Kripo wird „Fall TB Uphusen“ erst Ende Februar abschließen

Wettbetrug: Polizei lässt nicht locker

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Auch rund zweieinhalb Monate nach Ermittlungsaufnahme arbeitet die Kripo weiter hartnäckig am „Fall TB Uphusen“.

Uphusen - Von Frank von Staden. Der 1. November 2014 wird beim Fußball-Oberligisten TB Uphusen wohl als einer der schwärzesten Tage der Vereinsgeschichte eingehen. Denn nach dem 2:4 im Heimspiel gegen den SSV Jeddeloh kam der Verdacht der Wettmanipulation auf, wenige Tage später nahm dann die Kriminalpolizei Verden offiziell die Ermittlungen gegen zwei Uphuser Spieler auf (wir berichteten).

Rund zweieinhalb Monate später arbeiten die zuständigen Beamten immer noch akribisch an diesem Fall, dessen offizielle Bezeichnung gemäß §263 des Strafgesetzbuches als „gewerbsmäßiger Wettbetrug“ geführt wird. „Fakt ist, dass die Ermittlungen weiterhin andauern und auch erst Ende Februar von den Kollegen abgeschlossen werden. Herrin des Verfahrens ist allerdings die Staatsanwaltschaft. Sie wird nach Erhalt aller Akten letztlich entscheiden, wie in dieser speziellen Sache weiter verfahren wird“, erklärte gestern Marcus Neumann, Sprecher der Polizeiinspektion Verden/Osterholz, auf Nachfrage. Mehr wollte und konnte der Kriminalbeamte nicht zu dem aktuellen Fall sagen: „Zu einem laufenden Verfahren beziehen wir keine Stellung!“

Auch den TB Uphusen beschäftigt diese missliche Geschichte immer noch. Fakt ist, dass er sich von einem der Spieler definitiv getrennt hat und dieser auch schon seinen Pass angefordert hat, um sich einem Club im Bremer Raum anschließen zu können. „Nur weiß ich gar nicht, ob er das überhaupt kann. Nach meinen Informationen sind Sportler auch länderübergreifend gesperrt, wenn gegen sie ermittelt wird. Wie wir uns hier verhalten sollen, ist uns da völlig unklar. Wir warten jetzt erst einmal ab, was der Zwischenbericht der Kripo ergibt und werden dann intern entscheiden, wie wir uns verhalten“, erklärte gestern Nachmittag Uphusens neuer sportlicher Leiter Markus Nesemann.

Sollte der Bericht dann endgültig ergeben, dass die Spieler eindeutig in einem gewerbsmäßigen Wettbetrug verwickelt sind und die Staatsanwaltschaft den Fall vor Gericht bringt, dürfte sich beim Turnerbund die Frage auftun, ob er dann nicht selbst als Nebenkläger auftreten sollte. Nesemann: „Natürlich haben wir uns darüber schon einmal locker unterhalten, doch das würden wir ebenfalls intern beschließen!“

Übrigens: Auch der Niedersächsische Fußballverband hat laut des NFV-Juristen Steffen Heyerhorst Akteneinsicht gefordert. „Wir warten noch ab, werden erst danach tätig. Bis dahin sind beide Spieler spielberechtigt und könnten auch den Verband wechseln!“

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