Elfjährige Reiterin startet mit Gandall bei „Goldenen Schärpe Ponys 2013“

Joelle Celine Selenkowitsch vom Landestrainer nominiert

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Joelle Celine Selenkowitsch auf ihrem Gandall.

Oyten - Der Jugend- und Sportausschuss des Pferdesportverbandes Hannover hat jetzt in Abstimmung mit Landestrainer Claus Erhorn aufgrund der Eindrücke bei Lehrgangsmaßnahmen beziehungsweise den Sichtungsveranstaltungen für die Teilnahme an der „Goldenen Schärpe Ponys 2013“ vom 13. bis 15. September 2013 in Löningen-Ehren elf Reiter nominiert. Einzige Vertreterin aus dem Kreis Verden ist die elfjährige Joelle Celine Selenkowitsch vom RC Hof Becker (Oyten-Bassen) mit ihrem ebenfalls elfjährigen Palomino-Wallach Gandall.

Die Nominierung kam etwas überraschend, da Joelle Celina Selenkowitsch auf Grund eines Armbruchs im April und der damit verbundenen Zwangspause längst nicht an allen Sichtungsturnieren an den Start gehen konnte. Dass Landestrainer Erhorn dennoch nicht auf die Elfjährige verzichtet, ist ein Beleg für ihre Leistungen.

Die „Goldene Schärpe - der Deutschlandpreis der Ponyreiter“ ist ein bundesweiter Wettbewerb mit einer langen Tradition. 1972 wurde er ins Leben gerufen „um die Ausbildungsarbeit und -richtung auf dem Gebiet der Ponyreiterei nachhaltig zu beeinflussen“. Ein Jahr später feierte die „Goldene Schärpe“ ihre Premiere in der Halle Münsterland in Münster. Im Laufe der Zeit wurde der Teilnehmerkreis immer größer, die Aufgaben wandelten sich und aus dem Indoor-Event wurde ein vielseitiger Wettbewerb mit Dressurprüfung, Stilspringprüfung und Stilgeländeritt, jeweils auf E-Niveau, sowie Theorie und Vormustern. Inzwischen hat die „Goldene Schärpe“ ihre Qualitäten als Sprungbrett in den großen Sport nachhaltig bewiesen: So ist zum Beispiel die Olympiasiegerin 2012 und Vize-Europameisterin 2011 Sandra Auffarth (Ganderkesee) eine ehemalige „Schärpen“-Reiterin. In der Teilprüfung Vormustern sind der Gesamteindruck ausschlaggebend, wobei die Teilnehmer ihr Pony an der Hand vorführen und dafür eine Wertnote zwischen 0 und 10 erhalten. In der Theorie gilt es 20 Fragen rund um Pferd und Pferdesport korrekt zu beantworten. Bei der Dressurprüfung der Klasse E, die einzeln geritten wird, zählen vor allem Sitz und Einwirkung des Reiters. Im Springen gilt es, einen Parcours mit Standardanforderungen zu überwinden. Hier geht es um den Stil des Reiters, ebenso wie in der maximal 1 000 Meter langen Geländeprüfung. Gefordert wird das rhythmische, flüssige Überwinden der Hindernisse.

Pro Mannschaft dürfen maximal fünf Reiter im Altern von 16 Jahren und jünger an den Start gehen, wobei in jeder der fünf Teilprüfungen die besten vier Reiter einer Mannschaft gewertet werden. Der Pferdesportverband Hannover kann gemäß Ausschreibung zwei Mannschaften mit je vier bis fünf Reitern sowie Reservereiter benennen, von denen insgesamt zehn an den Start gehen dürfen. Die Festlegung der Mannschaften wird nach dem Vorbereitungslehrgang vom 6. bis 8. September in Luhmühlen vorgenommen. Joelle Celina Selenkowitsch wird bis dahin fleißig trainieren, um sich mit ihrem Gandall für eine der beiden Mannschaften des Pferdesportverbandes Hannover zu qualifizieren. · jho

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