Riedes Einwechselspieler erzielt mit seinem ersten Torschuss das 1:1 gegen TSV Bassen

Kennet Heise kommt, sieht und trifft

Jonah Schnakenberg, der das Bassener 1:0 ganz stark vorbereitete, wird hier von Riedes Torben Maass mit aller Konsequenz abgegrätscht.
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Jonah Schnakenberg, der das Bassener 1:0 ganz stark vorbereitete, wird hier von Riedes Torben Maass mit aller Konsequenz abgegrätscht.

Riede/Bassen – Manchmal schreibt auch der Bezirksliga-Fußball Geschichten, die für so manchen Spieler ein Leben lang hängen bleiben. Für Riedes Kennet Heise war der gestrige Sonntag solch ein Schlüsselerlebnis. Im Derby gegen den TSV Bassen erst 16 Minuten vor Spielende eingewechselt, gelang dem 19-Jährigen mit seinem ersten Schuss aufs Tor der 1:1 (0:1)-Ausgleich Sekunden vor dem Abpfiff. Danach versank er in einer Spielertraube aus Rieder Glückseligkeit. Denn die Hausherren wussten schon, dass dieser Punkt ein etwas glücklicher war.

Klar, dass der Youngster später übers ganze Gesicht grinste, war es doch sein erster Treffer in der Bezirksliga. „Bin ja aus der Kreisklasse hierher gewechselt. Cooles Gefühl“, lachte da der Kicker im Vorbeigehen. Und bekam anerkennende Worte von seinem Coach Uwe Gräser, der nach der Partie konstatierte: „Wir haben uns diesen glücklichen Punkt auch irgendwie verdient. Zumindest in der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft eine gute Antwort auf die schlechte Leistung zum Vorsonntag gegeben. Und das, obwohl wir zuvor einige Nackenschläge wegstecken mussten, uns die halbe Abwehr fehlte, da zwei Spieler unter Corona-Verdacht stehen, der Test derzeit noch nicht vorliegt. Dies war kämpferisch unser bestes Saisonspiel. Noch einmal: ein glücklicher Punkt – ja, weil Bassens seine Chance nicht nutzte. Aber eben nicht unverdient!“

Ins selbe Horn stieß da auch Bassens Trainer Uwe Bischoff, der aber gar nicht hart mit seinen Mannen ins Gericht gehen wollte, obwohl sie vor dem Rieder Gehäuse viel zu schlampig mit teilweise klarsten Möglichkeiten umging: „Wer die auslässt, darf sich über solch ein Ergebnis nicht wundern. Wenn wir hier mit einem 7:3 vom Platz gehen, nickt das jeder ab. Aber ansonsten haben wir wirklich guten Fußball abgeliefert.“

Schon zur Pause hätte der Titelmitfavorit der Bezirksliga 3 klar führen müssen. Vor allem Luca Bischoff, der früh nach feiner Vorarbeit von Jonah Schnakenberg auf 1:0 stellte (7.), ließ unglaublich viel liegen, erarbeitete sich diese Chancen aber auch durch große Laufarbeit. Und auch mit einem Strafstoß wussten die Gäste nach einem Foul an Bischoff nichts anzufangen, scheiterte Geburtstagskind Luca D’Agostino an Teufelskerl und Foulverursacher Jannik Schumacher, der danach auch noch die Nachschüsse von Fabian Thiel sowie Constantin Borchers entschärfte (40.). In der Folge hielt der Schlussmann mehrmals sein Team im Spiel. Und war er dann geschlagen, brachten die Grün-Roten das Leder auch im leeren Tor nicht unter.

Nach dem Wechsel präsentierten sich die Platzherren griffiger und kreierten selbst einige gute Chancen. So traf Elias Witt nur den Pfosten (54.), scheiterte Kelvin Heise an TSV-Keeper Lukas Schuler (57.). Allerdings boten sich den Bassenern weiterhin beste Möglichkeiten. Bischoff (58.), der eingewechselte Denis Schymiczek (83.) als auch der ebenfalls gekommene Johannes Diezel brachten das Leder nicht im Netz unter. Und so durfte dann Kennet Heise seine eigene kleine Fußball-Geschichte schreiben, als die Bassener den Ball nicht weit genug aus der Gefahrenzone brachten und er aus 20 Metern abzog – 1:1.

Von Frank Von Staden

Zwei entscheidende Derby-Protagonisten: Bassen Luca Bischoff und Riedes Keeper Jannik Schumacher.

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