Judo: Oytener startet am Mittwoch bei Veteranen in Amsterdam / Auch Kollege Wöhl dabei

Andreas Pajer träumt von nächster WM-Medaille

Oyten - Zwei Judoka aus der hiesigen Region stehen vor einer großen Herausforderung: Andreas Pajer (50) aus Oyten und Andreas Wöhl (61) aus Rotenburg starten nächste Woche bei der IJF Veteranen Weltmeisterschaft im Amsterdam.

Pajer nimmt die Kämpfe am Mittwoch in der Altersklasse M5 bis 66 kg auf, Wöhl schon am Montag in der M7 bis 73 kg – jeweils um 9.30 Uhr. Die letzten ein bis zwei Kilo Mehrgewicht wurden in diesen Tagen „abgekocht“. Intensiv hatten sich beide in den Sommerferien im Oytener Enjoy Judo-Verein auf die WM vorbereitet.

Andreas Pajer

Spezialtraining bis an die Grenze und immer wieder Übungskämpfe (Randoris) gegen bis zu 40 Jahre jüngere Kämpfer, dazu Kraft und Intensiv-Schnelligkeitstraining der Techniken: Die beiden Top-Judosportler lernten sich erst dieses Jahr kennen und schätzen. Sie wollen zeigen, dass man auch im Alter topfit sein kann und „Leistungssport“ betreiben kann. Ob es sogar zu einer Medaille reichen könnte, ist ungewiss.

In Wöhls Gruppe starten über 16 Aktive. Die starken Russen oder Franzosen sind nicht zu unterschätzen. In Pajers stehen sogar über 25 Teilnehmer aus 13 Nationen. „Das sind alles Hochkaräter“, so Pajer: „In ihren Ländern sind das alles Idole.“ Beide deutsche Judoka standen auch schon auf dem WM-Treppchen – nicht zu vergessen Pajers Vizemeisterschaft in Tokio 2003 sowie die beiden dritten Plätze 2002 und 2009. Bei ein bisschen Glück in der Auslosung ist wieder alles möglich. „Wir reisen nach Amsterdam, um zu gewinnen“, so der Oytener. Erstmalig werden die WM-Kämpfe im Internet auf www.ippon.tv live übertragen. Sponsoren haben die Beiden noch nicht, so müssen sie die 600 bis 700 Euro Kosten selber tragen. Pajer nimmt seinen Sohn Dominik als Trainer mit, das hat sich schon öfter bewährt.

Rubriklistenbild: © Mediengruppe Kreiszeitung

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