4:2 – Koltonowski nutzt Freiheiten zum Doppelpack

Auf dem Weg zum 1:0 für Hülsen: Sebastian Koltonowski (weißes Trikot) ließ zwei Wörpedorfer aussteigen und traf dann aus 17 Metern. Der SVV siegte 4:2. Foto: von der Eltz

Hülsen - Von Ulf Von Der Eltz. Zufrieden durfte Marc Jamieson nur mit dem Ergebnis sein – mit der Leistung seines SVV Hülsen haderte der Trainer: „In der ersten Halbzeit haben wir ansatzweise gut gespielt, in der zweiten gar nichts mehr gemacht. Gegen stärkere Teams kann so etwas natürlich in die Hose gehen. Aber Hauptsache sind die drei Punkte.“ Mit einem 4:2 (2:0) über die TSG Wörpedorf-Grasberg feierte der SV Vorwärts am Sonntag den erwarteten Pflichtsieg und kommt damit dem Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga einen entscheidenden Schritt näher.

Dass seine Elf nach einem 4:0-Vorsprung fahrlässig agierte, sah Jamieson auch nicht das erste Mal: „Da fehlt dann wie so oft die Disziplin. Jeder macht den einen Schritt weniger, jeder denkt nur offensiv und will noch sein Tor machen.“ Zwar nutzte der Tabellenletzte Hülsener Schwächen noch zu zwei Treffern, ernsthaft in Gefahr konnte er den Erfolg der Gastgeber aber nicht bringen.

Schon in den ersten zehn Minuten hätte Marcel Meyer der SVV-Überlegenheit auch im Ergebnis Ausdruck verleihen können, aber erst schoss der Kapitän an den Außenpfosten (9.), dann busgierte er die Kugel freistehend Keeper Ostrowski in die Arme (9.). So musste einer für die Führung sorgen, der zwar als alleiniger Sechser aufgelaufen war, angesichts der harmlosen TSG-Offensive jedoch reichlich Freiheiten genoss: Sebastian Koltonowski traf aus 17 Metern flach zum 1:0 (20.) und legte per Direktschuss nach Leilo-Freistoß auch das 2:0 drauf (33.). Zwischendurch hatte Meyer per Kopf seine dritte gute Chance vergeben (23.). Jamieson, der für Björn Schnabel zwischen den Pfosten stand – „er hatte an den Gegentoren gegen Ottersberg zu knabbern, wir wollten mehr Sicherheit haben“ – geriet vor der Pause nur einmal in Gefahr, als Schnakenberg völlig frei in die Wolken schoss (30.).

Zu Beginn der zweiten Hälfte schien der Gast in ein Debakel zu schlittern: Sean Al-Kaledi erhöhte nach Querpass von Tim Cordes auf 3:0 (48.) und ließ nur 60 Sekunden später per Flachschuss das 4:0 folgen – ebenfalls also Doppeltorschütze. In der Folge agierten die Platzherren jedoch viel zu sorglos. Die Quittung: Blankes Vorarbeit verwertete Behrens freistehend zum 4:2 (58.). Glück hatte Hülsen, als Behrens Keeper Jamieson umkurvte, Bashkim Bitikj jedoch auf der Linie klärte – den Nachschuss wehrte Jamieson dann klasse ab (65.). Während Koltonowski freistehend ein weiteres Mal vergab (85.), setzte Blanke den Schlusspunkt, als er Manuel Schulz davon lief und die Kugel ins lange Eck bugsierte – 4:2 (87.). So blieb der Eindruck der zweiten Halbzeit. „Die war katastrophal“, nahm Jamieson kein Blatt vor den Mund.

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