Trainer geht / „Strukturen geben nicht mehr her“

Jan Twietmeyer: Im Sommer ist Schluss in Hülsen

Jan Twietmeyer, Trainer des SVV Hülsen, schau aufs Feld.
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Im Sommer packt er die Koffer: Jan Twietmeyer hört nach drei Jahren als Trainer des SVV Hülsen auf.

Hülsen – Schon jetzt steht die Trennung am Saisonende fest: Trainer Jan Twietmeyer packt im Sommer beim Fußball-Bezirksligisten SVV Hülsen seine Koffer. Das bestätigte der 34-Jährige am Mittwoch im Gespräch mit dieser Zeitung.

Und er gibt nicht etwa sportliche Gründe für seinen Entschluss an: „Die Strukturen in Verein und Umfeld geben nicht mehr her. Da ist nicht dieser eine Punkt, sondern die Summe der Kleinigkeiten ist ausschlaggebend, dass es für mich nach dann drei Jahren keinen Sinn mehr macht.“ Näher wollte er nicht darauf eingehen.

Jan Twietmeyer im Gespräch mit den Spielern emotional

Zwar meint Twietmeyer, dass seinem Kader in der Breite durchaus etwas für höhere Ansprüche fehle – mit der Mannschaft zeigt er sich aber insgesamt zufrieden: „Die Entwicklung passt, das Team ist wesentlich stabiler geworden.“ Nach einer bisher erfolgreich verlaufenen Punktrunde, in der das angestrebte Erreichen der Meisterrunde kaum noch zu verhindern sein dürfte, hatte der Delmenhorster vor seinen Schützlingen auch einen Kloß im Hals: „Es fiel mir richtig schwer, ihnen meinen Abschied zu verkünden. Eine haben auch sofort versucht, mich umzustimmen.“

Für den B-Lizenz-Inhaber kommt die Frage nach einer „Lame Duck“ nicht auf, vielmehr habe man sich nun gemeinsam das Ziel gesetzt, auch den Rest der Saison positiv zu gestalten: „Wir wollen so viele Punkte wie möglich einfahren und weiterhin Spaß haben.“ Ihm würden für die kommende Runde bereits zwei lose Anfragen vorliegen, über seinen künftigen Verein wolle Twietmeyer indes erst zum Jahreswechsel befinden: „Diese Zeit nehme ich mir. Es kann auch sein, dass ich eine Pause einlege, wenn nichts Reizvolles dabei sein sollte.“

SVV-Boss Uwe Kaiser sieht „normalen Prozess“

SVV-Boss Uwe Kaiser zeigte sich zwar vom frühen Zeitpunkt der offiziellen Verkündung Twietmeyers überrascht, unterstrich auf Nachfrage jedoch auch: „Es ist ja so, dass heutzutage nach drei Jahren durchaus der Zeitpunkt für Coach und Verein kommt, etwas Neues zu wagen.“ Der Vorsitzende lässt aber erkennen, dass es zu Unstimmigkeiten zwischen den Parteien gekommen sein dürfte: „Jan ist ein hervorragender Trainer, der die Mannschaft optimal einstellt und auf den jeweiligen Gegner erstklassig vorbereitet. Wenn er intern und extern seine Kommunikation verbessert, darf sich sein neuer Verein glücklich schätzen, ihn auf der Bank zu haben.“

Und Kaiser mag sich ebenfalls nicht vorstellen, dass die Zusammenarbeit zwischen Team und Coach unter dessen Entscheidung leiden könnte: „Jan wird die Mannschaft in die Aufstiegsrunde führen und muss sie dort auch weiterentwickeln. Er bleibt im Amt. Es ist doch ein normaler Prozess, dass ein Trainer nach drei Jahren aufhört.“ Wobei der Vorwärts-Chef ohnehin gewusst habe, sich des B-Lizenz-Inhabers nie komplett sicher sein zu können: „Er ist natürlich für viele ein attraktiver Trainer. Damit müssen kleine Klubs, zu denen wir ja gehören, immer kämpfen.“ Die Führungsetage werde sich jetzt „in aller Gelassenheit“, wie es Kaiser ausdrückt, auf dem Markt nach einem Nachfolger umschauen.

Von Ulf Von Der Eltz

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