TV Oyten Vampires landen 35:33-Arbeitssieg / Anna-Lena Kruse überzeugt

Kahler ein sicherer Rückhalt

Oyten - Von Kai Caspers. Als gestern endlich der erlösende Abpfiff ertönt war, riss Sebastian Kohls erleichtert die Arme in die Höhe. Schließlich wusste der Trainer des Handball-Drittligisten TV Oyten ganz genau, dass sein Team beim 35:33 (14:16)-Arbeitssieg über die HSG Union 92 Halle beileibe keine Glanzlichter gesetzt hatte.

„Das war schon ein komisches Spiel. Obwohl wir gut gestartet sind, haben gleich die ersten Fehler zu einer extremen Unsicherheit bei uns geführt. Irgendwie hat es für mich den Anschein, als würden wir uns in eigener Halle etwas zu sehr unter Druck setzen“, verdeutlichte Kohls in Anbetracht der überaus hektischen Partie. „Am Ende hat dann für mich der größere Wille den Ausschlag gegeben.“

Dass die Partie alles andere als ein Selbstläufer werden würde, wurde bereits in der ersten Hälfte mehr als deutlich. Nicht von ungefähr hatte TVO-Coach Sebastian Kohls auch schon nach neun Minuten genug gesehen und nahm beim 4:5 eine Auszeit. Vor allen Dingen mit der Deckungsarbeit zeigte er sich unzufrieden und bemängelte zudem den schwachen Abschluss. Allerdings wurde es dann im Anschluss nicht besser. Halle zog zwar auch einige Fahrkarten, doch mit Mareen Stüker hatten die Gäste gegenüber Oytens Manuela Heise ein klares Plus auf der Position der Torhüterin. Daher war das 14:16 zur Pause auch nur die logische Konsequenz.

Mit Beginn der zweiten Hälfte wechselte Romina Kahler auf Seiten des TVO zwischen die Pfosten. Eine Maßnahme, die sich auszahlen sollte. Auch wenn sie einige unglückliche Bälle kassieren musste, avancierte sie doch zu einem deutlich sichereren Rückhalt. Darüber hinaus wurde Anna-Lena Kruse zu einem ganz wichtigen Faktor im Spiel der Vampires. Eigentlich auf der linken Außenbahn beheimatet, agierte sie fortan am Kreis. Und das mit großem Erfolg. Immer wieder entwischte sie der HSG-Defensive und sorgte mit einem Doppelpack nicht von ungefähr für die erste Oytener Führung nach dem Wechsel – 19:18 (38.). Ab der 42. Minute mussten die Gäste mit Karin Thiede auf einen Aktivposten verzichten. Sie kassierte nach Foul an Jacqueline Reinhold die Rote Karte. Allerdings machte sich das zunächst nicht bemerkbar, denn fortan übernahm auf Seiten der HSG Theresa Janzen die Verantwortung und traf in der 47. Minute zum 25:25. Auch fünf Minuten vor dem Ende war beim 31:30 noch alles offen, ehe Reinhold mit einer Einzelleistung und Katharina Kruse, die wunderbar von Pia Marie Franke auf die Reise geschickt worden war, per Gegenstoß zum 33:30 für die Vorentscheidung sorgten. Doch selbst ein weiterer Doppelpack zum 35:30 sorgte nicht für Ruhe. Nur gut, dass die Partie nach dem 35:33 abgepfiffen wurde.

Rubriklistenbild: © dpa

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