Luttumer Ehepaar erlebt Flitterwochen der ganz besonderen Art / „Kommen wieder“

Katja und Lars Troschka meistern die „Tour Transalp“

Erschöpft, aber restlos zufrieden waren Katja und Lars Troschka nach ihrer Zielankunft in Riva del Garda im Rahmen der „Tour Transalp“. Beide wollen nächstes Jahr erneut an den Start gehen.

Luttum - Erneut nahmen die Luttumer Lars und Katja Troschka eine große sportliche Herausforderung auf sich und starteten bei der 14. Auflage der „Tour Transalp“, einem Radrennen über 901 Kilometer, 22 Alpenpässe und 19521 Höhenmeter, das zu den härtesten Etappenrennen der Welt im Amateur-Radsport zählt.

Am Start waren auf den sieben Etappen rund 1000 Radsportler aus 25 Nationen. Die Besonderheit des Rennens ist, dass es in Zweierteams gefahren wird und wer es gemeinsam über die Ziellinie in Riva del Garda schafft, erhält das begehrte „Finisher Trikot“. Der 39-jährige Lars Troschka und seine drei Jahre jüngere Ehefrau Katja schafften es und belegten in der Endabrechnung der Mixklasse einen sehr guten 28. Rang. „Da wir im Grunde den ganzen Tag und die ganze Nacht zusammen waren, waren es eine Woche Flitterwochen“, lachte Katja Troschka.

Die Strecke führte von Imst quer durch die Dolomiten bis an den Gardasee. Dabei ging es durch Brixen in Südtirol, Fiera di Primero, Cortina d’Ampezzo und das venezianische Basso del Grappa am südlichen Alpenrand. Die sieben Etappen stellten unterschiedlich hohe Anforderungen an die Teams. Die erste Etappe war zum Einrollen führte auf den Troschkas bereits vorher bekannten Strecke des Ötztaler Radmarathons. Das Wetter war bei dieser Etappe nicht gut und die Sicht schlecht. Das wurde aber ab der zweiten Etappe besser, auch wenn bei dieser ein knapp 50 Kilometer langer Anstieg mit einer acht- bis zehnprozentigen Steigung bewältigt werden musste. „Ab der dritten Etappe waren wir dann endgültig im Rennmodus. Der Körper hatte sich akklimatisiert und die Beine fühlten sich von Tag zu Tag besser an“, meinte Katja Troschka. Die vierte Etappe ging von Fiero di Primero über vier Pässe, 132 km und 2700 Höhenmeter. „Über den ersten Pass des Tages sind wir mit einem 30er Schnitt gerollt, die Abfahrten waren mit bis zu 80 Stundenkilometer recht zügig. Leider hatte Katja kurz vorm Ziel noch einen Reifenplatzer, so dass wir noch einige Teams ziehen lassen mussten“, bedauerte Lars Troschka. Auch am fünften Etappentag blieb die „Pannenhexe“ den Troschkas erghalten. Nach einem neutralisierten Start über 16 km, gespickt mit einigen Tunneln, ging es recht zügig über die Pässe. Zunächst platzte Katja Troschka vorne der Reifen und nach gut 100 Kilometer folgte das hintere Rad. Mit nur vier bar Druck auf dem Hinterreifen musste sie den abschließenden Pass des Tages über sieben Kilometer und 13 Prozent Steigung fahren, was die ganze Sache recht schwierig machte. Die sechste Etappe war dann eine ganz besondere. Zunächst bot sich von Crespano del Grappa aus ein toller Ausblick auf Venedig. Es war insgesamt die schwerste und damit Königsetappe. 141 km, zwei Pässe und 3250 Höhenmeter mussten bezwungen werden. „Die Pässe lagen uns viel besser als vorher gedacht, waren sie mit knapp 20 km zwar lang, hatten dafür aber nur acht Prozent Steigung“, stellte Lars Troschka fest. Aufgrund des Regens musste die abschließende Abfahrt nach Levico Terme sehr konzentriert gefahren werden. Die siebte und damit Abschlussetappe führte nur über 96 km, war aber mit 2500 Höhenmeter über vier Pässe nochmals anspruchsvoll. Nach tagelangem Sonnenschein mit teilweise 36 Grad kam es in der ersten Abfahrt zu einem richtigen Platzregen, so dass es mit gedrosseltem Tempo den ersten Pass hinunter ging. Nach drei weiteren Pässen war bald die ersehnte Ziellinie in Riva del Garda erreicht. „Es waren eine Woche lang gelungene Flitterwochen für uns, eine perfekt und super organisierte Tour Transalp. Wir kommen im nächsten Jahr wieder“, waren sich die Troschkas trotz der Strapazen schnell einig. J jho

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