Kevin Podiens Gala zu wenig

Oberliga: Achim/Baden verliert unglücklich gegen Habenhausen – 25:26

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Weg durch die Habenhauser Deckung versperrt: Florian Block-Osmers, dreifacher Torschütze, verlor mit der SG 25:26.

Baden - Von Björn Lakemann. Um eines wollte Tobias Naumann, Coach des Handball-Oberligisten SG Achim/Baden, nach der 25:26 (13:12)-Niederlage im Oberliga-Duell gegen den ATSV Habenhausen nicht lange herumreden. In der letzten Spielsekunde entschieden die Schiedsrichter Walther/Voigt bei einem normalen Zweikampf zum Entsetzen von 200 Zuschauern auf Siebenmeter für die Gäste. Die gut 30 Bremer Fans jubelten, wie ihr Team, nach dem sicheren Siegtor des neunfachen Torschützen Mirco Wähmann.

Blankes Entsetzten herrschte dagegen bei der SG – und als Erster fand ihr Trainer Tobias Naumann die Sprache wieder: „Das war ein großartiges Spiel. Meine Mannschaft hat aufopferungsvoll gekämpft. Davor kann man nur den Hut ziehen, die Gäste haben einen letztlich glücklichen Sieg eingetütet.“ Die Sache mit dem glücklichen Sieg sah Habenhausen Trainer Matthias Ruckh aus nachvollziehbarer Sicht etwas anders: „Die SG hatte ich so stark erwartet. Wir kamen nicht zu gut zu den Gegenstößen. Meine Außen haben nicht funktioniert, doch letztlich haben die Schiedsrichter die Partie entschieden.“

Noch vor Spielbeginn hatte Motivationscoach Stefan Kloppe, ein seltener Zaungast mit einer SG-Vergangenheit und den Meriten eines Champios-League-Sieges mit dem SC Magdeburg, gehofft: „Heute bin ich in die Halle gekommen, um einen SG-Erfolg zu sehen. Ich erwarte einen Sieg mit fünf Toren.“ 

Zum Start schien sich Kloppes Hoffnung zu bewahrheiten. Nach lupenreinem Hattrick von Linksaußen Kevin Podien führte die SG zur Begeisterung ihrer Anhänger mit 9:8 (20.). In Durchgang zwei deutete viel auf einen SG-Sieg hin, als Routinier Florian Block-Osmers von Linksaußen auf 20:18 (45.) stellte.

Doch die Hausherren hatten die Rechnung ohne Olaf Abshagen gemacht, der 15 Minuten vor dem Ende für den glücklosen Daniel Sommerfeld zwischen die Bremer Pfosten rückte. Mit der Verhinderung von vier glasklaren SG-Gelegenheiten avancierte der Keeper-Routinier zum ATSV-Matchwinner. Damit sorgte das Spitzenteam aus dem Bremer Süden für den nächsten Hattrick – es war die dritte Niederlage der SG in der Lahofhalle am Stück.

SG Achim/Baden: Arne von Seelen (11/1 Paraden), Meinken (1, Siebenmeter abgewehrt); Block-Osmers (3), Dreyer (3), Borchert (3), Wolters (1), Zysk, Podien (9/2), Windßuß (1), Fastenau (1), Pfeiffer (3), Meyer, Balke(1).

Zeitstrafen: 4 - 1.

Siebenmeter: 4/2 - 6/4.

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