Trainer des Volleyball-Zweitligisten soll bleiben

Kernebeck und der TV Baden – das passt

Macht sich momentan um seine Zukunft keine Gedanken: Werner Kernebeck.
+
Macht sich momentan um seine Zukunft keine Gedanken: Werner Kernebeck.

Den nächsten Gegner mit dem FC Schüttorf 09 vor der Brust - und keine Gedanken darüber, was die kommende Saison bringen wird: Werner Kernebeck, Trainer des Volleyball-Zweitligisten TV Baden, gibt sich in diesen Tagen tiefenentspannt. Eine Vertragsverlängerung steht für ihn derzeit an letzter Stelle.

  • Vertragsverlängerung: Für Badens Volleyball-Coach Werner Kernebeck derzeit kein Thema, für den sportlichen Leiter Peter-Michael Sagajewski dagegen ein „Selbstläufer“
  • Sportlich als auch finanziell muss jetzt einiges abgeklopft werden
  • Am Sonntag zu Gast beim FC Schüttorf 09

Baden – Das 2:3 am Wochenende gegen den klaren Favoriten aus Bitterfeld-Wolfen hat gezeigt, dass Badens Zweiltliga-Coach Werner Kernebeck sein Volleyball-Team so langsam in der richtigen Spur hat. Klar, die Ausbeute aus 14 Spielen mit 14 Punkten und Platz zehn könnte durchaus besser sein. Dennoch ist Badens sportlicher Leiter Peter-Michael Sagajewski durchaus zufrieden.

Mit der Leistung der Mannschaft – aber vor allem auch mit dem, was Kernebeck Woche für Woche abliefert. Deshalb stellt sich beim TVB-Macher auch gar nicht die Trainer-Frage, entgegnet er dieser so: „Warum sollte es denn nicht mit Werner in die nächste Saison gehen?“

Abstiegsfrage in 2. Bundesliga noch nicht geklärt

Allerdings schränkt da Sagajewski mit dem nächsten Satz auch wieder etwas ein. So sagt er: „Werner ist unser Wunschkandidat. Aber erst wollen wir schauen, ob wir in der nächsten Saison ein konkurrenzfähiges Team stellen und die finanziellen Vorgaben wuppen können!“ Momentan nämlich hängt vieles beim Deutschen Volleyball-Verband noch in der Schwebe. So steht noch nicht fest, ob es aus den 3. Ligen Aufsteiger und aus den 2. Bundesligen Absteiger geben wird. Rein sportlich gesehen müsste da der TV Baden derzeit gar bei zwei Regelabsteigern noch etwas zittern, auch wenn der VV Humann Essen bereits zurückgezogen und der Tabellenvorletzte USC Braunschweig das Recht in Anspruch genommen hat, momentan keine Spiele auszutragen. „Wie das letztlich gewertet wird, ist noch nicht geklärt. Denn sportlich hat Braunschweig bei erst sechs gespielten Matches ja keinen Beweis erbracht. Im Gegensatz zu uns. Zudem mussten wir finanziell viel tiefer in die Tasche greifen, hatten natürlich sehr viel mehr Ausgaben“, wirft da Sagajewski ein. Letztlich heißt es also abwarten, was die Pandemie noch alles für Kapriolen schlagen wird.

Sagajewski als auch Kernebeck sind aber überzeugt, „dass es innerhalb der Mannschaft absolut passt.“ Ob dann allerdings der ein oder andere Spieler aus beruflichen oder sonstigen Gründen kürzer treten oder gar passen muss, „ist doch in diesen Tagen noch gar nicht zu beantworten“, so Kernebeck, der sagt, dass er „schon aufgrund der besonderen Umstände sportlich immer nur von Spiel zu Spiel und von Training zu Training“ denken würde. Deshalb hätte er sich mit dem Thema Vertragsverlängerung auch noch gar nicht befasst. „Keiner weiß, was in 14 Tagen ist! Da beschäftige ich mich doch jetzt noch nicht damit, was in drei Monaten sein könnte. Wir werden es so machen, dass wir uns am Ende der Serie zusammensetzen und dann in Ruhe die Karten legen“, gibt sich da Kernebeck absolut tiefenentspannt.

Keiner weiß, was in 14 Tagen ist! Da beschäftige ich mich doch jetzt noch nicht damit, was in drei Monaten sein könnte. Wir werden es so machen, dass wir uns am Ende der Serie zusammensetzen und dann in Ruhe die Karten legen.

Werner Kernebeck

Und da er nur von Spiel zu Spiel und Gegner zu Gegner denkt, durchleuchtete der Coach in dieser Woche den FC Schüttorf 09, der am Sonntag (16 Uhr) Gastgeber für den TVB sein wird. „Eine sehr erfahrene Mannschaft, die starke Volleyballer in ihren Reihen hat“, so der Übungsleiter, der sich aber gar nicht so sehr am derzeitigen Tabellensechsten orientieren möchte. So hebt er lieber die Stärken seines Teams hervor. Und das hat durch den 2:3-Krimie am vergangenen Wochenende enorm an Selbstvertrauen gewonnen. „Unsere Brust darf deshalb absolut wachsen. Sie soll wachsen“, sagt der Coach. Immer besser in Form kam dabei zuletzt Alexander Decker, der über die Außenposition doch gehörig Druck machte. Kernebeck: „Ich finde aber, wir sind generell als Team immer stabiler geworden. Und diesen Trumpf sollten wir am Sonntag dann auch unbedingt ausspielen!“

Von Frank Von Staden

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Bob- und Rodelbahn am Königssee schwer beschädigt

Bob- und Rodelbahn am Königssee schwer beschädigt

Meistgelesene Artikel

Einmal Seekönig werden

Einmal Seekönig werden

Einmal Seekönig werden
Werder-Altstars Wiese und Valdez stimmen ein

Werder-Altstars Wiese und Valdez stimmen ein

Werder-Altstars Wiese und Valdez stimmen ein
Schmunzeln in der Corona-Krise

Schmunzeln in der Corona-Krise

Schmunzeln in der Corona-Krise
Beachhandball: Jugend-DM in Eitze abgesagt

Beachhandball: Jugend-DM in Eitze abgesagt

Beachhandball: Jugend-DM in Eitze abgesagt

Kommentare