Fußball-Bezirksligist TVO verliert am Freitagabend nach 2:0 noch 3:4 gegen Fischerhude

Irrer Kick unter Flutlicht in Oyten

Oytens Anton Strodthoff (l.), hier gegen Jan Schröder, gelang am Freitagabend das 2:0 für seine Farben.
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Oytens Anton Strodthoff (l.), hier gegen Jan Schröder, gelang am Freitagabend das 2:0 für seine Farben.

Was für ein irrer Bezirksliga-Kick am Freitagabend in Oyten. Da führte der TVO zur Halbzeit schon mit 2:0 und hätte diese Führung durchaus noch ausbauen können. Am Ende aber dominierten die Gäste vom TSV Fischerhude-Quelkhorn, gewannen dieses Derby noch mit 4:3. Rot sah Oytens Coach Axel Sammrey.

Oyten/Fischerhude – Was für ein irrer Bezirksliga-Kick am Freitagabend auf der Sportanlage in Oyten. Da führte der TVO im Derby gegen den Nachbarn TSV Fischerhude-Quelkhorn zur Halbzeit schon mit 2:0 und strebte klar dem ersten Saisonheimsieg entgegen, am Ende aber durften nur die Gäste von der Wümme jubeln, die den Rückstand noch in ein 4:3 umwandeln konnten. Durch diesen Erfolg riecht es ganz stark nach Aufstiegsrunde für die Gäste, die die Oytener indes nun wohl gänzlich abschreiben können.

Oytens Angreifer Tobias Stripling (12) war im ersten Durchgang ein stetiger Unruheherd in der Fischerhuder Deckung und stellte die Abwehr der Gäste doch einige Male vor erhebliche Probleme.

TVO-Coach Axel Sammrey sieht Rot

Nach 45 Minuten hätten die Hausherren dabei den Sack schon zumachen können, wenn nicht müssen. Zwar sah das Spiel der Wümme-Elf bis rund 20 Meter vor dem Oytener Gehäuse ganz passabel aus, doch eine echte Torchance – bis auf einen Schuss von Michel Wülbers-Mindermann, den TVO-Keeper Christian Rathjen entschärfen konnte (20.), sprang nicht heraus. Ganz anders die Oytener, die es immer wieder mit langen Bällen probierten, diese aber auch ohne Gegendruck spielen durften. Und oft fanden diese langen Schläge auch in Murat Avanas, Elvedin Bibic und vor allem im rührigen Tobias Stripling Abnehmer. Am Ende sprangen fünf Hochprozenter heraus, die aber dann nur zweimal in Tore umgemünzt wurden. Erst traf Bibic mit einem an ihm selbst verwirkten „Kann-Strafstoß“ zum 1:0 (27.), dann legte Anton Strodthoff mit einem feinen Volleyschuss von der Strafraumkante nach (35.).

Ein 3:3 wäre sicher gerecht gewesen, doch natürlich nehmen wir diesen Sieg nur zu gern mit.

Fischerhudes Coach Matthias Warnke

„In der Halbzeit sind die Jungs dann sehr selbstkritisch mit sich umgegangen. Denn es war grausam, was wir bis dahin abgeliefert haben. Deshalb großes Lob an das Team, dass es am Ende noch solch ein Spiel abliefern konnte. Ein 3:3 wäre sicher gerecht gewesen, doch natürlich nehmen wir diesen Sieg nur zu gern mit“, jubelte später Fischerhudes Coach Matthias Warnke, der erst einmal den Anschluss durch Dennis Mahler nach Schröder-Ecke notieren durfte. Als dann Lukas Klapp Rathjen nach feinem Horeis-Zuspiel mit einem Beinschuss überwinden konnte, nahm die verrückte Fahrt so langsam Formen an. Und noch einmal roch es nach einem Oytener Sieg. Denn Thomas Baumann gelang in der 82. Minute die erneute TVO-Führung. Doch quasi vom Anstoß weg hieß es 3:3. So legte Mahler auf Dennis Klee ab, der da nur noch den Fuß hinhalten musste. Als dann alle schon mit einem Remis und dem Schlusspfiff rechneten, langte Klapp noch einmal mit einem Schlenzer in der Nachspielzeit zu. Das brachte TVO-Coach Axel Sammrey so sehr in Rage, da er zuvor ein Handspiel des Torschützen gesehen haben wollte, dass er wie Rumpelstilzchen schimpfte und sich so stark über diese Szene aufregte, dass er vom Unparteiischen die Rote Karte zu sehen bekam. „Ob da die Hand im Spiel war, weiß ich nicht. Fakt ist, dass beide Teams durchaus mit dem Unentschieden hätten leben können“, so Warnke.

Von Frank Von Staden

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