Irgendwann Kopf verloren

Achim/Baden verspielt 27:22-Führung gegen Meister Varel/Altjührden – 27:30

+
Wurden im Rahmen der Partie gegen Varel/Altjührden gebührend verabschiedet, von links: Jan Mühlbrandt, Dennis Summa, Arne Zschorlich und Sören Meier. Es fehlt: Mirco Thalmann.

Achim/Baden - Von Björn Lakemann. Nach exakt 47:33 Minuten im letzten Saisonspiel des Handball-Oberligisten SG Achim/Baden hatte es beim 27:22 den Anschein, als sollte das Team von Tobias Naumann Meister SG VTB/Altjührden entzaubern können. Aber daraus wurde nichts, denn am Ende setzte es noch ein 27:30 (16:13) gegen den Drittliga-Aufsteiger.

„Wir haben über weite Strecken alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Am Ende setzte sich aber die höhere individuelle Qualität der Gäste durch“, befand SG-Coach Tobias Naumann. Sören Meier, der sich bekanntlich in die Reserve verabschiedet, wäre gerne mit einem Erfolgserlebnis gegangen: „Echt ärgerlich, denn wir hatten es selber in der Hand. Ein Sieg wäre die Krönung einer durchwachsenen Saison gewesen.“ 

Auch Dennis Summa, dem deutlich anzumerken war, dass er nach seiner Schulterverletzung noch nicht wieder bei 100 Prozent ist, hätte sich über einen Erfolg gegen seinen neuen Verein gefreut: „Schade, dass wir nicht gewonnen haben. Aber wir haben irgendwann den Kopf verloren.“

Dabei hatten die Gastgeber sehr stark begonnen und sich dabei auch von einem 2:4-Rückstand (5.) nicht beirren lassen. Zwischen den Pfosten begann Arne von Seelen, der nach einigen durchgeflutschten Bällen von Olaf Sawicki ersetzt wurde. Spätestens als Routinier Florian Block-Osmers zum 6:5 (11.) traf, war die SG endgültig auf Betriebstemperatur. 

Der abgenommene Bart schien „FBO“ zu beflügeln und auch das 7:5 ging auf sein Konto. Doch nach dem 8:5 (Summa, 13.) war der Wurm drin – 9:10 (20.). Wenige Sekunden darauf pfefferte Naumann seine Auszeitkarte auf den Zeitnehmertisch. Das zahlte sich aus, denn zur Pause hieß es 16:13.

Auch nach dem Wechsel staunten die gut 200 Zuschauer nicht schlecht, wie sehr die SG den Primus im Griff hatte. Mit dem spektakulärsten Treffer des Tages erhöhte Michele Zysk auf 21:18 und Jan Mühlbrandt. Die Zuschauer waren begeistert und die Halle tobte. Doch nach Meiers Siebenmeter zum 27:22 (48.) war Schicht im Schacht. 

Gäste-Keeper Plasczcak war nicht mehr zu bezwingen und die künftigen Spielkameraden von Summa zeigten ihre Klasse, die sie zum Titel geführt hatte. Nicht umsonst setzte Ivo Warnecke fünf Minuten vor Ultimo den 27:27-Ausgleich und traf auch zum 30:27-Endstand. Naumann: „Bei uns ist nach dem 27:22 einfach der Faden gerissen.“

SG Achim/Baden: Sawicki, von Seelen, Meinken; Block-Osmers (4), Jacobsen (4), Zysk (1), Podien (5), Summa (2), Fastenau (1), Meier (2/1), Pfeiffer, Balke (3), Zschorlich (2), Mühlbrandt (3).

Das könnte Sie auch interessieren

Arm in Arm beim Bambi: Sophia Loren und Thomas Gottschalk

Arm in Arm beim Bambi: Sophia Loren und Thomas Gottschalk

Merkel ruft zu Abgrenzung gegen Rechtsradikale bei Demos auf

Merkel ruft zu Abgrenzung gegen Rechtsradikale bei Demos auf

Bilder vom Bambi 2018: Diese Stars waren in Berlin dabei

Bilder vom Bambi 2018: Diese Stars waren in Berlin dabei

Mitmachtag in der Kita Dörverden

Mitmachtag in der Kita Dörverden

Meistgelesene Artikel

SG Achim/Baden: Jan Mühlbrandt hilft aus

SG Achim/Baden: Jan Mühlbrandt hilft aus

Verdens Verteidiger Burford markiert beide Tore beim 2:1-Derbysieg über Rotenburg

Verdens Verteidiger Burford markiert beide Tore beim 2:1-Derbysieg über Rotenburg

Uphusen überzeugt beim 5:1 gegen Hannover

Uphusen überzeugt beim 5:1 gegen Hannover

Niko Korda führt Oytens A-Jugend zum 32:29 gegen Cottbus

Niko Korda führt Oytens A-Jugend zum 32:29 gegen Cottbus

Kommentare