3. Handball-Bundesliga: TV Oyten nach zähem Start 32:20 gegen VfL Stade

Kahler-Parade das Signal

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Langte gegen den VfL Stade zweimal kraftvoll zu: Oytens Anna-Lena Kruse. ·

Oyten - Von Björn LakemannDurchatmen beim Handball-Drittligisten TV Oyten, der sich trotz Holperstart noch souverän mit 32:20 (12:12) gegen Aufsteiger VfL Stade durchsetzte und damit in der Spitzengruppe der Tabelle etabliert hat. In der ersten Halbzeit schien es aber noch so, als sollten die Schützlinge des ehemaligen Oytener Coaches Sascha Rajkovic den Favoriten düpieren zu können.

„Ein zähes Spiel, in das wir schwer reinfanden, es dann aber gut gemacht haben“, so Oytens Übungsleiter Sebastian Kohls, der mit dem dritten Erfolg am Stück „total zufrieden“ war. Auch, weil die wenigen Feldspielerinnen alle trafen.

Die erste Hälfte war schlichtweg zum Vergessen. Zum Verdruss des Großteils der gut 100 Zuschauer. Nur die lautstarke Kolonie der „Kehdinger“ freute sich. Der Meister der letzten Saison kam nicht in Tritt, vielleicht, weil sich das Kohls-Team auf der „falschen“ Seite warmmachen musste. Oder es eine Partie unter der Woche war. Das aber durfte keine Entschuldigung für die lethargische Präsentation der Oytener vor dem Wechsel sein. Etliche Hochkaräter blieben ungenutzt, Keeperin Manuela Heise erwischte zudem keinen Glanztag. Nicht umsonst nahm Kohls nach zehn Minuten die erste Auszeit. Im Gästegehäuse hielt Kristina Teske stark und verbuchte satte 16 Paraden. Erst nach dem 7:10 (23.) wurde es langsam besser. Romina Kahler eliminierte einen Siebenmeter, ihr Team kam unter den Augen des Schiedsrichter-Duos Mehlig/Pohl langsam auf Betriebstemperatur.

Nach der Pause löste der Favorit dann so langsam seine Fesseln. Mit dem 18:14 (38.) durch Denise Engelke hatte das Kohls-Team längst den Blinker Richtung Siegerstraße gesetzt. Auch weil die Rajkovic-Damen den Glauben verloren, der TVO immer zwingender wurde. „Wir haben zu viele Bälle verschenkt und Oyten mit Fehlern zu Gegenstößen eingeladen“, grantelte der VfL-Trainer, der fairerweise einräumte: „Eine clever gespielte Halbzeit reicht gegen Oyten halt nicht aus.“ Wermutstropfen, dass sich Katharina Kruse am Fuß verletzte.

TV Oyten: Heise, Kahler, Janßen; Reinhold (10/5), Engelke (6), Juricke (5), A.-L. Kruse, Schwarz, K. Kruse (je 2), Pleß (4), Franke (1).

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