TSV Etelsen muss nach 4:1-Führung noch zittern

Krimi mit Happy End am Schlosspark – 4:3

Als Luca Bischoff (links) die Etelser in der zweiten Halbzeit mit 3:1 in Führung gebracht hatte, schien die Partie bereits entschieden. Doch auch nach dem 4:1 musste gegen Westercelle noch mächtig gezittert werden.
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Als Luca Bischoff (links) die Etelser in der zweiten Halbzeit mit 3:1 in Führung gebracht hatte, schien die Partie bereits entschieden. Doch auch nach dem 4:1 musste gegen Westercelle noch mächtig gezittert werden.

Während die Spieler des VfL Westercelle völlig ausgepumpt zu Boden sanken, atmete Nils Goerdel erst einmal kräftig durch. Denn auch der Trainer des Fußball-Landesligisten TSV Etelsen wusste ganz genau, dass die Partie nicht viel länger hätte dauern dürfen. So aber rettete seine Mannschaft das 4:3 (1:0) über die Zeit.

Etelsen – „Das Zittern hätten wir uns natürlich gerne erspart. Aber letztlich sind wir ja selber Schuld, da wir das Spiel nach unserer klaren 4:1-Führung noch einmal unnötig spannend gemacht haben“, verwies der Etelser Trainer auf eine vogelwilde Endphase. Und die bescherte den Gastgebern sogar noch ein glückliches Ende, denn in der Nachspielzeit (90.+3) landete ein abgefälschter Ball der Westerceller nur knapp über dem Tor von Cedric Dreyer. Goerdel war es letztlich aber egal: „Klar, das können und müssen wir besser zu Ende spielen. Für mich ist der Sieg aber verdient. Auch, wenn es ein hartes Stück Arbeit war.“ Damit sind die Etelser ihrem erklärten Ziel, dem Erreichen der Meisterrunde, einen sehr großen Schritt nähergekommen.

Das Zittern hätten wir uns natürlich gerne erspart. Aber letztlich sind wir ja selber Schuld, da wir das Spiel nach unserer klaren 4:1-Führung noch einmal unnötig spannend gemacht haben.

Etelsens Trainer Nils Goerdel

In der richtungsweisenden Partie hatten die Gastgeber den deutlich besseren Start erwischt. Bereits in der zehnten Minute verpasste Timo Schöning nach Vorarbeit von Luca Bischoff die mögliche Führung. Nur sieben Minuten später war es Nils Koehle, der die nächste Möglichkeit ausließ. Bei seinem zweiten Versuch machte es Schöning dann aber besser, als er nach Ablage von Alex Ruf Westercelles Torhüter keine Chance ließ – 1:0 (21.). Doch die Führung sorgte nicht für die nötige Sicherheit im Spiel der Gastgeber. Nur gut, dass Maximilian Wede einen Freistoß aus 17 Metern für den VfL nur an die Latte (31.) setzte. Daher blieb es bei der knappen Führung zur Pause.

Nervenaufreibende Schlussphase am Schlosspark

Nach dem Wechsel leitete Micha Langreder mit einem fatalen Rückpass den 1:1-Ausgleich (51.) durch Dominik Gärtner ein. Und das zeigte Wirkung bei den Gastgebern, bei denen fortan nicht mehr viel zusammenlief. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Timo Schöning. Für ihn kam Nico Meyer (65.) in die Partie. Ein Glücksfall, wie sich nur wenig später herausstellen sollte. Denn Meyers Freistoß aus 35 Metern, der eigentlich als Flanke gedacht war, wurde länger und länger und landete schließlich unter gütiger Mithilfe von VfL-Keeper Frederic Baars im Tor – 2:1 (67.). Als Luca Bischoff nach glänzender Vorarbeit von Nils Koehle auf 3:1 (71.) erhöhte und der ebenfalls eingewechselte Bastian Reiners nach einer Meyer-Ecke per Kopfball auf 4:1 (78.) stellte, schien die Entscheidung gefallen. Doch weit gefehlt. In der 82. Minute verkürzte Kevin Gerecke auf 2:4. „Da ist bei einigen dann schon wieder das Kopfkino losgegangen“, erklärte Goerdel die nervenaufreibende Schlussphase. Und die hatte es in sich, da Fabian Woitschek mit einem satten Volleyschuss auf 3:4 (90.+1) verkürzte. Doch zu mehr reichte es nicht, da die Etelser in der verbleibenden Zeit das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite hatten. „Das war ein richtiges Wellenbad heute. Eigentlich war es schon durch, ehe wir aus dem Nichts einen Gegentreffer bekommen und es dann noch einmal richtig eng wird“, bilanzierte Goerdel, der mit seinen Einwechslungen ein glückliches Händchen bewiesen hatte. „Alle waren sofort da. Einen Spieler muss ich aber besonders herausheben. Was Mika Jungmann heute auf der Sechs gezeigt hat – das war einfach nur überragend!“

Von Kai Caspers

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