Kirchlintelns Erfolgstrainer über die Gründe für seinen Abschied

Aschmies: „Es müssen neue Reizpunkte her“

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Erklärte die Gründe für seinen Ausstieg als Kirchlintelns Trainer: Sven Aschmies.

Kirchlinteln - Von Björn Lakemann. Mit einer herausragenden Bilanz von 34:6 Punkten und einer Tordifferenz von 137 war der TSV Kirchlinteln in der Handball-Kreisoberliga der Frauen das Maß aller Dinge. Im Moment des größten Triumphes geht allerdings Erfolgstrainer Sven Aschmies von Bord. Im Interview spricht er über die Gründe für diesen Schritt.

Als dermaßen erfolgreicher Coach verlässt man sein Team nicht einfach so. Welche Faktoren gaben für Ihre Entscheidung den Ausschlag?

Sven Aschmies: Als Trainerneuling bin ich nicht auf Landesliga-Niveau. Bei den zwei Einheiten pro Woche wollen meine Mädels weiterentwickelt werden und da fehlt mit einfach die Erfahrung. Meine Ex-Mannschaft braucht neuen, frischen Wind für das Abenteurer Landesliga. Es müssen neue Reizpunkte her.

Was hat Ihre Truppe in dieser Meistersaison so stark gemacht?

Aschmies: Zuerst ist da der überragende Zusammenhalt. Weiter verfügen wir über sehr gute Einzelspielerinnen. Gut war, dass wir konstant durch die Saison gingen und auch die Partien gegen vermeintlich schlechtere Teams ausnahmslos für uns entschieden haben. So wie die Duelle gegen den Tabellenletzten TSV Daverden, die wir beide mit einem Tor gewannen. Zudem verfügen wir über einen großen Kader, blieben von Verletzungen verschont und unsere Leistungsträger spielten konstant stark. Mein Team möchte halt, dass alle zum Einsatz kommen. Dadurch haben gerade die Akteure aus der so genannten zweiten Reihe einen enormen Schritt nach vorne gemacht.

Vizemeister wurde ja die SG Achim/Baden, gegen die Sie zweimal unterlagen. Welchen Chancen räumen Sie den Weserstädtern noch auf die Landesliga, trotz der Hinspielniederlage, ein?

Aschmies: Auf jeden Fall hat die SG im Rückspiel noch alle Chancen, das gerade zu biegen und Kirchlinteln in die Landesliga zu folgen. Sie verfügt halt über sehr gute Einzelspieler, ist erfahren und gerade in den Duellen gegen uns konnte sie immer noch zulegen.

Was war die schwierigste Phase in der Saison?

Aschmies: Ein solche Phase hatten wir gar nicht. Höchstens, als wir gegen die HSG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf ohne Keeperin auskommen mussten. Da hat Feldspielerin Stella Müller zwischen die Pfosten ihre Sache klasse gelöst.

Ein Blick in die Zukunft: Wie groß sind die Chancen, eine Klasse höher zu bestehen – auch wenn es durch Mette Müllers Weggang ein dickes Brett zu bohren gilt? Schließlich haben sich viele Aufsteiger bisher nicht mit Ruhm bekleckert.

Aschmies: Trotz der Weggänge von Nadja Jackobs, die im Tor ein Aufstiegsgarant war, Stella und Mette Müller bin ich fest vom Klassenerhalt überzeugt. Vom Niveau und der mannschaftlichen Geschlossenheit haben die Mädels absolut das Format. In der abgelaufenen Saison hat uns kein Team an die Wand gespielt und es steckt noch sehr viel Potenzial in meiner ehemaligen Truppe. Doch sie benötigt ganz dringend noch eine, besser noch zwei, Torfrauen.

Nach Beendigung Ihres Trainer-Engagements haben Sie nun mehr Zeit. Gibt es Gedankenspiele, ein neues Team zu übernehmen?

Aschmies: Im Moment überhaupt nicht, ich möchte erstmal neue Kraft tanken. Jetzt genießen wir die Meisterschaft und das werden wir auch ausgelassen tun. Soviel steht fest. Doch keiner weiß, was in drei Monaten los ist. Definitiv werde ich so oft es geht Spiele des TSV Kirchlinteln als Tribünengast verfolgen. Ich bin nämlich mega- und unfassbar stolz, dass wir die Zuschauer begeistert und in der Saison geleistet haben.

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