Coach hat private und berufliche Gründe

TSV Daverden: Ingo Ehlers hört am Saisonende auf

Coach Ingo Ehlers (links) und sein Co-Trainer Dennis Gollnow hören am Saisonende beim TSV Daverden auf.
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Der Abschied steht fest: Coach Ingo Ehlers (links) und sein Co-Trainer Dennis Gollnow hören am Saisonende beim TSV Daverden auf.

Daverden – Nach der Saison gehen Handball-Verbandsligist TSV Daverden und Trainer Ingo Ehlers getrennte Wege. Für den Blenderaner endet damit ein vierjähriges Engagement – er betont, dass es keineswegs aufgrund von Meinungsverschiedenheiten auseinandergeht. Eher im Gegenteil. „Wichtig ist mir, zu betonen, dass ausschließlich private und berufliche Gründe für meinen Ausstieg entscheidend sind“, so die klare Aussage des 48-Jährigen.

Gleichzeitig verlässt Co-Trainer Dennis Gollnow, der erst vor dem Saisonstart eingestiegen war, ebenfalls die Grün-Weißen. Für den Blenderaner

Wenn die Saison fortgesetzt wird, wollen Ehlers er und sein Team Vollgas geben, um den Klassenerhalt auf sportlichem Weg zu schaffen. In den vier Spielzeiten, in denen der Übungsleiter beim Verbandsligisten den Taktstock an der Seite schwang, sind drei Runden sportlich beendet worden. Die andere fiel bekanntlich der Pandemie zum Opfer. Ehlers, der bereits seit fast 20 Jahren beim Zoll seinen Dienst tut, stellt klar: „Wir hatten schon eine sehr erfolgreiche Zeit, in der wir auch den Aufstieg aus der Landesliga in die Verbandsliga geschafft haben. Ich bedanke mich ausdrücklich beim Handballvorstand für die sehr gute Zusammenarbeit. Doch jetzt haben meine Familie sowie eine viermonatige berufliche Fortbildung, die wieder am Bodensee steigt, oberste Priorität. Beides hätte ich mit dem Traineramt in Daverden keinesfalls vereinbaren können.“

Ehlers und Co. geben jetzt Vollgas für den Klassenerhalt

Sollte sein Team von Verletzungen verschont bleiben, ist der Klassenverbleib in der Verbandsliga Nordsee überaus realistisch. Beim Abbruch rangierte der TSV in der Staffel mit 15 Teams auf Rang 13. Das wäre kein Regelabstiegsplatz und im Fall der Fälle würde die Eickener SpVG in der Quotientenregel wohl noch überflügelt werden, weil der TSV ein Spiel weniger ausgetragen hat.

Der Sportausbilder beim Zoll hatte das frühere Sorgenkind der Defensive spürbar stabilisiert. In der Saisonvorbereitung hatte Ehlers unter anderem mit einem Boxtraining für Abwechselung gesorgt. Unterstützt von Co-Trainer Dennis Gollnow, der das gleiche Handballverständnis wie Ehlers hat, verlässt auch der Linkshänder als seine rechte Hand das Flaggschiff der Grün-Weißen.

Ingo Ehlers: „Kein bye-bye für immer“

Für Ehlers ist es indes sicher kein Abschied für die Ewigkeit: „Es wird sicher kein bye-bye für immer vom Trainerdasein. Und eine Rückkehr zum TSV Daverden sollte man nicht ausschließen. Sag niemals nie.“

Am Wochenende vor dem mutmaßlichen Re-Start am kommenden Sonnabend beim TuS Bergen hatte er noch ein ausgiebiges Training angesetzt. An dessen Ende stand ein Testspiel gegen die Bundesliga-A-Jugend HSG Verden-Aller auf dem Zettel.

Dirk-Oliver Kühl zeigt Verständnis - und sucht Nachfolger

Dirk-Oliver Kühl, erster Vorsitzender der Handballabteilung, bedauert den Abschied: „Natürlich haben wir noch keinen Nachfolger gefunden und befinden uns diesbezüglich noch in der Findungsphase. Vier Jahre sind nicht gerade wenig und wir haben sehr gut harmoniert. Da bleibt nichts hängen, Ingo ist beim TSV immer herzlich willkommen.“ Allerdings seien die Gründe, mehr Zeit für die Familie zu haben sowie der beruflichen Veränderung mehr als nachvollziehbar. Nach dem angesagten Ende hat der TSV jetzt Zeit, einen Nachfolger zu finden. Die Alternativen sind auf dem derzeitigen Trainermarkt allerdings als eher bescheiden zu betiteln.

Von Björn Lakemann

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