INTERVIEW Achim/Badens Team-Manager über die SG-Lage / „Arbeiten hart“

Katz spricht Naumann Vertrauen aus

Team-Manager Cord Katz macht mit der SG Achim/Baden derzeit schwere Zeiten durch. Foto: Lakemann

Achim/Baden - Von Kai Caspers. Die Lage beim Handball-Oberligisten SG Achim/Baden spitzt sich zu. Denn das 27:30 im Kellerduell beim Tabellenvorletzten SV Beckdorf war für das Team von Tobias Naumann die achte Niederlage im achten Saisonspiel. Liegt das nur an den beiden Ausfällen von Tobias Freese und Fabian Balke, oder gibt es andere Gründe? Wir sprachen mit Team-Manager Cord Katz.

Aktuell hängt die SG den eigenen Ansprüchen deutlich hinterher. Haben Sie dafür eine Erklärung?

Katz: Das ist der Summe von vielen kleinen Dingen geschuldet. Sicherlich spielen die Verletzungen von Tobias Freese und Fabian Balke, auch wenn sie frühzeitig bekannt waren, eine große Rolle. Auch Steffen Fastenau hatte mit einigen Problemen zu kämpfen und ist erst seit drei Spielen wieder bei hundert Prozent. Zudem hat uns Torhüter Arne von Seelen einige Spiele gefehlt. Das alles sind Ausfälle, die wir nicht so einfach kompensieren können. Und das war dann auch oftmals zu sehen, wenn uns in den engen Spielen am Ende ein paar Prozentpunkte gefehlt haben.

Die Verletzungen von Balke und Freese waren frühzeitig bekannt. Warum haben Sie da personell nicht noch einmal reagiert?

Natürlich haben wir uns seinerzeit Gedanken gemacht. Aber gerade für diese beiden Positionen ist es auch nicht so einfach. Zudem haben wir unseren jungen Spielern den Sprung zugetraut. Doch aktuell scheint es so, als wäre der Druck für den einen oder anderen doch etwas zu groß.

Und der wird auch nicht kleiner. Schließlich steht mit der Partie gegen Elsfleth der nächste Abstiegsgipfel ins Haus, oder?

Das ist richtig. Daher loten wir derzeit auch viele Möglichkeiten aus, wie wir am besten an der mentalen Verfassung arbeiten können.

Das ist sicherlich auch eine Aufgabe von Trainer Tobias Naumann. Genießt er noch das volle Vertrauen?

Auch wenn die Ergebnisse aktuell sicherlich etwas anderes aussagen und eine Trainerdiskussion nach acht Niederlagen schnell geführt ist, haben wir nicht das Gefühl, dass Tobi die Mannschaft nicht mehr erreicht. Das wird uns auch von den Führungsspielern bestätigt. Dennoch stehen wir in einem regen Austausch und auch Tobi hinterfragt sich natürlich immer wieder selbst.

Aber muss nicht trotzdem etwas passieren, damit Sie aus der Negativspirale herauskommen?

Doch. Und wir arbeiten auch an Lösungen. Aber das gestaltet sich eben nicht so einfach. Denn wir bräuchten schon einen neuen Spieler mit viel Erfahrung, der uns auf Anhieb weiterhilft. Leider gibt der Markt aktuell nicht so viel her, aber wir halten Augen und Ohren offen.

Als nächstes geht es gegen die direkten Konkurrenten aus Elsfleth und Barnstorf. Was passiert, wenn auch da nicht gewonnen wird?

Das wäre der Super-Gau. Zumal wir aus den Spielen, einschließlich der Partie gegen Beckdorf, eigentlich sechs Punkte holen wollten. Aber soweit will ich noch gar nicht denken, da wir weiterhin alle hart daran arbeiten, dass der Bock endlich umgestoßen wird. Daher sind wir auch noch guter Dinge, zumal unser Abstand zu den Nichtabstiegsrängen auch nur vier Punkte beträgt.

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