Gründung des Fußball-Jugendfördervereins perfekt

JFV Concordia Wümme startklar

Thorsten Meyer
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Thorsten Meyer

Das Thema ist durch: Die Fußball-Sparten des TSV Fischerhude-Quelkhorn, des TSV Ottersberg, TSV Bassen sowie des TSV Otterstedt haben ihre Hausaufgaben abgeschlossen und werden demnächst den Jugendförderverein „JFV Concordia Wümme“ gründen.

Fischerhude – Aufgrund der teilnehmenden Vereine und deren Lage musste der Name zwangsläufig bei der Suche in den Kelch geworfen werden: Wümme! Am Ende entschieden sich der TSV Fischerhude-Quelkhorn, der TSV Ottersberg, TSV Bassen sowie der TSV Otterstedt für „JFV Concordia Wümme“ – ein neuer Fußball-Jugendförderverein im Kreis Verden steht damit kurz vor der Gründung.

TSV Bassen muss noch Jahreshauptversammlung abwarten

Wobei kurz ein leicht dehnbarer Begriff ist. Denn die Mitgliedsvereine haben sich längst für die Geburt entschieden. Nur wann die Taufe sein wird, das steht derzeit noch in den Sternen. Denn während die Fischerhuder, Ottersberger sowie Otterstedter längst das „Ja“ ihrer Vereinsmitglieder eingeholt haben, zeigt sich der TSV Bassen handlungsunfähig. „Natürlich wollen auch wir vom führenden Fußball-Vorstand diesen JFV, den wir in diesen Zeiten für absolut notwendig halten. Allerdings sind uns noch die Hände gebunden. Denn nur mit einer klaren Zustimmung der Anwesenden unserer Jahreshauptversammlung des Gesamtvereins kann der Beschluss unserer Fußballabteilung, den Jugendbereich auszugliedern, auch umgesetzt werden. Und unsere Satzung besagt, dass diese Jahreshauptversammlung eine Präsenzveranstaltung sein muss. Gegen diese Satzung können wir trotz der momentanen Ausnahmesituation durch Corona nicht verstoßen“, klärt da Bassens Fußball-Boss Adrian Liegmann auf. Er geht aber nicht davon aus, dass sich die Vereinsmitglieder gegen einen Zustieg auf den JFV-Bus aussprechen werden. „Der Beitritt ist zukunftsweisend und wichtig für alle teilnehmenden Vereine“, macht Liegmann deutlich, dass der Schritt auch für die Grün-Roten unumgänglich ist.

Absturz des JFV Verden/Brunsbrock kein Hinderungsgrund

Dass ein JFV aber nicht immer auch ein Heilsbringer ist, beweisen die Kommunikationsstörungen beim noch bestehenden JFV Verden/Brunsbrock. Vor fünf Jahren gegründet, zu einer Erfolgsstory geworden – aber im Sommer 2022 ist schon wieder Schluss. „Wir sind nicht zu 100 Prozent glücklich gewesen. Entscheidender Punkt für uns war, dass sich trotz aller Erfolge das Wir-Gefühl nicht richtig entwickelt hat“, so die Erklärung von Brunsbrocks Vorsitzenden Jörg von Ahsen.

So soll zukünftig das Wappen des neugegründeten JFV Concordia Wümme aussehen.

Das findet Fischerhudes Jugendleiter Thorsten Meyer, der bei der Gründung eine der federführenden Figuren ist und spätestens im dritten Quartalsjahr auch zum 1. Vorsitzenden gewählt werden möchte, zwar bedauernswert, „doch hat das auf unsere Entscheidung, dieses Ding durchzuziehen, keinen Einfluss. Dieses angesprochene Wir-Gefühl ist natürlich wichtig. Und als wir uns zu diesem Schritt entschlossen haben, einen JFV zu gründen, mussten auch bei uns erst einmal alte Zöpfe abgeschnitten werden. Denn es herrschte und herrscht auch jetzt noch zwischen den Vereinen eine Rivalität. Die soll auch bleiben. Doch es muss eine gesunde Rivalität sein, die unserer Jugend nicht im Wege steht!“

Nur mit einer klaren Zustimmung der Anwesenden unserer Jahreshauptversammlung des Gesamtvereins kann der Beschluss unserer Fußballabteilung, den Jugendbereich auszugliedern, auch umgesetzt werden. Und unsere Satzung besagt, dass diese Jahreshauptversammlung eine Präsenzveranstaltung sein muss. 

Adrian Liegmann (Fußball-Vorsitzender TSV Bassen)

Deshalb haben die Verantwortlichen, die den neuen JFV erstmals in der Saison 2022/23 an den Start schicken wollen, bewusst auf eine junge Vorstandsriege gesetzt. „Ich glaube, ich bin mit meinen fast 50 Jahren einer der Ältesten. Die meisten der 26 Personen, die Verantwortung übernehmen wollen, sind zwischen 18 und 30 Jahre alt“, sagt Meyer.

Mit ins Boot wollten die JFV-Verantwortlichen übrigens auch noch den TV Oyten holen. Dessen Mitglieder votierten aber weiterhin zu einer eigenständigen Jugendabteilung. Meyer: „Das ist absolut okay. Sollte es aber irgendwann ein Umdenken in Oyten geben, werden wir den TVO mit offenen Armen empfangen. Denn gemeinsam können wir einen sehr guten und leistungsstarken Unterbau für unsere Senioren-Bereiche aufbauen.“

Von Frank Von Staden

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