Luttumerin erhofft Okay für Outdoor-Kurse

Katja Troschka voller Ungeduld

„Desert Dash“: Nach der Premiere 2019 träumen die Troschkas vom Start in 2021.
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„Desert Dash“: Nach der Premiere 2019 träumen die Troschkas vom Start in 2021.

Luttum – Gut, das Wettkampfjahr 2020 hatten Katja und Lars Troschka bei den im Frühjahr wegen der Corona-Pandemie erlassenen Beschränkungen schon abgehakt. Selbst der neuerliche Start beim „Desert Dash“ am 4. Dezember in Namibia, einem der härtesten Eintagesrennen für Moutainbiker über 370 Kilometer, war vom Luttumer Ehepaar im Juni zu den Akten gelegt worden. Am vergangenen Mittwoch traf Angela Merkels Ankündigung des mindestens vierwöchigen Lockdowns für den Amateursport in Deutschland Katja Troschka aber noch einmal bis ins Mark.

„Für mich ist eine Welt zusammengebrochen. Schließlich war ich fest davon ausgegangen, dass ich im Winter wenigstens meine Outdoorkurse anbieten dürfte“, sah sich die Fitness- und Personaltrainerin zur Tatenlosigkeit verdammt. Schweren Herzens hatte die 40-Jährige ihre Indoorcycling-Stunde schon abgesagt: „Sicher müssen in Pandemiezeiten Kurse in geschlossenen Räumen nicht sein. Das ist völlig klar.“

„Noch viel wichtiger ist, etwas fürs Immunsystem zu tun“

Jedoch im Freien nichts mehr durchführen zu dürfen, lässt Toschka fassungslos zurück: „Zum einen stärkt Sport an der frischen Luft Muskeln sowie Herz und liefert das so wichtige Vitamin D für den Körper. Noch viel wichtiger ist, etwas fürs Immunsystem zu tun. In kleinen Gruppen können wir Abstand und Hygienemaßmahmen doch prima einhalten.“

Die Luttumerin schrieb ans Gesundheitsamt, um ein Okay für ihre Aktivitäten zu bekommen. Bis zum Montagnachmittag gab es jedoch keine Rückmeldung der Behörde. „Ich warte immer noch auf eine Info vom Amt. Denn es wäre schade, wenn ich gar nichts anbieten dürfte. Gerade im tristen November sind sportliche Betätigungen im Freien doch auch gut für die ohnehin schon leidende Psyche,“ ist sie voller Ungeduld.

Wettkämpfe für 2021 im Visier – Traum vom „Desert Dash“

Also muss die Extremsportlerin weiter ausharren bis zur Entscheidung vom Gesundheitsamt – und sich mit Gatte Lars an den eigenen sportlichen Vorbereitungen hochziehen. Die laufen bereits seit sieben Wochen wieder, nachdem sie zehn Wochen lang geruht und die Troschkas viele Dinge zu Hause wie Renovieren erledigt hatten. „Ich denke, wir haben die Zeit ganz gut genutzt, um auch den Kopf freizubekommen. Jetzt aber denken wir wieder an Wettkämpfe, die in 2021 stattfinden könnten“, ist der Ehrgeiz zurück.

Der Fokus liegt ganz klar auf dem Radfahren, jedoch wird ebenso gelaufen – einen Triathlon im ersten Halbjahr zu absolvieren, kann sich das Paar duchaus vorstellen. Für Ende Juni steht die „Tour-Transalp“, bei der es im Sattel von Österreich über nahezu 20 Alpenpässe bis an den Gardasee geht, noch mit vielen Fragezeichen im Kalender. Katja Troschka: „Man muss ja ein Ziel haben, für das es sich lohnt zu trainieren.“ Und dann – wenn auch zurzeit noch ganz weit weg – träumen die Troschkas natürlich von der zweiten Teilnahme am „Desert Dash“ im Dezember 2021, nachdem sie das Abenteuer für dieses Jahr schweren Herzens hatten streichen müssen. Auch da herrscht die Ungeduld.

Von Ulf Von Der Eltz

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