TVO-Trainer Marc Winter nach dem 33:33 gegen Wattenbek bedient

Janssen vergibt, aber Kahler rettet

Kraftvoll setzt sich Oytens Nathalie Meinke gegen zwei Gegenspielerinnen durch und kommt zum Abschluss.
+
Kraftvoll setzt sich Oytens Nathalie Meinke gegen zwei Gegenspielerinnen durch und kommt zum Abschluss.

Oyten – Wutentbrannt machte sich Marc Winter Sonntagabend auf direktem Weg aus der Halle. Der Trainer des Handball-Drittligisten TV Oyten Vampires musste dringend an die kühle Luft, um seinen in ungeahnte Höhen geschnellten Puls zu senken. Dabei hatte seine Mannschaft beim 33:33 (19:20) gegen den TSV Wattenbek endlich den ersten Punkt in eigener Halle geholt. Ein Ergebnis, mit dem sich Winter aber nicht abfinden konnte und wollte. Und vor allen Dingen nicht durfte.

„Was wir an klaren Chancen nicht genutzt haben, das war der absolute Wahnsinn. Dabei haben wir sowohl in der Halbzeit als auch in den Auszeiten immer wieder darauf hingewiesen, dass Würfe in halber Höhe kein probates Mittel sind“, zuckte auch Lars Müller-Dormann in der Nachbetrachtung ziemlich ratlos mit den Schultern. Dabei hatten die Vampires den möglichen Sieg von den Gästen Sekunden vor dem Ende quasi auf dem Silbertablett serviert bekommen. Beim Spielstand von 33:33 nahm Wattenbek 29 Sekunden vor dem Ende eine Auszeit. „Im Anschluss sind wir mit der 5:1-Deckung volles Risiko gegangen. Anna-Lena Meyer sollte den Ball abfangen und uns einen Gegenstoß ermöglichen“, so Müller-Dormann. Und tatsächlich. Meyer gelang der Ballgewinn und sie schickte Lena Janssens auf die Reise. Aber die Linkshänderin konnte, sehr zum Ärger des Trainerduos, das Geschenk nicht nutzen und scheiterte an Wattenbeks Merle Reese. Aber damit nicht genug. Im Gegenzug tauchte Rieka Thaal drei Sekunden vor dem Ende nach einem Gegenstoß frei vor Romina Kahler. Nur gut, dass Oytens Torhüterin hellwach blieb und die drohende Niederlage mit einer Glanzparade verhinderte. Kaum vorzustellen, wo der Puls von Marc Winter sonst gelandet wäre.

Was wir an klaren Chancen nicht genutzt haben, das war der absolute Wahnsinn. Dabei haben wir sowohl in der Halbzeit als auch in den Auszeiten immer wieder darauf hingewiesen, dass Würfe in halber Höhe kein probates Mittel sind.

TVO-Trainer Lars Müller-Dormann

Schon in der ersten Halbzeit war das TVO-Trainerduo der Verzweiflung nahe. Denn nachdem Jasmin Johannesmann das 6:5 (8.) erzielt hatte, hätten sich die Gastgeberinnen erstmals deutlich absetzen müssen. „Aber nein, da vergeben wir gleich drei blanke Würfe und leisten uns zudem noch zwei technische Fehler“, haderte Winter. Anstelle einer möglichen beruhigenden Führung ging es jedoch mit einem 19:20 in die Pause. Nach einer deutlichen Steigerung gleich zu Beginn der zweiten Hälfte schienen die Vampires nach dem 24:20 (38.) durch Pia Franke auf einem guten Weg. Aber auch das gab nicht die nötige Sicherheit, häuften sich fortan die Fehlwürfe. Beim 30:33 (55.) drohte sogar die nächste Niederlage. Aber die konnte dank einer Energieleistung und Kahlers Glanztat dann doch noch verhindert werden.

TV Oyten Vampires: Kahler, Beet - Heinrich (3), Webner (1), Meyer (4), Franke (6), Woltemade, Meinke (7), Sposato, Schote, Janssens (3), Peek, Johannesmann (9/3).

Von Kai Caspers

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Drilon Demaku verlässt Ottersberg

Drilon Demaku verlässt Ottersberg

Drilon Demaku verlässt Ottersberg
Corona-Fall beim TV Oyten: Spiel abgesagt

Corona-Fall beim TV Oyten: Spiel abgesagt

Corona-Fall beim TV Oyten: Spiel abgesagt
Ingo Ehlers raus – Christoph Schweitzer übernimmt

Ingo Ehlers raus – Christoph Schweitzer übernimmt

Ingo Ehlers raus – Christoph Schweitzer übernimmt
Schmunzeln in der Corona-Krise

Schmunzeln in der Corona-Krise

Schmunzeln in der Corona-Krise

Kommentare