Sportwetten beim TB Uphusen

Ein verschossener Strafstoß und zwei Platzverweise sorgen für Zündstoff

Uphusen - Noch zur Pause der Partie in der Fußball-Oberliga zwischen Gastgeber TB Uphusen und dem Tabellenzweiten SSV Jeddeloh war die Welt in Ordnung. Zwar hatten die favorisierten Gäste den besseren Start erwischt und waren frühzeitig durch einen Treffer von Julian Bennert (18.) in Führung gegangen, doch in der 37. Minute hatte Kato Tavan für den TBU zum 1:1 ausgeglichen. Das waren allerdings auch schon die beiden einzigen Höhepunkte in einer ansonsten relativ ereignislosen Partie.

Das änderte sich schlagartig nach dem Wechsel. In der 48. Minute landete ein Klärungsversuch von Uphusens Mateusz Peek, der später auf „Fussballecke“ als Eigentorschütze geführt wird, am Körper von Aaron Thalmann und danach im Tor – 1:2. Zwölf Minuten später sogar das 1:3, als ein Freistoß von Jakob Bertram an allen Spielern vorbei im Tor des TBU einschlägt. Danach überschlagen sich die Ereignisse.

Nach einer Notbremse an Thomas Celik sieht SSV-Keeper Dennis Evers die Rote Karte (64.). Den fälligen Strafstoß verwandelt Sedat Yücel sicher zum 2:3 (66.). In der 72. Minute der nächste Strafstoß für den TBU. Dieses Mal schnappt sich Kapitän Mateusz Peek den Ball. Dabei kommt es zu einem lauten Wortwechsel zwischen Uphusens Keeper Ercan Ates und Co-Trainer Oktay Yildirim in ihrer Landessprache. Laut einer sicheren Quelle soll Ates gefordert haben, dass ein anderer den Strafstoß schießen soll. Doch Peek tritt an und Gäste-Keeper Marco Maaß pariert den schwach geschossenen Ball.

In der Schlussphase sehen dann sowohl die zuvor bereits verwarnten Uphuser Maciej Gawronski (84.), der Schiedsrichter Benjamin Schmidt als besten Mann auf dem Platz bezeichnet haben soll, als auch Peek (88.) nach einem überflüssigen Foul die Gelb-Rote Karte. In der 90. Minute beseitigt Dennis Matthiesen mit dem 2:4 die letzten Zweifel am SSV-Erfolg. Direkt nach dem Abpfiff tauchen dann die ersten Fragen hinsichtlich der entscheidenden Situationen auf. Dabei zeigt TBU-Spieler Sedat Yücel kein Verständnis für das Verhalten von Gawronski, welches zum Platzverweis geführt hat. „Das kann er einfach nicht machen. Da muss er doch wissen, dass er den Mund halten muss.“ Angesprochen darauf, warum er nicht auch den zweiten Strafstoß geschossen hat, antwortet Yücel: „Nach seinem Fehler beim 1:2 wollte Mateusz etwas gut machen.“

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