Doch weiter Trainer bei Verden/Brunsbrock

Justin Perschon – er ist wieder da

Bleibt doch Coach in Verden: Justin Perschon. 
Foto: privat
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Bleibt doch Coach in Verden: Justin Perschon. Foto: privat

Verden – Die Suche nach einem Trainer für seine U19 endete beim JFV Verden/Brunsbrock mit einer faustdicken Überraschung – der alte ist auch der neue: Justin Perschon vollzieht eine Rolle rückwärts und bleibt nun doch Chefcoach der Niedersachsenliga-Elf. Das Engagement beim JFV A/O/B/H/H, wo der 21-Jährige Teil des Trainerteams für die U17 in der Regionalliga werden sollte, kommt nicht wie ursprünglich geplant zustande.

„Wir sind nicht auf einen gemeinsamen Nenner gekommen, den es für dieses Jahr braucht“, begründete Perschon am Dienstag auf Nachfrage dieser Zeitung seinen Sinneswandel. Betont dabei aber auch, dass er seine Zusage keinesfalls im Streit zurückgezogen hat: „Letztlich waren es Kleinigkeiten, ich wollte nichts übers Knie brechen. So ist es keine Entscheidung gegen Heeslingen, sondern eher eine für Verden/Brunsbrock.“ Was den Allerstädtern bleibt, ist die Suche nach einem neuen Co-Trainer, denn im Gegensatz zu seinem bisherigen Chef nimmt Andreas Müller die Arbeit an alter Wirkungsstätte nicht erneut auf.

Perschon selbst, erst vergangenen Sommer vom JFV Rotenburg zum JFV Verden/Brunsbrock gewechselt, verspürte offenbar Bauchschmerzen bei der Rolle, die er in Heeslingen einnehmen sollte: „Dort wäre ich drittes Glied in der Trainerkette gewesen, was ich dann doch nicht so gut fand.“ Er verspürte offenbar auch die Sehnsucht nach seiner alten Truppe, die dann von der aktuellen Lage noch befeuert wurde: „Die Gespräche mit Heeslingen waren ja schon vor Corona losgegangen, als es in Verden nach einem Abstieg aus der Niedersachsenliga ausgesehen hatte. Da wollte ich einfach Planungssicherheit haben und den nächsten Stepp wagen.“

„Mit dieser Aufgabe identifiziere ich mich total“

Nun sieht es aber ganz anders aus, am kommenden Sonnabend ist auf dem Außerordentlichen NFV-Verbandstag in Barsinghausen mit dem endgültigen Abbruch der ausgesetzten Saison zu rechnen. Wobei es dann keine Absteiger geben dürfte. Und in Verden schreiten die Planungen ganz nach Perschons Gusto voran: „Wir werden einige Spieler aus der ehemaligen U17 hochziehen, ich befinde mich auch schon in erfolgversprechenden Verhandlungen mit potenziellen Neuzugängen aus anderen Vereinen.“ Der in Ostervesede lebende Speditionskaufmann bastelt also schon am künftigen Kader, sucht Termine für Testspiele und hofft auf einen Start der Niedersachsenliga Anfang September: „Mit dieser Aufgabe identifiziere ich mich total“, freut sich der 21-Jährige auf die weitere Zusammenarbeit. Und ihm schwebt auch schon ein Saisonziel vor: „Natürlich wollen wir eine bessere Rolle als im letzten Jahr spielen. Ich peile einen einstelligen Tabellenplatz an.“

Die eigene Zukunft sieht der Coach entspannt, nachdem „es mit mir bisher ja stets aufwärtsgegangen ist.“ Seine Aufnahmeprüfung für den Lehrgang zur B-Lizenz hat Perschon längst bestanden, der Lehrgang sollte ursprünglich in der zweiten Jahreshälfte beginnen. Wann es nun wirklich losgeht, wird sich noch entscheiden. Der „Rückkehrer“ überspringt dann einfach die C-Lizenz.

Bartling froh über Schließung der Baustelle

Überrascht, aber auch sehr froh zeigt sich Thomas Bartling, 1. Vorsitzender des JFV Verden/Brunsbrock, über die Entwicklung: „Wir hatten ja ständig Kontakt. Als wir Wind von der wackelnden Einigung mit Heeslingen bekommen haben, sind mein Stellvertreter Patrick Pruntsch und ich auf Justin zugegangen, haben uns nach der Situation erkundigt. Dann ist das Gespräch auch auf ein eventuelles Bleiben bei uns gekommen.“ Nach einer Woche Bedenkzeit flatterte Perschons Ja-Wort ins Haus. „Wir sind natürlich glücklich, dass wir diese Baustelle schließen konnten“, so Bartling weiter. Der Boss hofft nun, dass auch die Suche nach einem Trainer für die U15 rasch erfolgreich beendet wird.

Von Ulf Von Der Eltz

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