Mahndorferin ist Besitzertrainerin von Rennpferden aus Leidenschaft

Kamila Harms träumt vom Großen Pardubice

Freuen durfte sich Kamila Harms über den Sieg des vierjährigen Roxalagu in Hannover.
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Freuen durfte sich Kamila Harms über den Sieg des vierjährigen Roxalagu in Hannover.

Kamila Harms lebt erfolgreich den Spagat zwischen Beruf und Familie und verfolgt dabei ihren Traum, denn die 39-jährige Mahndorferin ist Trainerin von Galopprennpferden.

Achim/Mahndorf –Schon als kleines Mädchen interessierte sich Kamila Harms vor allem für Pferde. Geboren wurde sie in Zlin, einer 75 000 Einwohner großen Stadt in Tschechien. Über die Cousine entstand der erste Kontakt zum Galopprennsport. So kam es, dass das allererste Pferd, auf dem Kamila Harms in ihrem Leben saß, ein Rennpferd war. Ausgerechnet dieses Pferd startete in jüngeren Jahren im Velká pardubická, dem Großen Pardubice, einem der berühmtesten Hindernisrennen Europas und einem der wichtigsten Sportereignisse Tschechiens. Dieser Moment sollte die damals Achtjährige für immer prägen.

Mit 15 entschied sich Harms nach drei Jahren im Springsport für eine berufliche Laufbahn im Pferdesport. So begann sie eine Ausbildung zur Pferdewirtin mit dem Schwerpunkt Zucht und Haltung, die in Tschechien schulisch ist und nicht wie hierzulande betrieblich organisiert ist. So sammelte sie Erfahrung mit Trabrennpferden, Warmblütern und Kaltblütern. Im letzten Lehrjahr spezialisierte sich die Mutter einer fünfjährigen Tochter dann auf den Galopprennsport. „Durch die Ausbildung konnte ich in alle Bereiche des Pferdesports hineinschnuppern. Direkt nach dem Abschluss bin ich in die Schweiz gegangen, um dort in einem Rennstall zu arbeiten“, erinnert sich Kamila Harms.

Der zweite Treffer in diesem Jahr für Besitzertrainerin Kamila Harms gelang mit Ratona auf der Rennbahn in Verden.

Schon im ersten Jahr in der Schweiz begleitete Kamila Harms einige der ihr anvertrauten Pferde zu den berühmten Schneerennen nach St. Moritz. Dort konnte sie über den Rennstall von Christian Freiherr von der Recke Kontakte knüpfen, die ihr Leben für immer beeinflussten, denn man berichtete ihr von einem aufstrebenden jungen Trainer in der Nähe von Bremen, der auf der Suche nach einer Arbeitsreiterin war. „Im Jahr 2002 habe ich bei Pavel Vovcenko, der damals noch in Achim-Bollen trainierte, angefangen. Ich war seine erste Angestellte“, berichtet sie weiter.

Nur wenig später entschloss sich Kamila Harms selbst eine Trainerlizenz zu erwerben, seit 2003 ist sie nun Besitzertrainerin. Diese Ausbildung ermöglichte es ihr neben dem Beruf auch eigene Rennpferde zu trainieren und unter ihrem Namen in Rennen laufen zu lassen. 2004 startete mit Sidonia das erste Pferd in den eigenen Blau-Gelben Farben. Der erste Sieg ließ nicht lange auf sich warten. Er folgte wenige Wochen später durch den Wallach Sidonius während der Hamburger Derbywoche. Nach einigen Stationen wie Magdeburg, Berlin oder Warendorf ist Kamila Harms nun schon seit Jahren im Achimer Raum zu Hause. Zunächst war sie für die bekannte Züchterin Marlene Haller tätig, heute arbeitet Kamila Harms im Achimer Futterhaus.

Zwei Jahreserfolge

Der erfolgreichste Galopper aus dem eigenen kleinen Stall war Wallach Kepler, der in seiner aktiven Karriere zehn Siege und 15 Platzierungen einfahren konnte. „So ein Pferd wie Kepler bekomme ich nie wieder. Wir haben uns blind verstanden“, erklärt Kamila Harms, die den heute 14-jährigen Kepler nach seinem Karriereende oft in seinem neuen Zuhause besucht. In diesem Jahr konnte sich die Besitzertrainerin über zwei Siege und viele Platzierungen freuen. Zunächst siegte der vierjährige Roxalagu in Hannover und wenig später sorgte Ratona in Verden für Jahrestreffer Nummer zwei.

Trotz der Dreifachbelastung aus Beruf, Erziehung und Training verfolgt Kamila Harms einen großen Traum. Sie würde gerne einmal ein eigenes Pferd im großen Velká pardubická laufen haben. Wallach Roxalagu soll daher in der kommenden Saison in Hindernisrennen an den Ablauf kommen. „Es ist sehr schwer hier in Deutschland ein Pferd für den Hindernissport vorzubereiten. Ich wünsche mir, dass Roxalagu diesen Weg gehen kann. Ob das klappt, wird aber erst die Zeit zeigen“, so Harms.

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