Bassener Urgestein löst Twietmeyer ab

SVV Hülsen: Uwe Bischoff übernimmt sofort

Uwe Bischoff, Cheftrainer bei den Hülsener Bezirksliga-Fußballern, klatscht in die Hände.
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Er treibt ab sofort den SV Vorwärts an: Uwe Bischoff übernimmt das Amt des Cheftrainers bei den Hülsener Bezirksliga-Fußballern und beerbt den ausscheidenden Jan Twietmeyer.

Abruptes Ende der Ära Jan Twietmeyer: Fußball-Bezirksligist SVV Hülsen nimmt den für Sommer geplanten Trainerwechsel sofort vor und legt das Amt in die Hände von Uwe Bischoff. Der Ex-Bassener soll das Team erfolgreich durch die Aufstiegsrunde führen und schon für nächste Saison effektiv sowie zielgerichtet formen.

Hülsen – Die Trennung war ursprünglich für den Sommer nach dann drei Jahren geplant gewesen – nun wurde sie vorgezogen: Coach Jan Twietmeyer scheidet sofort beim SVV Hülsen aus, Uwe Bischoff übernimmt den Fußball-Bezirksligisten, wird am Sonntag (13 Uhr) vorgestellt und leitet dann die Auftakt-Einheit für 2022. „Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt, den Verein sowie die Mannschaft neu auszurichten“, erläuterte Vorsitzender Uwe Kaiser am Donnerstag auf Nachfrage dieser Zeitung den Schritt der Führungsetage.

Bischoff freut sich auf das Engagement, das auch für die nächste Saison gilt. Der C-Lizenz-Inhaber, der vergangenen Juli kurz vor Rundenstart nach fünf Jahren sein Amt beim Bezirksligisten TSV Bassen überraschend niedergelegt hatte, erkannte nach mehreren Gesprächen viele Schnittmengen und gab der SVV-Führung sein Ja-Wort.

Uwe Bischoff schon wieder voller Tatendrang

„Hülsen hat mittlerweile eine gute Mannschaft, die spielerisch stark daherkommt. Ich möchte sie so zusammenhalten, obwohl es ja immer Veränderungen geben kann, und im Sommer entsprechend verstärken“, erläuterte der 61-Jährige auf Nachfrage: „Meine Hauptaufgabe wird darin liegen, das Team nächste Saison noch weiterzuentwickeln.“

Das sei auch möglich, weil sich in der Hülsener Umgebung „außer Verden nicht viele höherklassige Vereine befinden. Da wird es interessant sein, die schon gute Truppe voranzubringen.“ Die Tatsache, dass seine Demission beim TSV Bassen noch nicht mal sechs Monate her ist, stehe einer erfolgreichen Arbeit nicht im Wege – ganz im Gegenteil: „Schon nach dieser kurzen Zeit fehlt mir das alles. Ich gehe also voll motiviert an die Aufgabe heran.“ Dafür nimmt Bischoff auch den riesigen Aufwand mit den Fahrten vom Wohnort Schaphusen in Kauf.

Der SVV-Vorstand hat sich nach „interessanten Gesprächen auch mit anderen Kandidaten“ abschließend für den ehemaligen Grün-Roten entschieden. „Uwe Bischoff machte den erfahrensten und gefestigsten Eindruck. Er ist aus unserer Sicht nahe dran an einer dörflichen Vereinsstruktur, wie sie in Hülsen vorherrscht. Das hat er in Bassen hinlänglich bewiesen und ist daher unsere 1a-Lösung“, fiebert Kaiser der Zusammenarbeit entgegen.

Boss Uwe Kaiser dankt Jan Twietmeyer

Mit dem neuen Coach soll nun die Aufstiegsrunde erfolgreich gestaltet werden – viel wichtiger für den Vorsitzenden aber: „Die Mannschaft muss effektiv und zielgerichtet auf die neue Saison vorbereitet werden.“ Ein konkretes Ziel wolle er Bischoff jedoch nicht als Rücksack aufbürden.

Nachdem dessen Vorgänger Twietmeyer bereits Ende Oktober seinen Ausstieg mit Ablauf der Saison verkündet hatte, dürfte die Entscheidung des SV Vorwärts für einen Trainerwechsel noch in der Winterpause nicht mehr komplett überraschend gekommen sein. Kaiser möchte den scheidenden Delmenhorster am Sonntag gebührend verabschieden: „Wir danken Jan für die geleistete Arbeit und wünschen ihm viel Erfolg bei seinem neuen Verein.“ Bekanntlich übernimmt der 34-jährige B-Lizenz-Inhaber im Sommer den FC Verden 04 II, der in der Kreisliga Top-Favorit auf den Bezirksliga-Aufstieg ist.

Weiterer Coach soll mit Torwarttrainer folgen

Twietmeyer blickt mit Zufriedenheit auf die Zusammenarbeit mit dem Hülsener Team zurück: „Ich bedanke mich bei der Mannschaft, bei jedem einzelnen Spieler, dass ich drei Jahre lang ihr Trainer sein durfte.“ Dass sein Wirken bei den Schwarz-Weißen jetzt so zu Ende gehe, „ist irgendwie enttäuschend für das Team. Zumal ja die Vorbereitung auf die Aufstiegsrunde schon geplant gewesen war. Schade auch, dass die Planungen für den sofortigen Wechsel nicht richtig mit mir besprochen wurde.“

Unterdessen gibt Uwe Kaiser einen Einblick in die Gesamt-Ausrichtung für 2022: „Wir bauen weiter auf die Unterstützung von Assistent Benjamin Bauer. Zusätzlich werden wir das Trainerteam kurzfristig um einen weiteren Übungsleiter ergänzen, der dann auch einen neuen Torwarttrainer mitbringen soll.“ Erfolgversprechende Gespräche bezüglich dieser Personalie würden bereits laufen. Der SVV-Boss stellt klar, dass Bischoff aus dieser Garde bei Entscheidungen als Cheftrainer künftig den „letzten Call“ haben werde.

Von Ulf Von Der Eltz

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