Volleyball-Zweitligist TV Baden in Frankfurt gefordert / „Schalter umlegen“

Im Kellerduell zählt nur ein Sieg

Auf einen guten Block, wie hier von Artem Tscherwinski und Alexander Decker (r.) demonstriert, kommt es an.
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Auf einen guten Block, wie hier von Artem Tscherwinski und Alexander Decker (r.) demonstriert, kommt es an.

Baden – Sport ist und bleibt Kopfsache. Diese bittere Erfahrung muss Trainer Werner Kernebeck derzeit immer wieder leidvoll erfahren. Denn obwohl seine Mannschaft im Training sehr gute Leistungen zeigt, vermag sie diese in den Punktspielen nicht abzurufen. Logische Konsequenz: Volleyball-Zweitligist TV Baden hat zuletzt nicht nur sieben Niederlagen in Folge kassiert, sondern ist seit fünf Begegnungen sogar ohne Satzgewinn. Um nicht noch tiefer in den Tabellenkeller zu rutschen, zählt daher bei den Juniors Frankfurt (So., 16 Uhr) auch nur ein Sieg.

„Wir sind uns der Bedeutung der Partie natürlich bewusst. Dennoch will ich im Vorfeld keinen zusätzlichen Druck aufbauen. Zumal es in unserer Situation aktuell gar nicht so wichtig ist, gegen wen wir spielen. Nein, wir müssen einfach nur endlich den Schalter umlegen. Denn dann werden wir auch wieder erfolgreich sein“, ist TVB-Trainer Kernebeck fest überzeugt. „Zumal wir aktuell ja auch nichts mehr schlecht reden müssen. Denn die Tabelle kann jeder lesen. Daher richten wir den Fokus auch nur auf uns. Dass die Juniors am Tabellenende stehen, hat für mich ohnehin keine Bedeutung. Schließlich kann die Mannschaft nicht absteigen und von daher völlig befreit aufspielen“, erhofft sich Kernebeck das auch von seinem Team. Zwar müssen die Badener weiterhin auf Diagonalangreifer Ole Sagajewski verzichten, doch ansonsten hat Kernebeck alle Mann an Bord. Auch Alexander Decker tritt die lange Reise nach Frankfurt mit an. „Finden wir einen gesunden Mix aus der nötigen Anspannung, Lockerheit und dem entsprechenden Willen, bin ich ganz zuversichtlich. Und sollten wir eventuell den ersten Satz gewinnen, kehrt sicher auch das nötige Selbstvertrauen zurück. Klar, die Situation ist schwierig. Aber wir haben das Volleyballspielen ja nicht komplett verlernt“, wäre ein Sieg in Frankfurt für Badens Trainer der perfekte Einstieg in die Wochen der Wahrheit.

Ursprünglich hätte der TVB bereits einen Tag zuvor bei VV Human Essen, ein direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt, antreten sollen. Doch diese Partie wurde auf Wunsch der Gastgeber verlegt. „Die Essener wollen in der Phase des Teil-Lockdowns alle ihre Spiele verlegen, da einige ihrer Akteure in systemrelevanten Berufen arbeiten. Ob die Mannschaft derzeit überhaupt trainiert, kann ich gar nicht sagen. Wir haben uns dann dazu entschlossen, dass wir der Bitte nachkommen“, klärte Werner Kernebeck auf. „Allerdings haben wir den Essenern mitgeteilt, dass sich das für uns auch lohnen muss. Denn sonst macht das keinen Sinn. Daher müssen die Essener nun beide Duelle bei uns austragen. Dem haben sie zugestimmt.“ Dadurch bleiben den Badenern einige Kosten erspart, da sie nun nicht, wie eigentlich geplant, noch im Hotel in Essen hätten übernachten müssen. Kernebeck: „Das ist in der heutigen Zeit auch gar nicht einfach. Somit hat das unsere Entscheidung zusätzlich beeinflusst.“  kc

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