Etelsens Matchwinner tut anfängliche Defensiv-Rolle gut

Nils Koehle: Verzückung nach der Versetzung

Nils Koehle, Fußballer des TSV Etelsen, am Ball.
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Kommt meist spät – dann aber gewaltig in die Offensive: Nils Koehle, Etelser Matchwinner gegen Uelzen.

Dank Nils Koehle darf Fußball-Landesligist TSV Etelsen wieder von der Meisterrunde der besten vier Teams jeder Staffel träumen. Mit seinem Offensivgeist führte der als Rechtsverteidiger ins Match gestartete 25-Jährige die Goerdel-Elf in die Spur. Ein Wechselspiel, das Koehle so richtig beflügelt.

Etelsen – Es war erst sein zweites Tor in der laufenden Landesliga-Saison – dafür aber ein umso wichtigeres: Mit dem 2:1 gegen Teutonia Uelzen setzte Nils Koehle am Sonntag das entscheidende Signal und leitete den 3:1-Triumph des TSV Etelsen ein. „Das könnte der Brustlöser gewesen sein. Mit so einem Heimsieg im Rücken haben wir noch alle Chancen auf der Erreichen der Meisterrunde“, freut sich der Mitarbeiter in der System-Integration bei einem IT-Unternehmen.

Dass er den Mannschaftserfolg in den Vordergrund stellt, verdeutlicht die Bescheidenheit der Nummer 19 vom Schlosspark: „Klar ist es immer schön, einen Treffer zu erzielen. Aber viel bedeutender sind doch die drei Punkte. Also bin ich zufrieden, obwohl es nicht unser bestes Match war und Uelzen ja auch arge Personalprobleme hatte.“ Vielleicht sei seine Truppe mit den Gedanken noch ein wenig beim Hinspiel gewesen, als sie eine 1:0-Führung nicht ins Ziel hatte retten können und weiter auf den ersehnten ersten Saisonsieg warten musste.

Nils Koehle zahlt das Vertrauen zurück

Dass der 25-Jährige überhaupt in die Lage gekommen ist, am Sonntag den entscheidenden Impuls zu geben, verdankt er seiner Versetzung von der anfänglichen Position des Rechtsverteidigers in die Offensive. So wie es schon häufig der Fall gewesen ist. Dabei war Koehle eigentlich als Verstärkung für den Angriff vor der vergangenen Saison vom SV Lilienthal/Falkenberg an den Schlosspark geholt worden, das will er jedoch nicht unbedingt als seinen bevorzugten Arbeitsbereich bezeichnen: „Die Frage nach der Lieblingsposition ist schwierig für mich zu beantworten. Vielleicht ist es auch ganz gut so, wenn ich hinten anfange. Generell ist es mir egal, solange wir gewinnen.“

Der Rechtsfuß, der früher sogar mal den Libero gegeben hat, nennt auch gleich den Vorteil dieser Herangehensweise: „Ich komme ja in erster Linie über meine Ausdauer. Und in den Defensiv-Zweikämpfen kann ich mir die Sicherheit holen. Das Wechselspiel bin ich schon längst gewohnt. Unser Trainer Nils Goerdel weiß am besten, wie er mich einsetzt. Das kommt immer auf den Gegner an. Schön, dass ich das Vertrauen jetzt mit der wichtigen Bude zurückgezahlt habe.“ Verzückung nach der Versetzung.

Ich habe Mega-Spaß hier, es ist ein sympathischer Verein. Das Training macht Bock – alles gut!

Nils Koehle auf die Frage nach seiner sportlichen Zukunft

Koehles Gedanken schweifen dabei nicht allzu weit in die Ferne – die Meisterrunde bleibt vorerst im Fokus: „Klar wollen wir über dem Strich bleiben, denn dann muss man sich keine Sorgen mehr machen.“ Was eventuell nach der Saison passiert, spielt für ihn nicht die Rolle. Warum sollte es auch: „Ich habe Mega-Spaß hier, es ist ein sympathischer Verein. Das Training macht Bock – alles gut!“

Noch viel besser dürften sich der Tempomacher und seine Etelser fühlen, wenn sie am Sonnabend auch das Duell beim einen Punkt besser dastehenden TSV Gellersen gewinnen und auf den vierten Rang vorbeiziehen würden: „Der Sieger hat dann eindeutig bessere Karten. Also ein dramatisches und richtungsweisendes Match.“ Für Koehle aber nicht alles entscheidend: „Es bleiben ja noch drei Partien, in denen wir was reißen können. Mit dem Derby in Verden, auf das wir so richtig hinfiebern.“

Sieg in Gellersen der große Wunsch von Nils Koehle zum 26.

Das Stimmungs-Barometer soll zunächst jedoch am Sonnabend weit nach oben ausschlagen. Mit einem Dreier in Gellersen stiege die Party-Laune bei den Blau-Weißen im Allgemeinen – und bei ihrer Nummer 19 im Besonderen: „Ich hoffe auf ein schönes Geschenk!“ Dann könnte Nils Koehle wieder ein Signal setzen – auch zur ausgelassenen Feier. Begeht er doch just an diesem Sonnabend seinen 26. Geburtstag.

Von Ulf Von Der Eltz

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