Krone in beiderseitigen Einvernehmen dazu entschlossen, die Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung zu beenden. Der Vorstand bedankt sich ausdrücklich für seine hervorragende und mit viel Herzblut vorbildlich geführte Arbeit in den letzten Jahren. Als Nachfolger wird, mindestens bis zum Saisonende, Florian Schacht bestimmt, der dem Team in dieser schwierigen Situation neuen Schwung verleihen könnte, um das erklärte Ziel Klassenerhalt noch zu realisieren.“ 

Für Karsten Krone ist zumindest das „beiderseitige Einvernehmen“ nicht gegeben und die heile Welt, die vom Vorstand vorgegaukelt wird, nicht gegeben. Auch seine Mannschaft sei geschockt ob dieser Nachricht.

Krone hatte vor dreieinhalb Jahren die SG-Reserve übernommen, nachdem Carsten Meyer die Brocken hingeschmissen hatte. Zu Landesliga-Zeiten hätte seine Team immer oben mitgespielt, bevor dem Trainer und seiner Mannschaft in der letzten Spielzeit der große Wurf mit dem Verbandsliga-Aufstieg glückte.

Doch nach diesem Aufstieg kam der große Umbruch. Benjamin Janssen hängte die Schuhe an den Nagel. Die Rückraumshooter Daniel Hoppe und Tim Borm gingen in die eigene Dritte. Zudem entschloss sich Kreisläufer Erik Schmidt, seinen Weg in der Oberliga-Ersten fortzusetzen. Und die frühe Verletzungen des etablierten Linksaußen Dominik Stoick sowie von Arne Zschorlich und Sören Meier hatten ihr Übriges getan. Die Verluste waren eine Klasse höher einfach nicht ersetzbar.

„Damals habe ich meine A-Jugend schweren Herzens aufgegeben. Von den Akteuren habe ich einige Spieler, wie zum Beispiel Moritz Schlebusch, Max Schirmacher oder auch Erik Schmidt, weiterentwickelt und begleitet“, so Krone. Das Konzept des Vereins und auch von Krone, junge Leute einzubinden, schlug fehl, obwohl die SG-Verantwortlichen dem Übungsleiter bescheinigen, sein Möglichstes versucht zu haben, um das Ruder noch herumzureißen.

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