TSV Ottersberg gelingt gegen TuS Celle FC nach Spielunterbrechung in der Nachspielzeit das 3:3

Ein irres Spiel mit Toren und Tumulten

Trift hier zum wichtigen 2:3 gegen den TuS Celle FC: Ottersbergs Egzon Prcani, der am Ende alle Treffer für die Grün-Weißen beim 3:3 erzielte.

Ottersberg - Von Frank von Staden. Was für eine irre Schlussphase in der Fußball-Landesliga zwischen dem gastgebend TSV Ottersberg und dem TuS Celle FC: Da lagen die Hausherren bis zur 83. Minute mit 1:3 zurück, schafften durch den dreifachen Torschützen Egzon Prcani dann den Anschluss und kamen gar nach einer 15minütigen Spielunterbrechung, die der Celler Anhang ausgelöst hatte, in der Nachspielzeit gar noch zum glücklichen aber nicht unverdienten Ausgleich.

Die Celler Fans, sie sahen diesen dritte Treffer von Prcani nur noch hinter Gittern – hinter Zaungittern. Denn nachdem sie als Auslöser von Rangeleien und Tumulten ausgemacht wurden, sprach die herbeigerufene Polizei einen Platzverweis aus. Lange 15 Minuten unterbrach der Unparteiische Marco Scharf (Cuxhaven) daraufhin die Partie. Kurz war auch von Spielabbruch die Rede. Diese Unterbrechung kam letztlich den Hausherren, die bis dahin viel Stückwerk präsentierten und nur sehr bedingt einen vernünftigen Spielaufbau zustande brachten, zugute. So hatten die randalierenden FC-Fans ihrem Team dann im Nachhinein einen Bärendienst erwiesen. Denn bis zu den Ausschreitungen, bei denen der Ottersberger Platzwart zu Boden ging, sah es beileibe nicht danach aus, als sollten die Wümme-Kicker noch einen Punkt ergattern können. Und es hätten gar noch deren drei werden können. So lief bei den Gästen aber auch gar nichts mehr, brachen in der knapp vierminütigen Nachspielzeit aber auch alle Dämme. „Das war ein ganz schwieriges Spiel. Zwei individuelle Fehler haben dazu geführt, dass wir zurücklagen, beim 1:3 haben wir schlichtweg gepennt. Im zweiten Durchgang haben wir zumindest gewollt. Dass dann noch so der Ausgleich fällt – verrückt“, konstatierte da später ein nervlich aufgewühlter Ottersberger Coach Torsten Just, der übrigens nun doch nicht Norddeutschland verlassen wird und damit für die kommende Saison noch ein neues Aufgabengebiet als Coach sucht.

Zur Pause führten die Gäste absolut verdient, da den Platzherren nur sehr bedingt etwas gelang. Zwar konnte Egzon Prcani die Führung von Steven Neumann aus der 30. Minute schnell ausgleichen (37.), doch nachdem dann Ottersbergs Patrick Yao Delon gegen den schnellen Frederik Deda erneut nicht im Bilde war, gelang Oguzhan Cay die erneute Führung (42.). Und vom Anstoß weg dauerte gerade einmal 20 Sekunden, da schlug derselbe Spieler erneut zu – 1:3.

Nach dem Seitenwechsel zeigte der TSV zwar Moral, war aber im Spiel nach vorn oft zu ballverliebt und eigensinnig. Und auch, als Prcani aus dem Gewühl heraus verkürzen konnte (83.), sah es nicht danach aus, als ob die Platzherren abermals jubeln dürften. Dann aber traten die Celler Anhänger in den Vordergrund, gaben einen wegspringenden Ball nicht mehr heraus und provozierten so die entscheidende Unterbrechung.

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