Trotz personeller Sorgen ist Rückzug für Badens Kapitän vom Tisch / Florian Becker verstärkt SC

Tim Jäger sagt Ja zur Regionalliga

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Ob Kapitän Tim Jäger in Kürze wieder für den SC in den Court geht, ist derzeit noch ungewiss.

Baden - Von Kai CaspersRichtig zufrieden wirkt Tim Jäger, Kapitän des Squash-Regionalligisten SC Achim-Baden, dieser Tage definitiv nicht. Zum einen laboriert der 31-Jährige noch immer an den Folgen eines Knorpelschadens im Knie. Und zum anderen hat dem Badener Eigengewächs die Planung für die neue Saison einige schlaflose Nächte beschert. Das ist Jäger dann auch deutlich anzuhören. „Wir haben sehr lange mit uns gerungen, ob wir erneut für die Regionalliga melden sollen. Letztlich haben wir uns aber dafür entschieden“, sprach Jäger von der bis dato schwersten Entscheidung in seiner Zeit als SC-Kapitän.

Eine Aussage, die auf den ersten Blick etwas verwundern mag. Schließlich waren die Badener in der Vergangenheit auch immer im Vorderfeld der Liga zu finden. „Sportlich gesehen war bei uns immer alles in Ordnung. Allerdings ist die personelle Situation seit einiger Zeit alles andere als rosig und hat sich jetzt noch einmal verschärft“, klärt Jäger auf. Bestand das SC-Gerüst letzte Saison schon nur aus sechs Spielern, hat sich Routinier Matthias Enßle nun auch noch in die Reserve verabschiedet. „Matthias will kürzer treten. Natürlich hilft er im Notfall aus. Doch er will sich auch nicht festspielen. Somit handelt es sich wohl nur um maximal zwei Spiele“, verweist der SC-Kapitän auf die besondere Situation. Da auch bei Sebastian Stubbington aufgrund seiner beruflichen Verpflichtungen davon auszugehen ist, dass er nur selten zur Verfügung steht, ist das Badener Kontingent bereits auf das Minimum von vier Spielern geschrumpft. Dazu zählt auch Tim Jäger, bei dem nicht abzusehen ist, wann er wieder voll belastbar ist. „Daher mussten wir reagieren und uns nach Verstärkungen umgucken. Da die Squash-Szene jedoch sehr klein ist und es bei uns auch kein Geld zu verdienen gibt, gestaltete sich das alles andere als einfach“, so Jäger. „Klar haben wir auch eine große Jugendabteilung. Aber da ist noch niemand so weit, dass wir ihn hochziehen könnten.“

Eine Woche vor Ende der Wechselfrist gelang Jäger dann der erhoffte Glücksgriff. Vom Zweitligisten und Lokalrivalen 1. Bremer SC lotste er Florian Becker nach Baden. Der 18-Jährige zählte dort zwar nicht zum Stammpersonal, verzeichnete aber den einen oder anderen Einsatz in der 2. Liga. „Florian zählt sicher noch zu den Perspektivspielern. Ich denke, dass er auf jeden Fall noch ausbaufähig ist und er sich steigern wird“, erwartet der SC-Kapitän in der Zukunft noch einiges vom talentierten und ehrgeizigen Youngster: „Ich freue mich, dass wir mit ihm einen Spieler dazu gewonnen haben, auf den wir uns fest verlassen können. Zudem passt er menschlich hervorragend in die Mannschaft.“

Dass das Klima in Baden stimmt, unterstreicht die Tatsache, dass auch Katharina Witt weiterhin für den SC aufschlägt. „Nach ihrem Umzug in die Nähe von Wilhemshaven wurde Katharina heftig von den Oldenburgern umworben“, war Jäger die Erleichterung deutlich anzuhören, als er von „Käthe“ die Zusage erhalten hatte. Gemeinsam mit Florian Becker, Florian Schiffczyk und Ulf Mettchen bildet die ehemalige Deutsche Meisterin die Badener Stammformation. Und wer weiß: Vielleicht kehrt pünktlich zu Saisonbeginn (Mitte September) ja auch bei Tim Jäger wieder eine gewisse Zufriedenheit ein. Sollte es in personeller Hinsicht dann jedoch bei dem genannten Quartett bleiben – für den 31-Jährigen auch kein Problem. „In sportlicher Hinsicht können wir uns dann mit dem Kader keine großen Ziele setzen. Wichtig ist, dass wir durch die Saison kommen. Unser Motto ist klar definiert: Augen zu und durch“, wäre selbst der Abstieg für Jäger kein Weltuntergang.

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