16-jährige Oytenerin kämpft im neuen Jahr für den VfL Stade in der 2. Bundesliga

Judoka Chantal Rafalski sorgt für ein Novum

Judoka Chantal Rafalski kämpft sehr zur Freude ihres Vaters Jörg Rafalski ab sofort in der 2. Bundesliga. Foto: Woelki

Oyten – Chantal Rafalski ist eine Kämpfernatur. Das erleben ihre Gegnerinnen immer wieder – mal mehr und mal weniger leidvoll. Das beobachten aber auch ihre Trainer. Ihr Talent ist demzufolge auch anderen aufgefallen. Das geht soweit, dass das große Judotalent des TV Oyten im kommenden Jahr für den VfL Stade in der 2. Bundesliga startet und damit für ein Novum in der jüngsten Geschichte des Kreissportbundes Verden sorgt.

Seit Jahren tourt Vater Jörg Rafalski, der seine Tochter auch trainiert, durch das Bundesgebiet zu Turnieren und fördert damit die Sportkarriere und das Talent der heute 15-Jährigen schon von Kindesbeinen an. In ihrer Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm kämpft sie schon in der Altersklasse der 18-Jährigen und zeigt ihre Klasse immer wieder gegen bis zu drei Jahre ältere Kämpferinnen. Dabei sicherte sie sich sowohl bei den Landes- als auch bei den Norddeutschen Meisterschaften Platz drei. Viel Erfahrungen sammelte sie bei der Teilnahme auf der Deutschen Meisterschaft. Chantal ist ehrgeizig. Einmal im Monat macht sie sich mit ihrem Vater auf den Weg zum Stützpunkttraining nach Hannover ins Olympia-Leistungszentrum, wo sie von den Landestrainern wertvolle Hinweise bekommt, die sie im Kampf mit Trainingspartnerinnen direkt umsetzen kann. „Die Landestrainerin hat ihr bescheinigt, dass sie einen großen Willen besitzt, kombiniert mit guter Technik, einer starken Psyche und Kraft. Ihr Kampfwille ist echt krass“, so ihr Vater. Der Trainingsfleiß und sehr gute Platzierungen bei nationalen Vergleichen sind auch anderen aufgefallen. „Chantal hatte ein Angebot in der Landesliga kämpfen zu können. Aber dann kam der Kontakt nach Stade zustande. Und nun freuen wir uns auf die Herausforderung 2. Liga“, macht Vater Jörg deutlich. In Stade ist Chantal Rafalski für die zweitleichteste Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm vorgesehen und konkurriert dabei als jüngste Kämpferin mit mindestens einer weiteren Mannschaftskameradin um den Startplatz. „Über den Einsatz und damit gleichzeitig auch über die Kampfaufstellung entscheidet Stades Trainer“, merkt Jörg Rafalski an. „Und vielleicht können wir ja sogar einen Bundesliga-Kampftag nach Oyten holen“, hofft Jörg Rafalski. woe

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