Kernebeck: Nun ist er A-Lizenzinhaber

Gibt zukünftig als A-Lizenzinhaber seine Anweisungen: Werner Kernebeck. 
Foto: von Staden
+
Gibt zukünftig als A-Lizenzinhaber seine Anweisungen: Werner Kernebeck. Foto: von Staden

Baden – Seit eineinhalb Wochen befinden sich die Zweitliga-Volleyballer des TV Baden wieder im Hallentraining, das natürlich aufgrund der Hygienevorschriften nicht so ablaufen kann, wie gewohnt. Gecoacht werden die Mannen um Kapitän Nils Mallon dabei von einem A-Lizenzinhaber. Denn seit kurzem ist Werner Kernebeck im Besitz einer solchen Spitzenlizenz, die absolut notwenig ist, um im Bundesliga-Unterhaus und auch höher zu trainieren.

Satte 15 Monate hat der 52-jährige Badener dafür gebüffelt, bestand jetzt nach dem mündlichen Test (online) und der abgeleisteten Hausarbeit auch die schriftliche Prüfung, die in Köln stattfand.

Kernebeck stellte gestern aber gleich klar, dass er die Prüfung auch abgelegt hätte, wenn er vergangene Saison nicht das Amt von Fabio Bartolone übernommen hätte, von dem sich die Badener nach verkorkstem Saisonstart getrennt hatten. „Es hat mich gereizt, diesen Schein zu machen. Es ist ja der letzte konsequente Schritt im Bereich Trainer. Darüber geht jetzt nur noch der Diplom-Trainer. Doch den zu machen dauert mehrere Jahre. Das reizt dann nicht mehr so“, sagt der TVB-Coach. Er verspürte von Beginn an die Lust, sich weiterzubilden, nachdem er bereits den C- und B-Schein in der Tasche hatte. Zudem kommt nicht jeder normale Übungsleiter in den Genuss, die Ausbildung zu absolvieren. „Nein“, klärt da Kernebeck auf, „man muss sich beim Landesbverband bewerben und zuvor Verschiedenes ableisten, um dann vorgeschlagen zu werden.“ Übrigens: Wäre die Prüfung vor einigen Tagen am Rhein in die Hose gegangen, hätte Kernebeck seinem Manager Peter-Michael Sagajewski mitteilen müssen, dass er sich nach einem neuen Übungsleiter hätte umschauen dürfen. „Ich habe ja die Mannschaft damals nur übernehmen dürfen, weil ich mich bereits in der Ausbildung zur A-Lizenz befunden habe“, sagt der Coach und grinst dann in sich hinein: „Gott, wäre das oberpeinlich geworden, wenn ich danach vor die Jungs hätte treten müssen . . .“

Wie es und vor allem wann es weitergehen wird mit dem Volleyball, weiß Werner Kernebeck natürlich auch nicht: „Wir trainieren aber jetzt dreimal pro Woche, damit wir gerüstet sind, wenn es wieder losgeht. Der Verband plant derzeit, die neue Saison am 20. September starten zu lassen. Schauen wir mal, ob das klappt.“

Von Frank Von Staden

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

"Walfriedhof" vor Australien: Hunderte Grindwale tot

"Walfriedhof" vor Australien: Hunderte Grindwale tot

Bratwürste mit Viagra, Gin-Tonic oder Trüffel

Bratwürste mit Viagra, Gin-Tonic oder Trüffel

Kleiner Freund für die Großstadt: Der Citroën Ami im Test

Kleiner Freund für die Großstadt: Der Citroën Ami im Test

Was sich aus ollen Bananen noch zaubern lässt

Was sich aus ollen Bananen noch zaubern lässt

Meistgelesene Artikel

Unerträgliches auf dem Fußballplatz: Schiedsrichter stellt Strafanzeige

Unerträgliches auf dem Fußballplatz: Schiedsrichter stellt Strafanzeige

Unerträgliches auf dem Fußballplatz: Schiedsrichter stellt Strafanzeige
Schiedsrichter gesteht Fehler ein

Schiedsrichter gesteht Fehler ein

Schiedsrichter gesteht Fehler ein
Kunze sieht sein Team gut gerüstet

Kunze sieht sein Team gut gerüstet

Kunze sieht sein Team gut gerüstet
Blohm gewinnt hochklassiges Finale

Blohm gewinnt hochklassiges Finale

Blohm gewinnt hochklassiges Finale

Kommentare