Jacqueline Reinhold setzt in ihrem Abschiedsspiel den Schlusspunkt zum 31:25-Erfolg der Vampires

Der letzte Böller von „Käpt‘n Jack“

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Vor dem Spiel gegen Hollenstedt-Wenzendorf wurde Oytens Jacqueline Reinhold, auch bekannt als „Käptn Jack“, von ihrer Teamkollegin Katharina Kruse verabschiedet.

Oyten - Von Kai Caspers. Viel besser hätte der letzte Auftritt in dieser Saison im Trikot des Handball-Drittligisten TV Oyten Vampires für Jacqueline Reinhold nicht laufen können. Schließlich gab es nicht nur einen 31:25 (13:15)-Erfolg über den TuS Jahn Hollenstedt-Wenzendorf, sondern Oytens „Käpt‘n Jack“ zündete vier Sekunden vor dem Ende der Partie auch noch den letzten „Böller“.

„Den wollte ich noch machen“, gab Reinhold im Anschluss mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht zu verstehen. Ab sofort rückt der Handball für die aktuell zweitbeste Torschützin der Liga, die vor dem Anpfiff gebührend verabschiedet wurde, erst einmal in den Hintergrund. „Ich heirate am nächsten Wochenende und danach geht es für zwei Monate auf Hochzeitsreise in die USA. Ob ich dem TVO in der neuen Saison wieder zur Verfügung stehe, hängt davon ab, wo es mich beruflich hinzieht. Sollte ich etwas in Bremen bekommen, spiele ich sicher noch ein Jahr“, bezeichnete Reinhold ihren vorzeitigen Abschied nicht als endgültig.

Noch im Vorfeld der Partie hatte Oytens Coach Sebastian Kohls eindringlich vor dem Tabellenvorletzten gewarnt. „Ob ich dabei vielleicht etwas übertrieben habe – ich weiß es nicht“, verwies Kohls auf den extrem zähen Beginn seiner Mannschaft. Ehe sich die Vampires versahen, hatten der Außenseiter ein 3:0 vorgelegt. Und es wurde nicht besser. Vor allem in der Deckung fehlte es an der nötigen Bereitschaft und die Offensive agierte viel zu drucklos. Das merkte auch Kohls und sah sich frühzeitig (14.) zu einer Auszeit genötigt. In der 22. Minute rückte Romina Kahler beim 10:13 für die glücklose Insa Janßen zwischen die Pfosten Ein Wechsel, der sich bezahlt machte, denn „Romi“ parierte gleich dreimal in Folge gegen Hollenstedts Linksaußen Kaiser und hatte damit großen Anteil am 13:15-Pausenstand.

Nach dem Wechsel verkürzte Jana Kokot zwar sofort auf 14:15, doch beim 15:20 (40.) sprach nicht mehr viel für einen Erfolg der Vampires. Doch mit dem Rücken zur Wand stabilisierte sich endlich die Oytener Deckung und provozierte einige Ballgewinne. In der 46. Minute traf Marielle Juricke erstmals zum Ausgleich, ehe Denise Engelke und Christin Lena Schulz mit einem Doppelpack auf 22:20 stellten. Damit war es augenscheinlich auch um die Moral der Gäste geschehen, die sich fortan an der TVO-Deckung die Zähne ausbissen. Als Jacqueline Reinhold mit einer tollen Einzelleistung und trockenem Wurf das 26:22 erzielte (52.), war die Vorentscheidung gefallen. Passend zur Dramaturgie der Begegnung landete der letzte Ball wieder bei Reinhold und „Käpt‘n Jack“ zündete noch einmal zum 31:25.

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