Fünf Landestitel und zwei Kreisrekorde für LGKV

Inga Wedig langt doppelt zu

Haben gut lachen, v.l.: Diana Olbricht, Hannah Wittboldt-Müller, Kajsa Gerkens, Inga Wedig, Imke Müller, Marit Domnik und Jessica Quint.
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Haben gut lachen, v.l.: Diana Olbricht, Hannah Wittboldt-Müller, Kajsa Gerkens, Inga Wedig, Imke Müller, Marit Domnik und Jessica Quint.

Zufrieden kehrten die Verdener Leichtathleten von den Landesmeisterschaften aus Göttingen in die Reiterstadt zurück. Zahlreiche starke Platzierungen, zwei neue Kreisrekorde sowie dann auch fünf Titel hatten sie im Gepäck.

Verden –„Das war ein cooles Wochenende, hat Spass gemacht!“, so der treffende Kommentar von U20-Weitsprunglandesmeisterin Kajsa Gerkens zu der an drei Hitzetagen in Göttingen ausgetragenen Leichtathletik-Landesmeisterschaft für Männer, Frauen und für die Jugendklassen U20, U18 und U16. Außer Gerkens wurden Landesmeister für Niedersachsen und Bremen Jonas Pannevis (400 m Hürden Männer), Inga Wedig als Doppelmeisterin Kugelstoß Frauen und U20-Jugend sowie Imke Müller über 1500 m der U20-Jugend.

Jonas Pannevis fünfmal in Folge ungeschlagen

Jonas Pannevis hatte 2014 als U20-Jugendlicher erstmals den 400 m Hürdenlauf der Männer gewonnen, wurde 2015 und 2016 jeweils zweiter und ist seit 2017 nun fünfmal in Folge ungeschlagen. Diesmal begnügte er sich mit 54,32 Sekunden und hofft, bald bei den holländischen Meisterschaften wieder schneller laufen zu können.

Doppelmeisterin mit der 4- kg-Kugel wurde Inga Wedig, die zunächst mit 12,30 m den Frauenwettbewerb gewann und später mit 12,63 m sichere Jugendmeisterin wurde und dabei ihren eigenen Jugend-Kreisrekord einstellte. Auch mit dem Diskus trat sie in beiden Alterklassen an. Im Frauenwettbewerb flog das 1- kg-Gerät mit persönlicher Bestweite von 36,19 m auf Rang vier, 34,70 m brachten der Verdenerin auch bei der Jugend Rang vier ein.

Kajsa Gerkens auch leicht angeschlagen top

Einen weiteren Kreisrekord stelle Kajsa Gerkens auf. Im als Fitnesstest nach heftigen Allergieproblemen gedachten Dreisprungwettbewerb der Frauen steigerte sie sich als fünfte auf 11,65 m und verbesserte ihren für die Jugend U20 und Frauen geltenden Rekord um satte 48 cm.

Zwei besonders beeindruckende Leistungen gelangen U20-Läuferin Imke Müller. Sie hatte beim Verdener Abendsportfest am 9. Juni mit 2:19,30 Minuten eine persönliche Bestzeit über 800 m erreicht und steigerte sich um fünf Sekunden auf 2:13,99 Minuten. In einem spannenden Rennen führte die Verdenerin bei 400 m mit 67,46 das Läuferfeld gegen vermeintlich schnellere Gegnerinnen an und wurde erst auf den letzten Metern mit 2:13,68 für Smilla Kolbe aus Hannover zu 2:13,99 Minuten überspurtet. Einen Tag später hieß die Favoritin über 1500 m Marit Schute vom VfL Löningen, deren Bestzeit bei 4:43 Minuten liegt. Für Imke Müller war es dagegen der erste Lauf über diese Strecke, und auch hier zeigte sie sich selbstbewusst von Anfang an in der Spitzengruppe. Auf den letzten 200 m setzte sie sich von der Konkurrenz ab und siegte am Ende mit 5:50,16 Minuten sicher mit deutlichem Vorsprung. Mit beiden Leistungen hat Imke Müller somit die Qualifikationsnormen für die Deutsche Jugendmeisterschaft erfüllt.

Zwei Meisterschaften für Inga Wedig

Den fünften Landesmeistertitel für die LG Kreis Verden erkämpfte sich Kajsa Gerkens im letzten Wettbewerb der ansträngenden dreitägigen Meisterschaft. Nach einem ungültigen ersten Weitsprungversuch setzte sie sich mit 5,48 m an die Spitze des Wettbewerbs der U20-Jugend, die sie bis zum Schluss nicht mehr abgab. Mit 5,55 m übertraf sie im fünften Versuch ihre persönlich Bestweite um drei Zentimeter und legte im letzten Durchgang noch einen Zentimeter zu.

Am zweiten Wettkampftag hatte Gerkens schon im 100 m Hürdenlauf mit 14,72 Sekunden als dritte und anschließend als zweite im Dreisprung der U20-Jugend mit 11,57 m zwei Medaillenpätze erreicht. Damit nicht genug trat sie auch noch über 100 m an und qualifizierte sich mit 12,79 Sekunden für den Endlauf, in dem es nach 12,86 Sekunden noch zu Platz sieben reichte.

Hannah Wittbold-Müller fehlt ein Wimpernschlag

Grund zur Freude hatte auch Hannah Wittboldt-Müller, die sich über 400 m der U18-Jugend als zweite auf 59,27 Sekunden steigerte. Nur 27/100 fehlten ihr zur Norm für die Jugend-DM. Danach verfehlte sie im 100 m Hürdenlauf mit 15,22 Sekunden ihre Bestzeit nur knapp, über 100 m wurde sie im zweiten von drei Vorläufen mit 13,12 Sekunden vierte und war damit elfte der Gesamtwertung. Ihr Wettkampfprogramm beendete die Verdenerin als neunte von 17 angetretenen 200 m Läuferinnen mit 26,72 Sekunden.

Einen guten vierten Rang gab es für Hammerwerferin Charlotte Nolte, die das 3-kg- Gerät auf 27,91 m schleuderte und damit nur knapp unter ihrem Kreisrekord blieb. Platz vier ereichte im Dreisprung der W15-Jugend auch Marit Domnick mit der persönlichen Bestweite von 9,63 m. Als sechste kam auch Jessica Quint mit 9,38 m auf eine gute Weite. Im Diskuswurf der W14-Jugend gelang Diana Olbricht mit 21,22 m eine deutliche Steigerung ihrer bisherigen Bestweite um mehr als drei Meter, das brachte ihr Rang vier ein.

Nach anstrengender Anreise hatten es im ersten Wettbewerb der Frauen am heißen Freitagabend die 1500 m Läuferinnen Sophie Kohlhase, die bis zum Mittag noch ihren Polizeidienst in Bremerhaven absolvierte und Josephine Benecke, die aus dem Berchtesgadener Land nach Göttingen kam, nicht leicht. Aber beiden gelangen Bestzeiten, Kohlhase mit 4:52,40 Minuten auf Rang fünf, und Benecke mit 5:08,35 Minuten mit einer Verbesserung um vier Sekunden auf Rang zehn.

Sprinter Mika Brennecke im Pech

Ein starker fünfter Rang gelang dem Achimer U18-Läufer Felix Schubert. Über 3000 m verbesserte er sich in der Mittagshitze um 18 Sekunden auf 10:01,84 Minuten und wird bei besseren Bedingungen sicher noch einige Sekunden zulegen können. Über 800 m der U20-Jugend konnte der Verdener Jakob Gari als siebter mit 2:09,96 Minuten seine Bestzeit nicht ganz erreichen.

Besonderes Pech erlebte Sprinter Mika Brennecke. Im zweiten von drei 100 m Vorläufen kam er zeitgleich mit einem Konkurrenten im Kampf um Platz zwei auf 11,40 Sekunden. Da mussten zur Zielbildauswertung die Tausendstelsekunden herangezogen werden, und das entschied sich zu Brenneckes Ungunsten, der mit 1/1000 Sekunde Rückstand auf Rang drei gesetzt wurde und damit als Gesamtneunter den Endlauf der besten acht verfehlte.  hbm

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