Volleyball Zweite Liga

Jubel, Trubel, Heiserkeit: Baden ringt Essen nieder - 3:2

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Artem Tscherwinski konnte nur selten so hochsteigen wie in dieser Szene - die Zuspiele stimmten oft nicht.

Baden - Von Frank von Staden. Bis zum Hals steckten Badens Zweitliga-Volleyballer Sonntagabend im Abstiegssumpf, lagen daheim gegen den SVV Humann Essen schon mit 0:2 zurück. Doch mit unbändigem Kampfgeist zogen sich die Hausherren selbst noch am eigenen Schopf heraus, kamen zurück und drehten die Partie vor einer jubelnden und lautstark anfeuernden Kulisse in einem kaum für möglich gehaltenen 3:2-Erfolg.

„Das ist das schönste Geburtstagsgeschenk, das mir die Jungs machen konnten. So zurück zu kommen - ein Wahnsinn! Nach dem 0:2 haben sie alle Ängste abgelegt, haben Emotionen gezeigt. Ich habe im Inneren immer daran geglaubt. Ja, wir leben noch“, krächzte Badens Trainer Fabio Bartolone, der am Sonntag seinen 54. Geburtstag feierte und an der Seitenlinie zuvor doch oftmals lautstark Anweisungen gab, später im ausgelassenen Trubel.

So jubeln Sieger! Dei Erleichterund steht allen ins Gesicht geschrieben.

Zwar verweilen die Badener nach dem 22:25, 19:25, 25:20, 25:23 und 15:10 weiterhin auf einem Abstiegsplatz, „doch wir haben uns alle Chancen erhalten, diesen in den nächsten Wochen noch verlassen zu können“, so Bartolone. In dasselbe Horn blies da auch Badens Kapitän Stefan Baum, der ebenfalls mit heiserer Stimme konstatierte: „Einfach nur heftig, wie wir in dieses Spiel noch zurückgekommen sind. Das beweist wahre Nervenstärke. Wir können wirklich sehr stolz auf uns sein. Deshalb haben wir im Abstiegskampf auch nicht einen Punkt verloren, sondern zwei gewonnen!“

Nach solch einem Ergebnis sah es nach den ersten beiden Sätzen allerdings wahrlich nicht aus. Da wollte nur wenig klappen, produzierten die Hausherren unglaublich viele einfach Fehler, agierten vor allem bei den Aufschlägen mut- und drucklos, kamen die Zuspiele nur selten so, dass sie auch zu einfachen Punkten führten. 

Hatte Sonntag viel zu feiern: Fabio Bartolone.

„Ja, bei Baden war da echt der Wurm drin. Wir haben bis dahin vieles richtig gemacht. Es tut in der Nachbetrachtung schon weh, dass wir dieses Spiel noch abgeben mussten“, nahm Essens Trainer Jens Bräkling die Pleite in diesem Abstiegskrimi nach außen hin sehr gelassen. 

Dabei hätte es in ihm kochen müssen. Denn wie weggeblasen war nach der Pause die breite Brust der Gäste. Jetzt waren sie es, die immer fehlerhafter im Spielaufbau wurden und somit den TV Baden, der schon am Boden lag, höflich die Hand reichten. Spätestens im abschließenden Tiebreak hatten die Badener dann Pralinen an den Händen, während an denen der Gäste einfach zu viel Mist klebte.

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